War’s das schon? Share your Story!

#rolemodel

„Das Aufbauteam bestand aus zwei Frauen und fünf Männern – fast alle Studenten, so wie ich. Es gab da allerdings einen Unterschied: Wir Frauen wurden fürs Putzen und Aufräumen eingeteilt, während die Männer Vitrinen aufbauten, sie einrichteten und die Kunst an die Wände hängten. Das habe ich mir genau zwei Tage mitangesehen – nennen wir es Kulturschock. Dann habe ich mir von einem der Kollegen zeigen lassen, wie das geht mit den Vitrinen. Ich habe am folgenden Tag – entgegen meiner Anweisungen – eine Vitrine aufgebaut, eingerichtet und nach getaner Arbeit dem Projektleiter gezeigt. Der fand das Ergebnis ok. Ich teilte ihm mit, dass es mein Werk sei und dass ich genau diese Arbeit von nun an auch machen werde. Daraufhin wurden aufräumen und putzen auf alle verteilt. Bei der nächsten Ausstellung war das dann kein Thema mehr. Ich erfuhr später, dass ich überhaupt die erste Frau im Unternehmen war, die Bilder aufhängen „durfte“.

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Das ist eine von vielen kleinen Geschichten, die wir so oder ähnlich wahrscheinlich alle schon erlebt haben. Geschichten, in denen wir uns für uns selbst oder andere einsetzen, um Vorurteile oder Ungerechtigkeiten zu verändern. Wir wollen diese Geschichten sammeln, weil sie Mut machen und weil sie zeigen, wie wir alle immer wieder etwas verändern und den Wandel vorantreiben. Wir bewegen etwas – jeden Tag!

#firstmover

Auch die Gründung der WOMEN SPEAKER FOUNDATION ist eine solche Geschichte. Regina Mehler fand sich immer wieder als einzige Frau auf der Bühne und auf Podien. Sie erlebte, was diese Sichtbarkeit für ihre Karriere und ihr Netzwerk bewirkte und fragte sich, warum andere Frauen diese Chance liegen lassen. „Wir finden keine Frauen, die zum Thema auf die Bühne gehen“, war die Ansage der Veranstalter. Die WOMEN SPEAKER FOUNDATION ist die erste Rednerinnen-Agentur in Europa. Heute haben wir über 600 Expertinnen in unserem Pool of Female Excellence und es gibt keine Ausreden mehr für All-male-panels.

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Genau das, was Regina Mehler damals auch gern gehabt hätte, bieten wir heute für alle, die in Führung gehen wollen: Präsentationstrainings, Webinare und Strategie-Beratung. In unseren Social Media Kanälen, im Blog und über unsere Webseite wirsinddiebewegung.de bauen wir die Community auf – für die maximale Awareness für unser Thema. Übers Match Making nutzen wir unsere Corporate-Kontakte um Frauen, die auf der Suche nach neuen Herausforderungen sind, mit Unternehmen zusammen zu bringen.

#wirsinddiebewegung

Wir sind uns sicher, dass Ihr alle kleine und große Geschichten kennt, von anderen oder aus eigener Erfahrung. Teilt diese Geschichten in der Community – sie sind es wert, erzählt zu werden, machen Mut und zeigen unser aller Engagement in allen Bereichen und auf allen Ebenen. Wir alle übernehmen auf diese Weise Verantwortung, verändern und gestalten die Welt – jeden Tag.

#yourstory

Brunette business woman working as a freelancer from a cafe in summer terrace. She drinks tea and use gadgets as laptop and tablet and phone for her work. Space for text. Top view from above

Seid ihr dabei? Dann erzählt eure Geschichte – hier im Blog als Kommentar oder in unseren Social Media Channels. Wer zum Zeitpunkt der Verlosung, am 4. Oktober, für unseren Newsletter angemeldet ist, nimmt automatisch an der Verlosung von 20 Büchern teil: „War’s das schon?“ von Monique Siegel. Falls ihr noch keine Abonnent*innen seid, könnt ihr das hier erledigen: zur Newsletter-Anmeldung

Wir freuen uns schon sehr und sind total gespannt auf eure Geschichte!

female.vision: „Don’t fix the Women- elevate the System.“

Annette von Wedel ist eine der Initiatorinnen von female.vision – einer Initiative, deren Ziele nach ärmelaufkrempeln und machen klingen. Es geht darum, Akteur*innen, die sich bereits für eine Transformation der (Arbeits-) Welt einsetzen oder einsetzen wollen, effizient zu vernetzten, um gemeinsam co-kreativ zu handeln und mit konkreten Ansatzpunkten notwendige Veränderungen anzustoßen. Der erste female.vision Summit wird am 15. und 16. November in Berlin stattfinden.

Frau von Wedel, was ist neu an female.vision?

Ich hatte es satt, mir die vielen Sonntagsreden anzuhören, die eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern fordern, in denen von Vielfalt gesprochen wird, die aber im Handeln die Einfalt befördern. Ich hatte es satt, mir das Lamentieren darüber anzuhören, dass Frauen sich nicht trauen, dass sie ermutigt werden müssen, oder auch, dass es noch mehr Maßnahmen und Programme braucht, um Frau endlich ausreichend zu qualifizieren. Es kann nicht länger sein, dass Frauen als irgendwie mangelbehaftete Wesen betrachtet werden: ein ewiger Reparaturfall, Sand im geschmeidigen Getriebe von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Da kann etwas nicht stimmen, deshalb habe ich Anfang diesen Jahres die Initiative female.vision ins Leben gerufen. female.vision hat das Ziel eine Vision zu entwickeln – für die Welt, in der wir leben, arbeiten und Kinder erziehen. Eine Vision, die aus weiblicher Perspektive die Systemfrage stellt und deshalb nicht nur Strukturen und Kulturen radikal hinterfragt, sondern vor allem auch die Rollenbilder und Geschlechterzuschreibungen. Ganz im Sinne von: „Don´t fix the women, fix the system“.

Warum sollten Frauen und Männer sich dafür engagieren?

Eine Vision, die aus weiblicher Perspektive die (Arbeits-) Welt der Zukunft beschreibt und eine Veränderung anstößt, wird zu einer (Arbeits-) Welt führen, die auch für Männer attraktiver ist, als das, was wir im Moment vorfinden. female.vision heißt, aufzuzeigen, was für Frauen und Männer und damit auch für Organisationen im Sinne von Potenzialentfaltung möglich wird – in welchen Arbeitsstrukturen und in welcher Arbeitskultur die Auflösung von bestehenden Rollen- und Geschlechterklischees und die damit verbundene Erweiterung des Handlungsspektrums nachhaltig gelingen kann. Deshalb sollten sich Frauen und Männer gemeinsam für female.vision engagieren!

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„female.vision: „Don’t fix the Women- elevate the System.““ weiterlesen

Ich misch‘ mich ein: Für mehr Frauen in der Politik

Bettina Praetorius hat gemeinsam mit sieben Mitstreiterinnen im Januar 2019 den Verein „Frauen aufs Podium“ gegründet – die Diplom-Politologin ist Vorstand des Vereins. „Frauen aufs Podium“ entwickelt Programme für eine praktische Unterstützung von Frauen in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst und Kultur. Im ersten Förderprogramm wird es ganz konkret: Es geht darum, Frauen zu unterstützen, die in der politischen Landschaft sichtbarer werden wollen und damit mehr Einfluss auf Kommunal- und Landesebene anstreben.

image003WOMEN SPEAKER FOUNDATION: Frau Praetorius, die ersten Seminare von „Frauen aufs Podium“ richten sich an Frauen, die sich in der Kommunal- und Landespolitik in Brandenburg engagieren. An wen richtet sich Ihr Angebot – muss man Politikerin sein, um davon zu profitieren? „Ich misch‘ mich ein: Für mehr Frauen in der Politik“ weiterlesen

„Reden? Sicher. Wirken!“

Mit ihrem Buch „Reden? Sicher. Wirken!“ hat Esther Schweizer ihre Erfahrungen als Schauspielerin, Rednerin und Beraterin so aufbereitet, dass jede*r sofort einsteigen und loslegen kann: Herausgekommen ist ein „Arbeitsbuch“ für alle, die ihren nächsten oder auch ihren ersten Vortrag planen. Es ist leicht verständlich und überaus humorvoll geschrieben. Die Gestaltung ist sehr übersichtlich, der rote Faden folgt der zeitlichen Abfolge von der Initialzündung über die Vorbereitung bis zu Nacharbeiten und Manöverkritik eines Auftritts. So wird es einfach, immer wieder Technik und Inspiration genau an dem Punkt zu finden, an dem man es gerade braucht. Vor allem aber macht dieses Buch Mut, nimmt Zweifel und Ängste: Es macht den Schritt in die Sichtbarkeit beherrschbar und (noch) erfolgreich(er).

Unser Interview ist zu einem richtigen White Paper geworden: Mit ausführlichen Tipps und Tricks für die Vorbereitung und gegen Lampenfieber.  „„Reden? Sicher. Wirken!““ weiterlesen

Abschied von Dr. Monique R. Siegel | 1939 – 2019

Sie war kontrovers, sie war fordernd und sie hat Klartext geredet: Dr. Monique R. Siegel hat uns und viele andere als Role Model inspiriert – mit ihrem Mut und ihrer Willenskraft. Sie hat Generationen von Frauen zu neuem Denken angeregt. In tiefer Trauer nehmen wir Abschied von einer Freundin.

Vive la Différence oder Diversity ist der bessere Manager

Siegel+Franken
mit Robert Franken

„Frauen werden nie wie Männer sein, es ist die Verschiedenheit, die zu neuen Lösungen führt.“ Angesichts der „größten Dichte und Gleichzeitigkeit von Problemen in der Geschichte der Menschheit“ ist also „nicht Gleichschaltung, sondern Anerkennung und Respekt gegenüber der Verschiedenartigkeit“ das Gebot der Zukunft. Monique Siegel forderte auch von den Frauen, in die Verantwortung zu gehen und ihre gute Ausbildung und die Tatsache, dass sie auf dem Arbeitsmarkt in einer starken Position sind, zu nutzen, um in der Wirtschaft etwas zu verändern: Es gibt keine Innovation ohne Diversity. „Abschied von Dr. Monique R. Siegel | 1939 – 2019“ weiterlesen

Art des Netzwerks ist entscheidend für die Karriere von Frauen

Eine Studie der University of Notre Dame und der Northwestern University hat den Zusammenhang zwischen dem Erfolg beim Berufseinstieg von Frauen in Führungspositionen mit der Struktur ihres Netzwerks untersucht. Spannendes Ergebnis: Frauen, die ein ähnliches Netzwerk hatten wie ihre männlichen Kommilitonen, kamen eher in niedrigere Positionen. Weibliche Führungskräfte mit einem ausgeprägtem inneren Kreis von hochrangigen Frauen auf Augenhöhe hatten mit Abstand den größeren beruflichen Erfolg: 75% der Absolventinnen, die sofort für hochrangige Positionen gecastet wurden, hatten starke Bindungen in einen weiblich dominierten „Inner Circle“. „Art des Netzwerks ist entscheidend für die Karriere von Frauen“ weiterlesen

Rednerinnen-Agentur – ganz ohne Sternchen*

Es gibt keinen Grund mehr dafür, dass Veranstaltungen – wie aus der Zeit gefallen – mit all-male Line-ups oder ebensolchen Panels ihr Publikum irritieren: Wir haben zu jedem Thema und für jedes Level eine weibliche Spitzen-Besetzung. Wir bekommen Anfragen von Event-Agenturen, Veranstaltern und Unternehmen zu allen aktuellen Themen und schlagen Rednerinnen aus unserem „Pool of Female Excellence“ vor. Die WOMEN SPEAKER FOUNDATION ist eine Rednerinnen-Agentur. Wir vermitteln Expertinnen auf die Bühne – gegen Vermittlungsprovision.

Falls Ihnen also ein solches „traditionelles“ Panel auffällt und Sie nicht selbst Ihre Verwunderung darüber mit den Veranstaltern teilen möchten, würden wir gern einspringen und auf die Vorteile von Diversity und das Potential weiblicher Perspektiven hinweisen: Wie gesagt, es gibt da keine Ausrede mehr á la „Wir würden ja gern, aber wir finden keine Frau, die zu diesem Thema auf die Bühne geht.“

Unsere „Hotline“. Wir freuen uns auf Ihre Mail!

Plan W Podcast mit Regina Mehler

Frauen auf die Podien und an die Micros!

Manels oder auch all-male-panels sind Wörter für die „Thomas-Monotonie“ im Line-up von Veranstaltungen auf denen Männer miteinander über den Zustand der Welt reden. Probates Gegenmittel ist die WOMEN SPEAKER FOUNDATION, „eine Künstleragentur für Wirtschaftsfrauen“ nennt uns Susanne Klingner im SZ-Podcast von Plan W.

Hier geht’s zum Plan W Podcast mit Regina Mehler: „Frauen auf die Podien und an die Mikros!“ 

 

Must-Read: „Kleine Philosophie der Macht für Female Leaders“

In diesem Essay, einem Must-read unserer Rednerin Dr. Rebekka Reinhard, geht es um Macht im Leadership-Kontext. Sie unterscheidet zwei Formen der Macht: Einen männlich-militärisch assoziierten Machtbegriff unter dem man ein Bündel autoritärer Maßnahmen versteht und einen, der sich problemlos mit weiblich konnotierten Normen und Tugenden verbindet. Dessen wortgeschichtliche Wurzel liegen im „magan“, machen und können. Dr. Rebekka Reinhard gibt eine „Anleitung zum Mächtigsein“.

„Macht“ ist ein eindrucksvolles Wort, das eine geheimnisvoll diffuse Aura verströmt. Es eignet sich daher hervorragend, jeglicher Diskussion darüber, was Führung in Unternehmen bedeutet und bedeuten sollte, Gewicht zu verleihen. Die grundsätzlich unreflektierte Rede von der Macht im leadership-Kontext gibt es in zwei unterschiedlichen Versionen.“, schreibt Dr. Reinhard im Intro zum Text.

Hier geht es zum Essay (8 Minuten Lesezeit)

Und hier zur Seite über ihr Buch: „Kleine Philosophie der Macht*
*nur für Frauen“

Mit Fakten gegen Floskeln

„Es gibt doch gar kein Problem.“ Doch, gibt es. 93% der Vorstände deutscher Börsenunternehmen sind Männer. Das „Anders-Problem“ in Schweden heißt in Deutschland „Thomas-Kreislauf“ und bezieht sich auf die Anzahl männlicher Vorstandsmitglieder allein dieses Vornamens, welche die Gesamtzahl aller Vorstandsfrauen im Land übertrifft. Die deutsche Quote für Aufsichtsrät*innen hält Sven Hagströmer, Gründer der schwedischen AllBright-Stiftung, für „Eine politische Symbolfrage ohne Breitenwirkung“. Denn in den Vorständen werden die Geschäfte gemacht und die Entscheidungen getroffen.

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Die AllBright-Stiftung versendet seit 2016 auch in Deutschland schwarze Umschläge an diejenigen börsennotierten Unternehmen, die keine Frau im Vorstand haben. Die weiße Liste der Unternehmen, die mindestens 40% Frauen im Vorstand haben, hatte bei 160 untersuchten Firmen 2018 genau drei Einträge. „Mit Fakten gegen Floskeln“ weiterlesen