Let’s celebrate!

 

Hin und wieder wird es Zeit, einen Schritt zurück zu treten und zu feiern, was wir erreicht haben. Das richtet uns neu aus und macht Mut, gibt Kraft und Boden unter den Füßen für den Weg zu neuen Zielen – unbedingt empfehlenswert!

Vor acht Jahren haben wir angefangen,
WOMEN SPEAKER in Mindshift Space – das sind: 

  • 40.000 Friends und Follower in der Community
  • 920 Tage querdenken, reden und Impulse geben
  • 600 Expertinnen im Pool of Female Excellence
  • 836,5 Stunden Leadership-Strategieberatung
  • +210,5% vermittelte Rednerinnen
  • 123 Lunch&Learn Webinare
  • 61 GENERALPROBEN
  • 44 Kooperationen
  • 6 Social Media Kanäle
  • 5 Webseiten, 1 Blog, 1 YouTube-Channel
  • 5 festangestellte Mitarbeiterinnen und eine Chefin
  • 5 Orte an denen wir im agilen Team-SetUp arbeiten
  • 4 Religionen im Team
  • 3 Summits
  • 3 Büro-Umzüge: vom Schreibtisch im Dachgeschoss bis zum Großraum-Büro mit Thinktank und Co-Working Space

Wir waren Vorreiter*innen und Pionier*innen #wirsinddiebewegung: Als wir anfingen, hatten sich nur eine Handvoll Initiativen und noch weniger Unternehmen mehr Vielfalt im Business und mehr Sichtbarkeit für Frauen in der öffentlichen Wahrnehmung auf die Fahnen geschrieben – das Thema hat im Grunde kaum jemanden interessiert. Heute können wir unsere Erfahrungen, unsere Reichweite und unser Know-how mit immer mehr Kooperationspartnern wirkungsvoll teilen. Hinter diesen Zahlen stehen viele nachhaltig erfolgreiche Ideen und Innovationen, aber auch einige, die grandios gescheitert sind. Unsere Lust auf Neues und aufs Ausprobieren in unserem Mindshift Space treibt und inspiriert uns nach wie vor

… und wir freuen uns, dass Sie ein Teil davon sind!

Photo by Leonard von Bibra on Unsplash

„Da geht noch was!“ Podcast mit Regina Mehler und TW-Chefredakteurin Kerstin Wünsch

In der neuen Folge der MICE Innovation Sessions interviewt Tagungswirtschafts Chefredakteurin Kerstin Wünsch Regina Mehler. Wie kam es zur Gründung der WOMEN SPEAKER FOUNDATION vor acht Jahren? Warum ist die Vielfalt auf den Bühnen so wichtig? Was haben wir erreicht?  Darüber plaudern sie am Kaffeetisch: 

(Beitragsbild: Debby Ledet, Unsplash)

Haltung zeigen: Der Schlüssel zum Erfolg?

Fränzi Kühne, Aufsichtsrätin von Freenet und Mitgründerin der Agentur TLGG, kam gemeinsam mit ihrem Co-Founder im November mit dem klaren Statement heraus: Wir lehnen alle Speaker-Anfragen ab, wenn nicht mindestens 50% Frauen auf der Bühne sind. Bei 300 Anfragen im Jahr ist das eine Ansage. „Zukunftsthemen sind Frauenthemen. Darauf bestehen wir. Digitalisierung, Plattformen, Ökosysteme, Wertschöpfung, KI, Zukunft der Arbeit, Cybersecurity, digitale Bildung – das ist nichts für Boys’ Clubs.“, wird Fränzi Kühne zitiert. (1)

Klar, dieses Statement zahlt auf unsere Themen ein und wir haben es gefeiert und geteilt: Denn die WOMEN SPEAKER FOUNDATION ist angetreten, um mehr Frauen auf Podien und in Panels und damit in die öffentliche Wahrnehmung zu bringen. Die zentralen Themen in Wirtschaft und Gesellschaft sind Frauenthemen, wie sie auch Männerthemen sind – nur gemeinsam können wir den aktuellen Herausforderungen begegnen. Aber die Haltung von Fränzi Kühne ist nicht selbstverständlich. Wir erleben oft, dass gerade Frauen diese Position in punkto Diversity als toxisch für ihre Karriere empfinden – nicht ohne Grund.

New Leadership bezieht Position

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Das, was Fränzi Kühne hier tut, hat mit den Kernprinzipien von New Leadership zu tun: Sie bezieht ganz klar Stellung zu einem gesellschaftlichen Thema. Von Unternehmen und CEOs werden heute Antworten auf die gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen erwartet. Die Hälfte der 350.000 Teilnehmer*innen einer großen Studie vom März diesen Jahres sind der Ansicht, dass Unternehmen heute mehr in der Verantwortung sind, zu einer besseren Zukunft beizutragen, als die Politik. Über drei Viertel der Befragten – insbesondere Millenials – „treffen ihre Kaufentscheidungen nicht nur aufgrund des reinen Produktnutzens“, erklärt Thomas Sudholdt, Director Insights & Analytics bei Havas Media. Jüngere Generationen haben deutlich höhere Erwartungen an Unternehmen, ihre Arbeitgeber und Marken. Die Studie untermauert, dass es sich für Unternehmen lohnt, Position zu beziehen (2). Nike tut es, Gillette tut es und viele andere Unternehmen positionieren sich gegen Diskriminierung oder Fremdenhass.

Was bedeutet das für Führungskräfte?

Wer sie sind und wie sie von ihrem Eco-System inklusive der eigenen Mitarbeiter eingeschätzt werden, ist für Unternehmen heute ebenso wichtig wie das, was sie verkaufen. „Glaubwürdige Informationen und Botschaften, die zeigen, wo das Unternehmen gesellschaftlich steht und welche Werte dieses lebt, sind für Unternehmen und damit auch für die Menschen das neue Gold.“(3). Bei 79% der Unternehmen sind die Grundwerte im Führungsstil verankert. Das gilt im Vergleich dazu nur bei 34% der weniger erfolgreichen Unternehmen (4).

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Alles beginnt aber bei den Führungskräften, die Leadership auch wahrnehmen. Höhere Komplexität bei einem geringer werdenden Maß an Struktur, weniger Planbarkeit und kürzere Reaktionszeiten: um in dieser Situation erfolgreich zu sein, braucht Leadership Vertrauen und einen glaubwürdigen Wertekanon, der durch eine klare Haltung auch zu politischen und gesellschaftlichen Themen untermauert wird. Vertrauen reduziert Komplexität und Glaubwürdigkeit bietet Orientierung. Dazu gehört Mut, denn es war jahrzehntelang in den Hierarchien nicht gefragt, Haltung zu zeigen und Stellung zu beziehen zu Themen die über die Grenzen des Arbeitsalltags hinausgehen.

Ihre Haltung dazu?

Uns interessiert Ihre Meinung: Wie ist das Klima in Ihrem Unternehmen? Glauben Sie, dass Leadership durch Werte und Haltung wirksamer und erfolgreicher ist?

 


Links zu Artikeln:

(1) t3n:  Diese Aufsichtsrätin verweigert Männerrunden: „Ohne Frauen, ohne uns“

(2) „Haltung bitte! Drei Viertel der Deutschen erwartet von Marken eine klare Positionierung“ über die HAVAS Studie in Absatzwirtschaft

(3) Ernst Primosch: Retten Unternehmen und Medien unsere Demokratie? In Horizont, 5. Februar 2019

(4) Wertekommission, Initiative wertebewusste Führung (2007), Wertegetriebene Unternehmen auf dem Vormarsch

XING Talk mit Regina Mehler: Frauen in Führung – wie Sie sich aus der Fleißfalle befreien können

Ein Blick in die Führungsetagen zeigt, Frauen sind deutlich unterrepräsentiert. Das wollen wir ändern: Regina Mehler hat die Women Speaker Foundation gegründet, um Frauen in die Sichtbarkeit zu bringen. Im XING Talk gibt sie Tipps, wie Sie die eigene Karriere angehen können.

„Wenn Sie gefragt werden, ob Sie ein Projekt annehmen wollen oder einen Vortrag halten möchten – zögern Sie nicht. Zeigen Sie Mut zur Lücke.“

Es geht um’s „Ja“ sagen und darum in die Verantwortung zu gehen. Regina Mehler macht Mut und inspiriert: Sie redet in diesem Xing-Talk mit vielen Beispielen aus ihrer eigenen Karriere und aus ihrer Erfahrung darüber, wie’s geht.

Wer ist Ihr Lieblingsschauspieler?

Da denkt man doch sofort an, hmm: Brad Pitt, Johnny Depp, Ryan Gossling, Nicholas Cage oder vielleicht auch an Benedict Cumberbatch? Bei dieser Frage fällt den meisten von uns jedenfalls nicht gleich der Begriff „generisches Maskulinum“ ein. Aber einigen schon, und die antworten dann vielleicht Emma Thompson, Kate Blanchett oder Tilda Swinton.

Denken wir also bei der Frage nach dem Lieblingsschauspieler gleich an Männer – oder auch an Frauen? Und wie ist das bei Ingenieuren, bei Software-Entwicklern oder auch bei Gründern? Werden Frauen gleich mitgedacht oder fühlen sich Frauen da nicht angesprochen? Wie fair ist unsere Sprache? Wie männlich sind männliche Berufsbezeichnungen?

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Kann Sprache überhaupt unfair sein?

Klar, dass wir darüber nachdenken, sehr intensiv sogar. Wir wollen nicht ausgrenzen, aber wir legen Wert auf Sprache und mögen keine unlesbaren, sperrigen Texte. Diese und andere gängige Vorurteile gegen gendergerechte Sprache sind in Studien1 aber widerlegt worden: Weibliche und männliche Leser*innen zeigten bei unterschiedlichen Fassungen derselben Texte

  • dieselbe Erinnerungsleistung
  • die Verständlichkeit der beiden Fassungen wird gleich bewertet
  • die Lesbarkeit wird gleich bewertet
  • nur die männlichen Teilnehmenden bewerteten die Variante mit dem generischen Maskulinum besser

Das gilt umso mehr, wenn wir an jüngere Absolvent*innen denken, die von der Uni ins Berufsleben kommen: An Hochschulen ist gendergerechte Sprache Pflicht – jedenfalls wesentlich mehr durchgesetzt als in Unternehmen. Deswegen reagieren sie anders auf den geläufigen Umgangston und wenden sich eher ab oder fühlen sich nicht gemeint. Das Gendersternchen ist für sie Standard, keine*r stolpert darüber – das Vorhandensein wird positiv bewertet, so ein Ergebnis von fairlanguage aus einer Untersuchung über die Wirkung von Texten in Stellenausschreibungen.

Unbenannt

„Paragraphs containing masculine generics were less well understood by and felt less relevant to (female) participants with a feminist stance (…)“2

In den „weiblichsten“ Stellenanzeigen werden Softwareentwickler*innen gesucht

Lady_BossStellenanzeigen werden heute insgesamt eher weiblicher formuliert3. Das mag daher rühren, dass in manchen Branchen und Berufen händeringend Bewerber*innen gesucht werden. Man weiß aber, dass Frauen sich auf Stellenanzeigen mit männlichen Sprachcodes eher nicht bewerben. Das hat dazu geführt, dass immer mehr Stellenanzeigen eher weiblich betextet werden. Begriffe wie durchsetzungsfähig, selbstbewusst, analytisch, aktiv oder unabhängig sprechen Frauen weniger an als Wörter wie verständnisvoll, freundlich, unterstützend oder gemeinsam. So werden heute in den „weiblichsten“ Stellenanzeigen Softwareentwickler*innen gesucht.

Aber liegt das ausschließlich am Bewerber*innen-Mangel? Oder geht es hier auch um den Generationswechsel und darum, dass in digitalisierten Unternehmen ein soziales Skillset erfolgreicher ist als ein dominanter Führungsstil?

„Fröhlichen Frauen wird kein Führungswille zugetraut – stolzen schon“

Bildschirmfoto 2019-10-29 um 10.36.01Unsere Bias halten sich tapfer – bei Männern und vor allem auch bei Frauen: Untersuchungen4 zeigen, dass Männer in Empfehlungsschreiben anders beschrieben werden als Frauen – auch von Frauen. Texte über Männer sind länger und genauer. Sie werden eher als genial, brillant und ideenreich bezeichnet (superb, outstanding, remarkable, exceptional), während Frauen eher in ihren Verhaltensweisen und in der Ausführung ihrer Tätigkeit beschrieben werden (sensitive, caring, kindly, friendly, maintaining relationships). Das spiegelt sich auch in den untersuchten Bewerbungsschreiben: Frauen beschreiben sich eher in einer Beziehungs- als in einer Handlungs-orientierten Weise (communal vs agentic). Stimmt’s? Werfen Sie mal einen Blick auf die eigenen Bewerbungen.

„Being fair means uncovering as many of the societal prejudices and biases that can pervade our selection systems. In short, words do matter. It’s time for women to stop being “nice,” and, it’s certainly time to stop describing them as such.”4

Aber es geht noch weiter – bis in die C-Suite: „Stereotype spielen (auch) bei der Auswahl von Spitzenpersonal im Unterbewusstsein eine entscheidende Rolle“, so Prof. Isabell Welpe5: „Vor allem fröhlich wirkenden Frauen wird wenig Führungswillen zugetraut. Umso größer ist die Wirkung, wenn sie Stolz zeigen.“

Es geht um die Sichtbarkeit von Werten und Haltung – um die DNA eines Unternehmens

Es tut sich was – aber der Weg ist noch weit. Sprache ist dabei ein Indikator für den Wandel, aber auch ein Treiber. Sie zeigt uns die eigenen Vorurteile. Je mehr wir uns mit Sprache auseinandersetzen und sensibel damit umgehen, desto mehr ist uns bewusst geworden, dass Sprache Handeln ist. Faire Sprache geht weit über Gendersternchen und Binnen-I oder das inzwischen allen vertraute m/w/d hinaus. Sie ist ein Statement – gerade auch für die Kultur eines Unternehmens – das Werte transportiert und sichtbar macht. Sprache trägt dazu bei, Potenzial in der Gesellschaft zu erschließen, sie fördert Diversität und eine inklusive Kultur – oder anders ausgedrückt:

„Gerechte Sprache allein schafft noch keine gerechte Welt. Aber indem wir sie verwenden, zeigen wir, dass wir eine gerechte Welt überhaupt wollen.“ Anatol Stepanowitsch, Sprachwissenschaftler

Viel Spaß beim “Gendern”!

Hebamme


Literatur

1 Aus Gründen der Verständlichkeit …“: Der Einfluss generisch maskuliner und alternativer Personenbezeichnungen auf die kognitive Verarbeitung von Texten:  Friederike Braun, Susanne Oelkers, Karin Rogalski, Janine Bosak, Sabine Sczesny

2 “Representation of the sexes in language”, MacKay (1980) zietiert in Stahlberg, Irmen, Braun, Szesny (2007)

3 Untersuchung von Stellenanzeigen des Portals Joblift 2018

4 „How We Describe Male and Female Job Applicants Differently“ ,(2018) Hebl, Nittrouer, Corrington, Madera in Harvard Business Review

5 Auswahl und Beurteilung von Führungskräften in Wissenschaft und Wirtschaft – wie unterscheiden sich Männer und Frauen?“, Prof. Isabell Welpe, Prof. Claudia Peus

War’s das schon? Share your Story!

#rolemodel

„Das Aufbauteam bestand aus zwei Frauen und fünf Männern – fast alle Studenten, so wie ich. Es gab da allerdings einen Unterschied: Wir Frauen wurden fürs Putzen und Aufräumen eingeteilt, während die Männer Vitrinen aufbauten, sie einrichteten und die Kunst an die Wände hängten. Das habe ich mir genau zwei Tage mitangesehen – nennen wir es Kulturschock. Dann habe ich mir von einem der Kollegen zeigen lassen, wie das geht mit den Vitrinen. Ich habe am folgenden Tag – entgegen meiner Anweisungen – eine Vitrine aufgebaut, eingerichtet und nach getaner Arbeit dem Projektleiter gezeigt. Der fand das Ergebnis ok. Ich teilte ihm mit, dass es mein Werk sei und dass ich genau diese Arbeit von nun an auch machen werde. Daraufhin wurden aufräumen und putzen auf alle verteilt. Bei der nächsten Ausstellung war das dann kein Thema mehr. Ich erfuhr später, dass ich überhaupt die erste Frau im Unternehmen war, die Bilder aufhängen „durfte“.

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Das ist eine von vielen kleinen Geschichten, die wir so oder ähnlich wahrscheinlich alle schon erlebt haben. Geschichten, in denen wir uns für uns selbst oder andere einsetzen, um Vorurteile oder Ungerechtigkeiten zu verändern. Wir wollen diese Geschichten sammeln, weil sie Mut machen und weil sie zeigen, wie wir alle immer wieder etwas verändern und den Wandel vorantreiben. Wir bewegen etwas – jeden Tag! „War’s das schon? Share your Story!“ weiterlesen

female.vision: „Don’t fix the Women- elevate the System.“

Annette von Wedel ist eine der Initiatorinnen von female.vision – einer Initiative, deren Ziele nach ärmelaufkrempeln und machen klingen. Es geht darum, Akteur*innen, die sich bereits für eine Transformation der (Arbeits-) Welt einsetzen oder einsetzen wollen, effizient zu vernetzten, um gemeinsam co-kreativ zu handeln und mit konkreten Ansatzpunkten notwendige Veränderungen anzustoßen. Der erste female.vision Summit wird am 15. und 16. November in Berlin stattfinden.

Frau von Wedel, was ist neu an female.vision?

Ich hatte es satt, mir die vielen Sonntagsreden anzuhören, die eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern fordern, in denen von Vielfalt gesprochen wird, die aber im Handeln die Einfalt befördern. Ich hatte es satt, mir das Lamentieren darüber anzuhören, dass Frauen sich nicht trauen, dass sie ermutigt werden müssen, oder auch, dass es noch mehr Maßnahmen und Programme braucht, um Frau endlich ausreichend zu qualifizieren. Es kann nicht länger sein, dass Frauen als irgendwie mangelbehaftete Wesen betrachtet werden: ein ewiger Reparaturfall, Sand im geschmeidigen Getriebe von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Da kann etwas nicht stimmen, deshalb habe ich Anfang diesen Jahres die Initiative female.vision ins Leben gerufen. female.vision hat das Ziel eine Vision zu entwickeln – für die Welt, in der wir leben, arbeiten und Kinder erziehen. Eine Vision, die aus weiblicher Perspektive die Systemfrage stellt und deshalb nicht nur Strukturen und Kulturen radikal hinterfragt, sondern vor allem auch die Rollenbilder und Geschlechterzuschreibungen. Ganz im Sinne von: „Don´t fix the women, fix the system“.

Warum sollten Frauen und Männer sich dafür engagieren?

Eine Vision, die aus weiblicher Perspektive die (Arbeits-) Welt der Zukunft beschreibt und eine Veränderung anstößt, wird zu einer (Arbeits-) Welt führen, die auch für Männer attraktiver ist, als das, was wir im Moment vorfinden. female.vision heißt, aufzuzeigen, was für Frauen und Männer und damit auch für Organisationen im Sinne von Potenzialentfaltung möglich wird – in welchen Arbeitsstrukturen und in welcher Arbeitskultur die Auflösung von bestehenden Rollen- und Geschlechterklischees und die damit verbundene Erweiterung des Handlungsspektrums nachhaltig gelingen kann. Deshalb sollten sich Frauen und Männer gemeinsam für female.vision engagieren!

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„female.vision: „Don’t fix the Women- elevate the System.““ weiterlesen

Ich misch‘ mich ein: Für mehr Frauen in der Politik

Bettina Praetorius hat gemeinsam mit sieben Mitstreiterinnen im Januar 2019 den Verein „Frauen aufs Podium“ gegründet – die Diplom-Politologin ist Vorstand des Vereins. „Frauen aufs Podium“ entwickelt Programme für eine praktische Unterstützung von Frauen in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst und Kultur. Im ersten Förderprogramm wird es ganz konkret: Es geht darum, Frauen zu unterstützen, die in der politischen Landschaft sichtbarer werden wollen und damit mehr Einfluss auf Kommunal- und Landesebene anstreben.

image003WOMEN SPEAKER FOUNDATION: Frau Praetorius, die ersten Seminare von „Frauen aufs Podium“ richten sich an Frauen, die sich in der Kommunal- und Landespolitik in Brandenburg engagieren. An wen richtet sich Ihr Angebot – muss man Politikerin sein, um davon zu profitieren? „Ich misch‘ mich ein: Für mehr Frauen in der Politik“ weiterlesen

„Reden? Sicher. Wirken!“

Mit ihrem Buch „Reden? Sicher. Wirken!“ hat Esther Schweizer ihre Erfahrungen als Schauspielerin, Rednerin und Beraterin so aufbereitet, dass jede*r sofort einsteigen und loslegen kann: Herausgekommen ist ein „Arbeitsbuch“ für alle, die ihren nächsten oder auch ihren ersten Vortrag planen. Es ist leicht verständlich und überaus humorvoll geschrieben. Die Gestaltung ist sehr übersichtlich, der rote Faden folgt der zeitlichen Abfolge von der Initialzündung über die Vorbereitung bis zu Nacharbeiten und Manöverkritik eines Auftritts. So wird es einfach, immer wieder Technik und Inspiration genau an dem Punkt zu finden, an dem man es gerade braucht. Vor allem aber macht dieses Buch Mut, nimmt Zweifel und Ängste: Es macht den Schritt in die Sichtbarkeit beherrschbar und (noch) erfolgreich(er).

Unser Interview ist zu einem richtigen White Paper geworden: Mit ausführlichen Tipps und Tricks für die Vorbereitung und gegen Lampenfieber.  „„Reden? Sicher. Wirken!““ weiterlesen

Abschied von Dr. Monique R. Siegel | 1939 – 2019

Sie war kontrovers, sie war fordernd und sie hat Klartext geredet: Dr. Monique R. Siegel hat uns und viele andere als Role Model inspiriert – mit ihrem Mut und ihrer Willenskraft. Sie hat Generationen von Frauen zu neuem Denken angeregt. In tiefer Trauer nehmen wir Abschied von einer Freundin.

Vive la Différence oder Diversity ist der bessere Manager

Siegel+Franken
mit Robert Franken

„Frauen werden nie wie Männer sein, es ist die Verschiedenheit, die zu neuen Lösungen führt.“ Angesichts der „größten Dichte und Gleichzeitigkeit von Problemen in der Geschichte der Menschheit“ ist also „nicht Gleichschaltung, sondern Anerkennung und Respekt gegenüber der Verschiedenartigkeit“ das Gebot der Zukunft. Monique Siegel forderte auch von den Frauen, in die Verantwortung zu gehen und ihre gute Ausbildung und die Tatsache, dass sie auf dem Arbeitsmarkt in einer starken Position sind, zu nutzen, um in der Wirtschaft etwas zu verändern: Es gibt keine Innovation ohne Diversity. „Abschied von Dr. Monique R. Siegel | 1939 – 2019“ weiterlesen