Führung & Selbstmarketing: Erstes virtuelles FOM Frauen-Forum – ein Nachbericht

 

Das FOM Frauen-Forum fand in diesem Jahr zum ersten Mal im virtuellen Raum statt. Am 4. Juni gaben ab 16.30 Uhr Impuls-Vorträge und Diskussionen via Zoom den 300 Teilnehmer*innen Anregungen für die persönliche Karriereplanung, das Selbstmarketing und das Netzwerken. Teilnehmer*innen zwischen 20 und 60 – aus allen Altersgruppen –  kamen hier zusammen, um über Innovational Leadership und Personal Brand Building zu sprechen. Prof. Dr. Anja Seng, Rektoratsbeauftragte für Diversity der FOM und FidAR-Mitglied moderierte das FOM Frauen-Forum und Regina Mehler hielt den Impuls-Vortrag. Dies ist der Nachbericht von Yasmin Lindner-Dehghan Manchadi M.A., Referentin Forschungskommunikation

Die Teilnehmerinnen waren durchweg begeistert. Die Rückmeldungen reichten von „Super Event, ganz toll!“ über „inspirierend“ bis zu „bereichernd“. Neben einem zentralen Vortrag gab es zwei Breakout-Sessions, in denen nach dem Zufallsprinzip jeweils drei Frauen zusammengebracht wurden, damit sie sich persönlich austauschen und netzwerken konnten. „Sehr wertvoll, dieser persönliche Austausch“, so das Feedback.

 

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Wer bin ich? Wofür stehe ich? Was sind meine Kernkompetenzen? – Wenn man das wisse, dann könne man seine Ziele und Botschaften formulieren, so die Referentin Regina Mehler. Die erfolgreiche Gründerin von zwei Unternehmen war davor in verschiedenen internationalen leitenden Positionen im Marketing tätig. Ihren virtuellen Vortrag hatte sie vorausschauend so ausgelegt, dass ihm auch mögliche technische Bildstörungen nichts anhaben können. So sprach sie absolut frei – und begeisternd – und ihre Folien dienten nur der optischen Untermalung. Jede Folie enthielt nur jeweils ein Wort, z. B. zum Thema Führung „Teambuilding“, „Netzwerken“ sowie „Kernkompetenzen“ und zur Markenbildung „Personal Brand Building“, „Erfolge“ und „Leidenschaft“.

Frauen, betreibt Selbstmarketing!

Als besonders wichtig stellte sie heraus, dass man eine Vision haben sollte, eine Positionierung, seine Kernkompetenzen definieren um sich darauf zu konzentrieren. Regina Mehler begann mit der Frage nach drei „Hashtags“, Schlagworte, für die man selbst stehe. So startete gleich die erste gemeinsame Übung: Die Teilnehmenden sollten ihre Hashtags in den Chat schreiben – und so las man Worte von #Netzwerkerin über #gründungsberaterin und #netzwerkenthusiast bis zu #DigitalLecturer.

Die Hashtags der Referentin waren #InnovationalLeadership, #Querdenkerin und #StandUpPaddling, das sie als ihren persönlichen Weg zur Entspannung bezeichnete: „Diese drei Themen zeigen, wofür ich stehen will!“

Wichtig sei, dass man Berufliches und Persönliches in Einklang bringe, das gelte auch für die eigenene Werte. Die privaten und beruflichen Werte sollten nicht unterschiedlich sein, so schaffe man Authentizität – ein wichtiges Merkmal für eine Führungspersönlichkeit. Persönliche Haltung solle man zeigen und mit Leidenschaft die eigenen Themen vertreten. Den Unique Selling Point (USP) solle man entsprechend entwickeln. Storytelling helfe dabei, die eigenen Themen wirkungsvoll und nachhaltig zu kommunizieren. Kommunikation sei ohnehin das A und O.

Innovatives Führen

Mit der Kommunikation leitete Regina Mehler das Thema zum innovativen Führen über. „Kommunikation ist zentral, in der aktuellen Situation vor allem auch online. Hilfreich sind 360-Grad-Feedbacks. Es wundert mich nicht, dass die Länder, die in der Corona-Situation am besten dastehen, weiblich geführt sind. Frauen sind die besseren Kommunikatorinnen“, so die Gründerin von 1ST ROW und der WOMEN SPEAKER FOUNDATION. Gemischte Teams aus Jung und Alt, aus allen Geschlechtern und verschiedenen Nationalitäten seien die erfolgreichsten. Durch den Mix der Perspektiven entstehe Neues. Innovative Leadership bedeute auch, ein möglichst gemischtes Team aufzubauen. Hier sei Teambuilding ein wichtiger Aspekt, den Führungskräfte berücksichtigen sollten. Ihren gesamten Vortrag untermalte und veranschaulichte sie mit persönlichen Erfahrungen – Storytelling par excellence.

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„Über die Jahre haben wir den Personal Brand Circle der 1ST ROW-Methodik immer weiter verfeinert. Aber die Herangehensweise ist im Prinzip gleich geblieben: Alles beginnt mit der Definition der Vision, der persönlichen Werte und Kernkompetenzen. Mit dieser strukturierten Vorgehensweise bekommt man eine umfassende Analyse des Status Quo.  Darauf aufbauend erarbeiten wir die individuelle Positionierung.“, so Regina Mehler.

Netzwerken bringt voran und spart Arbeit

Zum Schluss warb sie dafür, sich Netzwerken anzuschließen und ruhig verschiedene auszuprobieren, um das für sich geeignetste zu finden. Das Netzwerken helfe dabei, sich nicht alles Neue selbst erarbeiten zu müssen – wozu Frauen häufig neigen und was sie ausbremse –, sondern Expertinnen und Experten an der Hand zu haben, die einen gegebenenfalls mit den wichtigsten Informationen versorgen können.

Ein Großteil der Fragen im Chat bezogen sich genau auf dieses Thema: Wie finde ich das richtige Netzwerk? Wie baue ich mir ein Netzwerk auf? Wann ist ein Netzwerk belastbar? Einige Teilnehmerinnen haben bereits konkrete Netzwerk-Erfahrungen gemacht, die Sie über den Chat mit den anderen Teilnehmerinnen teilten. Dazu zählt auch das etablierte FOM Frauen-Forum, welches ab Herbst hoffentlich auch wieder in Präsenz an den vielen FOM Hochschulzentren stattfinden kann. „Dank der vielen lokalen Kooperationen haben Sie in diesem Format beste Möglichkeiten, gemeinsam mit anderen Teilnehmerinnen und verschiedenen Frauen-Netzwerken erste Kontaktversuche zu üben und sich auszuprobieren“, so die Rektoratsbeauftragte für Diversity der FOM Hochschule Prof. Anja Seng, die das FOM Frauen-Forum moderierte.

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Prof. Dr. Anja Seng, Rektoratsbeauftragte für Diversity der FOM, moderiert das FOM Frauen-Forum bereits seit über 15 Jahren, am Donnerstag zum ersten Mal virtuell (Foto: FOM/Tim Stender)

Die Teilnehmer*innen: von unter 20 bis über 60 Jahre

Etwa die Hälfte der Teilnehmenden kamen aus dem Umfeld der FOM – Studentinnen und Absolventinnen der Hochschule. Viele waren zum ersten Mal bei einem FOM Frauen-Forum. Sie kamen aus ganz Deutschland. Die Altersbandbreite der Teilnehmerinnen war groß – einige (wenige) unter 20-Jährige waren dabei, doch auch über 60-Jährige. Das Durchschnittsalter insgesamt lag bei etwa 30 Jahren.

Aufgrund technischer Beschränkungen konnten nur 300 Teilnehmende dabei sein. Wir hoffen, mit dieser Zusammenfassung einen guten Einblick geben zu können und wünschen uns für die Zukunft auch wieder Präsenz-Foren. Doch das insgesamt so positive Feedback führt dazu, dass aktuell schon für September 2020 das nächste virtuelle FOM Frauen-Forum geplant wird!

 

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Die Themen, die sich die Teilnehmenden zum Abschluss für weitere FOM Frauen-Foren wünschten, waren vielfältig. Für uns als FOM also eine wunderbare Aufgabe, weitere Angebote zu gestalten. „Role Models im Interview“, „Storytelling für Anfänger“, „Remote Führen“ und natürlich das Thema „Networking, aber wie?“ – das sind beispielhaft nur ein paar der vielen Vorschläge, die eingebracht wurden.

Die nächsten Termine für die FOM Frauen-Foren finden Sie stets auf der Website zum Diversity Management der FOM Hochschule.

„Leg‘ die Chipstüte weg und steh‘ vom Sofa auf!“

Der Selbstversuch von Sonja Piontek: Magie erzeugen in schwierigen Zeiten

Am Samstagmorgen, dem 21. März beschloss Sonja Piontek in nur einer Woche einen Bestseller zu schreiben und zu veröffentlichen. Ihr Business als Global Speaker und ihre Agentur für Bucket-List und Brand-Tours waren gerade auf praktisch fast Null zusammengeschrumpft. Auch für Sonja Piontek stand mit der Krise plötzlich alles auf dem Spiel: Unternehmen, Mitarbeiter … Aber sie wollte beweisen, dass auch in schwierigen Zeiten alles möglich ist, sie wollte anderen Mut machen.

WSF: Wie kamen Sie auf die Idee, ein Buch in nur einer Woche zu schreiben – das klingt erstmal wie eine sehr, sehr große Herausforderung.

Buchcover ULTRACREATIVITY von Sonja PiontekSonja Piontek: Stimmt, jeder, der ein Buch geschrieben und veröffentlicht hat, weiß, dass es so gut wie unmöglich ist, in einer Woche einen Bestseller zu erschaffen. In diesen schwierigen Zeiten wollte ich beweisen, dass man mit einer positiven Einstellung auch gerade jetzt alles schaffen kann. Ich wollte Menschen inspirieren, ihnen Hoffnung und die richtigen Werkzeuge geben, damit auch sie in dieser herausfordernden COVID-19-Zeit Magie erzeugen können. Also öffnete ich mein MacBook und begann „UltraCreativity – The Experiment“ zu schreiben. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Text aus mir heraus sprudelte – UltraCreativity ist mein Herzensthema. Sechs Tage später wurde mein eBook weltweit bei Amazon veröffentlicht.

WSF: Wie funktioniert UltraCreativity?

Sonja Piontek: UltraCreativity ist ein sehr leistungsfähiges Konzept, das ich entwickelt habe, um das volle Potenzial unseres Geistes auszuschöpfen. Es hat mir ebenso geholfen wie vielen meiner Kunden, die Komfortzone zu verlassen und wirklich hervorragende Leistungen zu erbringen. Das Buch sollte ein Selbstversuch sein: Es beweist, dass das Konzept funktioniert. Wie in meinem Buch beschrieben, geht es darum, „kann ich nicht“ aus dem Wortschatz zu verbannen, sich seiner Stärken bewusst zu sein und sich darauf zu konzentrieren, die eigenen Ressourcen zu nutzen, die Entschlossenheit zu finden Dinge durchzuziehen, mit Zögern und Zweifeln umzugehen. Es geht darum einfach zu „fliegen“, Lösungen zu finden und die erstaunlichsten Dinge zu erledigen.

WSF: UltraCreativity ist Ihr Thema – damit gehen Sie auch auf die Bühne. Den Inhalt hatten Sie klar im Kopf, trotzdem ist eine Woche wirklich wenig dafür. Das Buch ist für nur EUR 0.99 bei Amazon erhältlich. Warum haben Sie es so günstig gemacht?

Sonja Piontek: Ich habe diesen niedrigen Preis speziell gewählt, um das Buch für so viele Menschen wie möglich erschwinglich zu machen. Bei diesem Projekt geht es mir nicht darum, Geld zu verdienen, sondern andere zu inspirieren und Menschen zu helfen, diese Krise zu überwinden.

WSF: Wie ist Ihr Buch auf dem Markt angekommen?

Sonja Piontek: Das Buchprojekt war ein voller Erfolg. Am Samstag, dem 28. März, genau eine Woche nachdem ich mit dem Schreiben begonnen hatte, wurde „UltraCreativity – The Experiment“ in vier Kategorien auf drei Kontinenten bei Amazon zum Bestseller Nr. 1 sowie zum Hot New Release Nr. 1. Das viel größere Ergebnis für mich ist jedoch, dass ich bereits so viele Rückmeldungen von Menschen auf der ganzen Welt erhalten habe, wie sehr das Buch sie inspiriert und ihnen geholfen hat – einfach wunderschön.


Profil von Sonja Piontek

Foto von Sonja PiontekSonja Piontek ist eine gefragte globale Rednerin und Bestseller Autorin zum Thema UltraCreativity. Die Münchnerin blickt auf eine beeindruckende internationale Karriere in führenden Marketingpositionen bei BMW zurück und leitet seit zwei Jahren erfolgreich ihre eigene, preisgekrönte Luxus-Reise-Agentur. Sie hat bereits in 23 Ländern gesprochen und tausende von Menschen von der Bühne aus inspiriert.

Frauen führen (besser?) in der Corona-Krise

Was haben die Länder gemeinsam, die bisher am besten durch die Corona-Krise kommen? Frauen an der Spitze! So titelte Forbes vor einer Woche. Verglichen werden die Verhaltensweisen der Staatschefinnen von Deutschland, Island, Taiwan, Dänemark, Finnland, Norwegen und Neuseeland mit der Vorgehensweise von Trump, Bolsonaro, Obrador, Modi, Duterte, Orban, Putin oder Netanyahu. Hier geht’s zum Artikel.

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Foto: Forbes Bildmaterial

Abgesehen davon, dass es ebenfalls männliche Staatsoberhäupter gibt, die der neuen Herausforderung genauso erfolgreich begegnen, kann man aus diesem interessanten Artikel herauslesen, was wir unter dem Label Future Leadership verhandeln: Wahrheit/Aufrichtigkeit/Transparenz, Entschlossenheit, den klugen Einsatz von Technologie, Empathie und Emotionen.

Interessant ist auch zum gleichen Thema ein CNN-Interview mit Madeleine Albright, der früheren US-Außenministerin: Hier geht’s zum Interview.

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Screenshot CNN Interview

Titelbild: Ausschnitt aus „Monalisa“ von Sumanley xulx auf Pixabay

Wie verändert sich Führung (gerade)?

„Neuer Schwung für agile Powerteams – das richtige Mindset für Führung 4.0“, so ist das Lunch&Learn Webinar mit Prof. Dr. Rappel am kommenden Freitag überschrieben. Bekommen Digitalisierung und Transformation der Unternehmen in der Pandemie Rückenwind? Wird die aktuelle Situation Wirtschaft und Gesellschaft schneller verändern und in die Zukunft katapultieren, als es ohne diese Krise der Fall gewesen wäre? Haben wir hier einen Steigbügelhalter für unsere Wettbewerbsfähigkeit und die Entwicklung von Verständnis und Skills für die Arbeitswelt von morgen? Wie verändert sich Führung, was sind die Herausforderungen? Dies ist ein Text von Professorin Simone Rappel zum aktuellen Bezug Ihres Webinars.

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Prof. Dr. Simone Rappel

Mitten in Coronazeiten erleben wir es live: Selbstorganisation ist gefragt. Sehr viele sind im Homeoffice. Technisch müssen wir dazulernen, viele haben die Aufgabe, ihre Familie neu zu organisieren. Wir erleben die Vernetzung der Mediziner weltweit, das Teilen von Rechnerkapazitäten, um in der Forschung schnell voranzukommen. Und wir erleben Nachbarschaftshilfe.

Es gibt die vielen Helden des Alltags. Da ist nicht einer der Superchef, der alles regelt. Wir erleben die Bündelung von Kompetenzen in crossfunktionalen Teams. Wir sind gemeinsam unterwegs, das Corona Virus zu bekämpfen. Das ist ein starkes Ziel, eine gemeinsame Vision und die bündelt die Kräfte.

Wenn Vizekanzler Scholz sagt: „Dafür gibt es kein Drehbuch!“ benennt er damit gleichzeitig den Rahmen der VUCA-Welt, die agile Formen der Zusammenarbeit hervorbringt. Kennzeichnend für diese Formen ist, dass sie auf selbstorganisierte Teams setzen. Hierarchie, lange Entscheidungswege, Silodenken gelten als Erfolgsverhinderung. „Unbossing“ ist hier ein provokantes Schlüsselwort. Die Heilsversprechen sind entsprechend groß: mehr Effizienz, größere Kundennähe und motiviertere Mitarbeitende. Klingt gut. Allerdings mögen nicht alle diese neue Form der Selbstorganisation und Freiheit: Studien sagen uns, dass nur 44% der Menschen überhaupt bereit, willens und fähig sind zu agilem Arbeiten.

Vielen macht die Autonomie Angst, sie vermissen die Zugehörigkeit, die ihnen Sicherheit gibt. Außerdem hängen die Chefs, groß geworden in der Hierarchie von Top down, immer noch in gewohnter Manier an ihren Privilegien der Macht.  Selbstorganisation ist kein Selbstläufer. Man muss vieles tun, damit wirklich die erhofften Ergebnisse kommen.

„Neuer Schwung für agile Powerteams – Das richtige Mindset für Führung 4.0“ mit Prof. Dr. Simone Rappel, am 3. April von 12 bis 13 Uhr

Aus der bisherigen Erfahrung wissen wir, dass agiles Arbeiten nur klappt, wenn das Mindset stimmt. In diesem Webinar erfahren Sie, was Sie als Führungskräfte ganz konkret tun können, um das Mindset auf agiles Arbeiten auszurichten und welche Werte und Haltungen dabei ganz besonders helfen.

 

Survival-Kit: Fürs Unternehmen und im Homeoffice

Sondertermine in unserer Lunch&Learn Webinarreihe

Heute ist oft schon gar nicht mehr wahr, was gestern neu war: Corona und der Shut-down sind eine große Herausforderung für Unternehmen aber auch für jede*n einzelne*n von uns – ganz persönlich. Wir haben ein Paket aus drei Webinaren geschnürt: Im ersten geht’s darum, eine persönliche Haltung zu gewinnen und mit den eigenen Emotionen klar zu kommen. Es geht auch um Vertrauen in virtuellen Teams. Im zweiten treten wir einen Schritt zurück um einen Überblick zu bekommen und die Situation einzuordnen: Was passiert mit unserer Gesellschaft, was sind die Trends und Impulse. Im dritten Webinar ist das Thema Krisenkommunikation im Fokus. 

Die drei Zusatztermine im einzelnen: 

*“Mit Verstand die Corona-Krise bewältigen“ am 2.4.2020 um 12 bis13 Uhr
Es geht um Ängste, Konflikte auf engem Raum und die individuelle Bewältigung der Herausforderungen, um Teams und Vertrauen im Homeoffice.

*„Lernen aus der Krise“ am 7.4.2020 um 12 bis 13 Uhr
Es geht ums „bigger picture“, wie ordne ich die aktuelle Krise ein: Die Arbeitswelt von morgen, den Megatrend Gesundheit und die Digitalisierung – was sagt die Krise uns über uns und unsere Gesellschaft?

*“Kompass für die Krisenkommunikation“ am 15.4.2020 um 12 bis 13 Uhr
Wir haben einen Kompass für die Krisenkommunikation: Führung ist jetzt angesagt statt Management.

Unser Angebot: Sie bekommen drei Webinare zum Preis von zwei.
*Mit Klick auf die Titel der Webinare (s.o.) kommen Sie auf die detaillierten Inhaltsbeschreibungen und das Buchungstool (Sie können auch jedes Webinar einzeln buchen). Hier geht’s zu unserer Webinar-Landingpage mit allen Lunch&Learn Terminen.

Hier gibt’s noch ein kurze Einladung zum ersten Termin mit der ersten Webinarista, Daniela Dihsmaier:

 

Plötzlich Home-Office: Helfen agile Methoden?

Güldenberg
Lola Güldenberg

Lola Güldenberg hat gerade ihr Büro aus Berlin in eine Scheune im Hunsrück verlegt und leitet von dort aus mehrere Unternehmen und Mitarbeiter an verschiedenen Orten. Da fängt es schon mit der stabilen WLAN-Verbindung an – das sind ganz „diesseitige“ Herausforderungen für die deutschlandweit bekannte Trendforscherin, Innovationsberaterin und Unternehmerin, die mit ihrer Gründung CARLO auch digitale Konzepte zur Unterstützung Pflegebedürftiger und ihrer Angehörigen im ländlichen Raum entwickelt und implementiert. Am 27. März wird sie im Lunch&Learn Webinar um 12 Uhr ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit Ihnen teilen.

„Agil? Kenn‘ ich“ – das Webinar mit Lola Güldenberg

Nach dem Improvisieren in der vergangenen Woche stellen sich vielleicht auch bei vielen anderen schon erste (wohltuende) Routinen im Home-Office und im Shut-down-Modus ein. Das bietet wieder Raum für die Gestaltung der eigenen Abläufe: Wenn sich die Ereignisse überschlagen, die Arbeit als unüberwindbarer Berg erscheint und man sich nur noch fragt: Wie ist das alles überhaupt zu schaffen? Dann sind agile Arbeitsmethoden genau das Richtige, um Komplexität zu managen, Prioritäten zu erkennen und ein kleines bisschen die Kontrolle über das eigene Arbeitsleben zurück zu gewinnen.

Für wen eignen sich die unterschiedlichen Modelle?

Sie eignen sich gerade im Home-Office für Kleinstunternehmer und Soloselbständige, für Mittelstandsunternehmen, die jetzt ihre gemeinschaftlichen Arbeitsprozesse ins Digitale verlegen müssen und für Großunternehmen, die ganze Belegschaften zusammenschalten (und sowieso schon in vielen Bereichen „agil“ arbeiten).

Agile Arbeitsmethoden helfen, vor allem den Überblick zu wahren. Sie sind wie ein Katalysator, der schnellere, qualitativ bessere Ergebnisse hervorbringt. Mit Hilfe von agilen Arbeitsmethoden können Sie Wesentliches flexibler erkennen und schneller auf Probleme reagieren. Darüber hinaus motivieren agile Arbeitsmethoden Ihre Mitarbeiter und unterstützen das selbstständige Arbeiten. Aber die agilen Methoden haben auch ihre Tücken. So ist es hilfreich zu wissen, was „agil“ tatsächlich bedeutet.

Welche gibt es und wie wende ich sie sinnvoll an?

Zu Beginn des Webinars „Agil? Kenn ich“  führt Sie Lola Güldenberg in die grundlegenden Techniken agiler Arbeitsmethoden ein und verbindet dies mit klassischen Tipps, die sich auch im Home-Office umsetzen lassen. Wir können Methoden wie Service Design, Design Thinking, Design Sprint, Lean Startup, Scrum, Business Modell Canvas, Kanban etc. zwar nur streifen. Aber Sie lernen agile Methoden im Überblick kennen, können diese schneller einordnen und besser entscheiden, was Sie für Ihren Arbeitsalltag sinnvoll einsetzen möchten.

Panik oder das Bauchgefühl sind keine guten Ratgeber, um durch diese schwierigen, volatilen Zeiten zu manövrieren. Wenn alles ständig im Fluss ist und sich permanent ändert, machen klassische Kaskadenketten kaum Sinn. Deshalb – lernen Sie agile Methoden in diesem Webinar kennen und probieren Sie sie aus!

Hier geht’s zu weiteren Informationen über das Webinar und zur Buchung.


Titelfoto: Kaboompics auf Pexels

Social Distancing? Digital socializen!

Wir feiern unsere Community – mit neuen Mitgliedschaften!

Seit einem halben Jahr entwickeln wir das Konzept für unsere Mitgliedschaften – für alle, die unsere Ziele teilen. Gerade jetzt ist alles am Start und bereit zum Netzwerken und für den next Level unserer Community. Gerade jetzt können wir uns gegenseitig mit unseren gemeinsamen und persönlichen Zielen (auch digital) unterstützen:

tim-marshall-cAtzHUz7Z8g-unsplashDerzeit 40.000 Friends der WOMEN SPEAKER sharen, liken und kommentieren Content und Impulse in unseren Social Media Kanälen und auf unserem Blog, Sie inspirieren uns mit Ihrem Feedback:

Danke dafür! 

Wir haben mit viel Herzblut ein Modell entwickelt, dass jeder*m Optionen für die persönliche Entwicklung bietet und vor allem das Netzwerken eröffnet: Aus Friends werden jetzt „Partner in Crime“, wir bieten den optimalen Support für alle „Trouble Maker“, mit uns gehen „Revolutionistas“ durch die (gläserne) Decke und „Corporates in Mindshift Space“ comitten sich mit der optimalen Unterstützung ihrer weiblichen Führungsriege. Sie haben die Wahl: Ab sofort können Sie Mitglied in unserer WOMEN SPEAKER Community sein – auch wenn Sie (noch ;-)) nicht als Expertin von uns vermittelt werden: Be Part of the Gang!

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Als Mitglied bekommen Sie:

  • Zugang zu unserem Inner Circle auf Facebook und/oder LinkedIn – zum Netzwerken für alle Mitglieder
  • Webinare – inklusive oder mit Rabatt
  • GENERALPROBE –  inklusive oder mit Rabatt
  • Strategieberatung
  • Positionierungsworkshop

Die Mitgliedschaftspakete sind gestaffelt und bieten umfassende Preisvorteile für unsere Angebote – entscheiden Sie selbst: Networking and more für:

Nutzen wir die Chancen, die sich uns jetzt bieten – gestalten wir die Zukunft gemeinsam:
#wirsinddiebewegung – jetzt erst recht, auch im virtuellen Raum!

Hier können Sie Ihre Mitgliedschaft buchen.

 


 *Ja – auch Männer „dürfen“ Mitglied werden: Den Wandel schaffen wir nur gemeinsam!
Foto: Tim Marshall auf Unsplash
Titelbild: Pixabay

 

Let’s celebrate!

 

Hin und wieder wird es Zeit, einen Schritt zurück zu treten und zu feiern, was wir erreicht haben. Das richtet uns neu aus und macht Mut, gibt Kraft und Boden unter den Füßen für den Weg zu neuen Zielen – unbedingt empfehlenswert!

Vor acht Jahren haben wir angefangen,
WOMEN SPEAKER in Mindshift Space – das sind: 

  • 40.000 Friends und Follower in der Community
  • 920 Tage querdenken, reden und Impulse geben
  • 600 Expertinnen im Pool of Female Excellence
  • 836,5 Stunden Leadership-Strategieberatung
  • +210,5% vermittelte Rednerinnen
  • 123 Lunch&Learn Webinare
  • 61 GENERALPROBEN
  • 44 Kooperationen
  • 6 Social Media Kanäle
  • 5 Webseiten, 1 Blog, 1 YouTube-Channel
  • 5 festangestellte Mitarbeiterinnen und eine Chefin
  • 5 Orte an denen wir im agilen Team-SetUp arbeiten
  • 4 Religionen im Team
  • 3 Summits
  • 3 Büro-Umzüge: vom Schreibtisch im Dachgeschoss bis zum Großraum-Büro mit Thinktank und Co-Working Space

Wir waren Vorreiter*innen und Pionier*innen #wirsinddiebewegung: Als wir anfingen, hatten sich nur eine Handvoll Initiativen und noch weniger Unternehmen mehr Vielfalt im Business und mehr Sichtbarkeit für Frauen in der öffentlichen Wahrnehmung auf die Fahnen geschrieben – das Thema hat im Grunde kaum jemanden interessiert. Heute können wir unsere Erfahrungen, unsere Reichweite und unser Know-how mit immer mehr Kooperationspartnern wirkungsvoll teilen. Hinter diesen Zahlen stehen viele nachhaltig erfolgreiche Ideen und Innovationen, aber auch einige, die grandios gescheitert sind. Unsere Lust auf Neues und aufs Ausprobieren in unserem Mindshift Space treibt und inspiriert uns nach wie vor

… und wir freuen uns, dass Sie ein Teil davon sind!

Photo by Leonard von Bibra on Unsplash

„Da geht noch was!“ Podcast mit Regina Mehler und TW-Chefredakteurin Kerstin Wünsch

In der neuen Folge der MICE Innovation Sessions interviewt Tagungswirtschafts Chefredakteurin Kerstin Wünsch Regina Mehler. Wie kam es zur Gründung der WOMEN SPEAKER FOUNDATION vor acht Jahren? Warum ist die Vielfalt auf den Bühnen so wichtig? Was haben wir erreicht?  Darüber plaudern sie am Kaffeetisch: 

(Beitragsbild: Debby Ledet, Unsplash)

Haltung zeigen: Der Schlüssel zum Erfolg?

Fränzi Kühne, Aufsichtsrätin von Freenet und Mitgründerin der Agentur TLGG, kam gemeinsam mit ihrem Co-Founder im November mit dem klaren Statement heraus: Wir lehnen alle Speaker-Anfragen ab, wenn nicht mindestens 50% Frauen auf der Bühne sind. Bei 300 Anfragen im Jahr ist das eine Ansage. „Zukunftsthemen sind Frauenthemen. Darauf bestehen wir. Digitalisierung, Plattformen, Ökosysteme, Wertschöpfung, KI, Zukunft der Arbeit, Cybersecurity, digitale Bildung – das ist nichts für Boys’ Clubs.“, wird Fränzi Kühne zitiert. (1)

Klar, dieses Statement zahlt auf unsere Themen ein und wir haben es gefeiert und geteilt: Denn die WOMEN SPEAKER FOUNDATION ist angetreten, um mehr Frauen auf Podien und in Panels und damit in die öffentliche Wahrnehmung zu bringen. Die zentralen Themen in Wirtschaft und Gesellschaft sind Frauenthemen, wie sie auch Männerthemen sind – nur gemeinsam können wir den aktuellen Herausforderungen begegnen. Aber die Haltung von Fränzi Kühne ist nicht selbstverständlich. Wir erleben oft, dass gerade Frauen diese Position in punkto Diversity als toxisch für ihre Karriere empfinden – nicht ohne Grund.

New Leadership bezieht Position

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Das, was Fränzi Kühne hier tut, hat mit den Kernprinzipien von New Leadership zu tun: Sie bezieht ganz klar Stellung zu einem gesellschaftlichen Thema. Von Unternehmen und CEOs werden heute Antworten auf die gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen erwartet. Die Hälfte der 350.000 Teilnehmer*innen einer großen Studie vom März diesen Jahres sind der Ansicht, dass Unternehmen heute mehr in der Verantwortung sind, zu einer besseren Zukunft beizutragen, als die Politik. Über drei Viertel der Befragten – insbesondere Millenials – „treffen ihre Kaufentscheidungen nicht nur aufgrund des reinen Produktnutzens“, erklärt Thomas Sudholdt, Director Insights & Analytics bei Havas Media. Jüngere Generationen haben deutlich höhere Erwartungen an Unternehmen, ihre Arbeitgeber und Marken. Die Studie untermauert, dass es sich für Unternehmen lohnt, Position zu beziehen (2). Nike tut es, Gillette tut es und viele andere Unternehmen positionieren sich gegen Diskriminierung oder Fremdenhass.

Was bedeutet das für Führungskräfte?

Wer sie sind und wie sie von ihrem Eco-System inklusive der eigenen Mitarbeiter eingeschätzt werden, ist für Unternehmen heute ebenso wichtig wie das, was sie verkaufen. „Glaubwürdige Informationen und Botschaften, die zeigen, wo das Unternehmen gesellschaftlich steht und welche Werte dieses lebt, sind für Unternehmen und damit auch für die Menschen das neue Gold.“(3). Bei 79% der Unternehmen sind die Grundwerte im Führungsstil verankert. Das gilt im Vergleich dazu nur bei 34% der weniger erfolgreichen Unternehmen (4).

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Alles beginnt aber bei den Führungskräften, die Leadership auch wahrnehmen. Höhere Komplexität bei einem geringer werdenden Maß an Struktur, weniger Planbarkeit und kürzere Reaktionszeiten: um in dieser Situation erfolgreich zu sein, braucht Leadership Vertrauen und einen glaubwürdigen Wertekanon, der durch eine klare Haltung auch zu politischen und gesellschaftlichen Themen untermauert wird. Vertrauen reduziert Komplexität und Glaubwürdigkeit bietet Orientierung. Dazu gehört Mut, denn es war jahrzehntelang in den Hierarchien nicht gefragt, Haltung zu zeigen und Stellung zu beziehen zu Themen die über die Grenzen des Arbeitsalltags hinausgehen.

Ihre Haltung dazu?

Uns interessiert Ihre Meinung: Wie ist das Klima in Ihrem Unternehmen? Glauben Sie, dass Leadership durch Werte und Haltung wirksamer und erfolgreicher ist?

 


Links zu Artikeln:

(1) t3n:  Diese Aufsichtsrätin verweigert Männerrunden: „Ohne Frauen, ohne uns“

(2) „Haltung bitte! Drei Viertel der Deutschen erwartet von Marken eine klare Positionierung“ über die HAVAS Studie in Absatzwirtschaft

(3) Ernst Primosch: Retten Unternehmen und Medien unsere Demokratie? In Horizont, 5. Februar 2019

(4) Wertekommission, Initiative wertebewusste Führung (2007), Wertegetriebene Unternehmen auf dem Vormarsch