12 Zukunftsweisende Macherinnen in Wirtschaft und Gesellschaft

Dies ist der sechste von 12 Blogbeiträgen über erfolgreiche und spannende Frauen in der deutschen „New Green Economy“. Freut Euch auf Insider-Beiträge über Gesellschafts- und Wirtschaftsthemen mit frischen Perspektiven von Frauen, die etwas bewegen. Die Blogserie „12 REMARKABLE WOMEN IN GREEN ECONOMY“ entsteht in Zusammenarbeit mit Ecopreneur und UnternehmensGrün.

Ursula Hudson #HowTo raise awareness about a more sustainable food system

Was mich täglich bewegt und umtreibt ist Wege zu finden, um die Art und Weise wie wir mit unserem Planeten und seinen Ressourcen umgehen, zukunftsfähiger zu machen und einen Systemwandel anzustoßen. Essen und Ernährung, Lebensmittelproduktion sind dabei Schlüsselaktivitäten, denn Essen müssen wir alle. 

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Ich möchte so viel wie möglich dazu beizutragen, Menschen für umfassend nachhaltige und zukunftsfähige Alternativen im Bereich Landwirtschaft, Fischereiwirtschaft und Lebensmittelproduktion zu sensibilisieren und die Wege zu den Alternativen zu einem Leben mit und aus einem industriellen Lebensmittelsystem aufzuzeigen. Dabei spielt der Genuss, das positive Erleben eine ganz wichtige Rolle. Dazu gehört es aber auch auf die Missstände des industriellen Lebensmittelsystems hinzuweisen.

In meiner Rolle als Vorsitzende von Slow Food Deutschland geht es mir dabei vor allem um Bewusstseinsbildung für den dringend notwendigen gesamtgesellschaftlichen Wandel hin zu Wertschätzung und Nachhaltigkeit, so dass nicht nur Verbraucher, sondern auch Betriebe, Lebensmittelhandwerker, Restaurants und ähnliche Unternehmen nachhaltiger handeln und wirtschaften können. Mein Anliegen ist es, sozial und ökologisch verträgliche Praktiken in die Breite zu tragen. Deshalb arbeiten wir schon jetzt mit mehreren Hundert kleinen und mittleren Unternehmen zusammen, die sich der Philosophie von Slow Food in ihrer täglichen Arbeit verbunden fühlen und die den Blick auf unsere gemeinsame Zukunft, statt nur auf gegenwärtigen Profit, gerichtet haben.

Durch Ernährungs- und Bewusstseinsbildung für Zukunftsfähigkeit im Bereich der Lebensmittelproduktion

800.02.6037_KiMesse2012_Stefan AbtmeyerBildung und Aufklärung sind die Schlüssel zu gesamtgesellschaftlicher Veränderung, vom Verbraucher über den Erzeuger bis hin zum Unternehmer. Deshalb lege ich einen großen Schwerpunkt darauf öffentlichkeitswirksame Arbeit zu betreiben und bei den ganz Kleinen so wie den ganz Großen anzusetzen und ein ganzheitliches Bewusstsein zu entwickeln für globale Ernährungszusammenhänge und das Zusammenspiel von Wirtschaft und Umwelt. Mit der Slow-Food-Bildungsarbeit, dem Aufzeigen zukunftsfähiger Alternativen im Bereich Produktion, Handel und Konsum, begeistern wir als Verein immer mehr Menschen. Durch unseren Austausch und unsere Zusammenarbeit in Netzwerken wird erfahrbar, dass vor allem im Bereich der Lebensmittelproduktion eine radikale Veränderung hin zu mehr ökologischer, sozialer, politischer, wirtschaftlicher und kultureller Nachhaltigkeit unausweichlich ist.

 

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Ich bin immer wieder beeindruckt, wie viel durch Aufklärungsarbeit zu erreichen und zu bewegen ist. Denn oft ist es schlicht fehlendes Wissen über sozial-ökologische Herausforderungen oder ein fehlendes bzw. zu unkritisches Bewusstsein über globale Ernährungszusammenhänge. Dabei fängt es beim individuellen Blick über den eigenen Tellerrand an. Deshalb mache ich mich für ein gesamtgesellschaftliches Umdenken stark und versuche  alle Akteure in diesem Feld mit einzubeziehen. Den Wandel schaffen wir nur gemeinsam. Der Wirtschaftssektor ist dabei natürlich ein ganz entscheidender. Er beeinflusst auf einer viel größeren Skala Umweltfaktoren, soziale Standards etc. als der einzelne Verbraucher. Trotzdem und umso mehr, kommt es auf jeden Einzelnen an. Als sogenannte KoProduzenten entscheiden die Verbraucher, was sie kaufen und damit auch, welche Arten von Produkten nachgefragt und produziert werden. Da liegt großes Potenzial für handwerklich und umfassend nachhaltig hergestellte Produkte. Deshalb sehe ich meine Aufgabe in puncto ethical and eco business development darin, beide Ebenen, die der Verbraucher und die der Unternehmer, miteinzubeziehen und zusammenzuführen. Es freut mich immer wieder, die verschiedenen Akteure entlang der Lebensmittelkette im Sinne einer Graswurzelbewegung zusammenzuführen und zu vernetzen. Die Mitglieder und Verbraucher unseres Netzwerkes lernen so die Unternehmen und gastronomische Betriebe in Ihrer Region kennen und für die Unternehmer eröffnen sich bestenfalls Möglichkeiten der Direktvermarktung. Wichtig ist mir neben der Nachhaltigkeitsbewegung vor allem auch die Stärkung regionaler Strukturen. Regionale Kreisläufe schaffen und unterstützen, dafür mache ich mich stark!

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Wichtig ist für mich, dass wir nicht vergessen, umstellungswillige und zukunftsweisende Unternehmen in ihrem Betreiben zu unterstützen und Ihnen durch lokale Anknüpfungspunkte Perspektiven, Netzwerke und Absatzmärkte zu eröffnen. Durch unsere enge Zusammenarbeit und Kooperation mit Unternehmen aus dem Bereich der Lebensmittelproduktion und -weiterverarbeitung sowie der Gastronomie, treibt Slow Food das Bewusstsein über sozial-ökologische Alternativen in der Branche voran und holt immer mehr Mitstreiter ins Boot, angefangen bei der Slow Food Chef Alliance Deutschland, den Gastronomen des Slow Food Deutschland Genussführers, den Erzeugern von Passagieren der Arche des Geschmacks, Lebensmittelhandwerker aus dem Terra-Madre-Netzwerk und unsere Slow-Food-Unterstützer. Sie alle haben sich auf den Weg gemacht, um den Nachhaltigkeitsgedanken Schritt für Schritt ganzheitlich umzusetzen.

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Wir begleiten Erzeuger und Betriebe auf Ihrem Weg der Qualitätssicherung

Indem wir bei Veranstaltungen wie der „Slow Food Messe – dem Markt des guten Geschmacks“ in Stuttgart jährlich hunderte von Erzeugern miteinbeziehen und deren Produkte unserer Qualitätsprüfung unterziehen, spornen wir immer mehr Erzeuger an, sich hinsichtlich der Produktqualität kontinuierlich zu verbessern und dabei auch sozial-ökologische Kriterien zu berücksichtigen. Wir stellen Leuchtturmprojekte vor, arbeiten Hand in Hand mit ihnen und durchlaufen einen gemeinsamen, fortwährenden Prozess. Dadurch entfaltet sich bei Erzeugern, Gastronomen und Lebensmittelhandwerkern ein immer größeres Bewusstsein über die Notwendigkeit und die Chancen zukunftsfähiger Praktiken für Mensch, Umwelt und auch für den eigenen Betrieb. Unser Ziel ist es dabei auch zu zeigen, warum sich Nachhaltigkeitsstrategien und die Slow-Food-Philosopie „gut, sauber und fair“ z.B. durch regionale Vermarktungsstrukturen und das eigene Netzwerk nicht nur für Mensch, Tier und Umwelt sondern auch wirtschaftlich rechnen.

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Meine Vision ist, dass möglichst viele Unternehmer verstehen, dass es möglich ist, wirtschaftlich und gleichzeitig nachhaltig zu arbeiten. Und meine Hoffnung liegt darin, dass irgendwann, wenn die Dringlichkeit eines nachhaltigen Ressourcen- und Ökosystemmanagements in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, auch die großen Megakonzerne dazu gezwungen werden auf Nachhaltigkeitsstrategien zu setzen. Denn: Wenn Politik und Lebensmittelindustrie nicht umsteuern, muss die Zivilgesellschaft es tun. Deshalb begeistere ich Erzeuger gut, sauber und fair zu werden und sich um die eigenen und ökologisch-sozialen Vorteile bewusst zu werden. Bei meiner Arbeit wird immer wieder deutlich, dass wir in einem stetigen Dialog mit unserem Gegenüber stehen müssen, denn Kriterienkataloge und der Leitbildprozess ist fortwährend, nicht stagnierend, sondern stets auf Optimierung hinsichtlich klimatischer, technischer und ökologischer Anpassung.


Profil Dr. Ursula Hudson

mg_2741-c-holger-riegel.jpgDr. Ursula Hudson, freie Autorin und Wissenschaftlerin, lehrte Interkulturelle Germanistik an den Universitäten Bayreuth, Cambridge und Oxford (UK). Sie ist Mitglied der Deutschen Akademie für Kulinaristik e.V. und seit Februar 2010 Mitglied des Vorstands von Slow Food Deutschland e.V. Seit Juni 2012 ist sie Vorsitzende des Vereins und Mitglied im Vorstand von Slow Food International.

Bild Credits: Holger Riedel

 

Unsere Blogserie entsteht in Zusammenrbeit mit:

Ecopreneur          UnternehmensGrün

 

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3 Fragen an …

… Patricia Franke

Expertin für Vertrieb, Motivation und Authentizität

Patricia Franke ist seit kurzem exklusive Rednerin der WOMEN SPEAKER FOUNDATION. Mit 3 kurzen Fragen, möchten wir Sie Ihnen gern ein wenig näher vorstellen:

WOMEN SPEAKER FOUNDATION: Wenn Sie eine Superheldin wären, was wäre Ihre Power?

Patricia Franke: Als Superheldin wäre meine Power anderen den Weg zu weisen – durch meine Super Power haben die Menschen einen klaren Einblick in sich selbst und für den Weg, den sie gehen. Sie bekommen durch meine Power eine Extra Portion Mut und werden zur zufriedensten Version Ihrer selbst. Eine Berührung würde genügen, um das Beste aus Ihnen herauszuholen.

WOMEN SPEAKER FOUNDATION: Wenn Sie eine App wären, was würden Sie können?

Patricia Franke: Wäre ich eine App, dann wäre ich eine Achtsamkeit App, die immer subtil daran erinnert mehr Achtsamkeit zu praktizieren, in jedem Moment.

WOMEN SPEAKER FOUNDATION: Welche vier Dinge nehmen Sie auf jede Reise mit?

Patricia Franke:

1. Notizbuch mit Stift – beim Reisen kommen mir immer die besten Ideen
2. Smartphone – der Zugang zu unendlichem Wissen in meiner Handfläche – auch ganz praktisch bei Boarding Pässen und von der Audible App einmal ganz abgesehen, die einem jeden noch so langen Transfer mit inspirierenden Talks versüßt.
3. Pashmina – wärmt, wenn er wärmen muss, schützt, wenn er schützen muss und sieht dabei immer dekorativ aus – keine Reise ohne.
4. Wasserflasche aus Glas, die man überall mit Wasser und manchmal auch Weinschorle auffüllen kann.

Präsentationsthemen von Patricia Franke sind zum Beispiel:

  • Authentizität im digitalen Zeitalter
  • Back to the roots – klassisches Verkaufen und warum das heute nicht mehr funktioniert
  • Erfolgsfaktor Authentizität – warum Ehrlichkeit & Transparenz im digitalen Zeitalter immer wichtiger werden
  • Inspire to buy – durch Authentizität zum Verkaufserfolg und zu starken Kundenbeziehungen
  • The Art of Empowerment – die Kunst, andere zu motivieren und für sich zu gewinnen

Hier finden Sie das Expertinnen-Profil von Frau Franke.

 

Interview mit Christian Muche

FEMALE EXPERTS WANTED:
Frauen geht auf die DMEXCO!

Die Digitalisierung ist Treiber des Wandels. Die dmexco ist das zukunftsorientierte, zentrale Branchenereignis der Digitalisierung in der Vermarktungswelt und damit natürlich ein ganz besonderer Kooperationpartner für uns. Die WOMEN SPEAKER FOUNDATION geht strategisch auf einzelne Branchen zu, schmiedet Kooperationen und bietet gebündelt Expertise an. Das sind Branchen mit besonderem Innovations-Potential. Die Dynamik in diesen Märkten bedeutet gleichzeitig ein großes Interesse an Innovational Leadership und damit auch für Chancengleichheit auf Führungsebene.

Im Interview: Christian Muche, Co-Founder & Director Business Development, Strategy & International der dmexco.

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WOMEN SPEAKER FOUNDATION: Guten Tag, Herr Muche! Was ist das Erfolgsrezept der dmexco: Was ist an Ihrem Event anders? Warum ist die dmexco ein so großer Erfolg, während alle anderen rückgängige Besucherzahlen haben? „Interview mit Christian Muche“ weiterlesen

12 zukunftsweisende Macherinnen in Wirtschaft und Gesellschaft

Dies ist der fünfte von 12 Blogbeiträgen über erfolgreiche und spannende Frauen in der deutschen „New Green Economy“. Freut Euch auf Insider-Beiträge über Gesellschafts- und Wirtschaftsthemen mit frischen Perspektiven von Frauen, die etwas bewegen. Die Blogserie „12 REMARKABLE WOMEN IN GREEN ECONOMY“ entsteht in Zusammenarbeit mit Ecopreneur und UnternehmensGrün.

Andrea Bury #HowTo make it fashionable to care

Ich glaube, dass wir mit Design und interkulturellem Austausch die Welt positiv verändern können. ABURY steht genau für diese Brückenbildung zwischen Nachhaltigkeit und Exklusivität bzw. Ethik und Luxus. Aber auch für die Brückenbildung zwischen Tradition und Innovation, zwischen Ost und West. Ich möchte zeigen, dass Nachhaltigkeit Spass macht und bunt ist und wir durch kulturelle Vielfalt unser Leben bereichern. Stil, Qualität und Moral schließen sich nicht aus. Vielmehr liegt die Magie in der Kombination. Die Geschichte hinter jedem handgemachten Produkt berührt unser Herz. Jede Naht und jede Falte erzählt ihre eigene Geschichte, spiegelt die Leidenschaft eines Handwerkers wider, und trägt eine eigene Seele.

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Ich bin nicht gerade als nachhaltige Aktivistin geboren. Ich bin als Kind zu McDonald’s und auch zu H&M gegangen, fand Plastiktüten praktisch und hatte ab 18 ein eigenes Auto. Dann wurde Wirtschaftswissenschaften studiert und ich bin im Marketing gelandet. Beginnend mit Al Gore’s Vortrag Anfang der 2000er, habe ich mich mit dem Thema Nachhaltigkeit intensiver beschäftigt. Aber erst als ich 2007 nach Marrakesch zog und direkt mit Situationen konfrontiert wurde, und Menschen, die mir ans Herz gewachsen sind, ungerecht behandelt fand, begann ich, wirklich aktiv zu werden und nicht nur zu reden. „12 zukunftsweisende Macherinnen in Wirtschaft und Gesellschaft“ weiterlesen

12 zukunftsweisende Macherinnen in Wirtschaft und Gesellschaft

Dies ist der vierte von 12 Blogbeiträgen über erfolgreiche und spannende Frauen in der deutschen „New Green Economy“. Freut Euch auf Insider-Beiträge über Gesellschafts- und Wirtschaftsthemen mit frischen Perspektiven von Frauen, die etwas bewegen. Die Blogserie „12 REMARKABLE WOMEN IN GREEN ECONOMY“ entsteht in Zusammenarbeit mit Ecopreneur und UnternehmensGrün.

Antje von Dewitz: #HowTo do business for a better world

Ich wollte schon immer etwas bewegen und die Welt ein Stück besser und lebenswerter machen. Als ich 2009 die Firmenführung des schon damals umweltfreundlich orientierten Bergsport-Ausrüsters VAUDE von meinem Vater übernommen habe, hatte ich die Vision eines durch und durch transparenten, fairen und umweltfreundlichen Unternehmens. Ich wollte zeigen, dass sich Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit nicht ausschließen. Viel mehr sogar: Dass sich beides ergänzt und zu einer stimmigen und erfolgreichen Firmenphilosophie werden kann.

Tatsächlich ist der Weg zu einem konsequent nachhaltigen Unternehmen lang und bringt immer neuen Hürden mit sich, die es zu meistern gilt. Anfangs hatten wir 65 Produzenten und ca. 200 Materiallieferanten, von denen viele zum Thema Nachhaltigkeit kaum Bezug hatten. Folglich fehlte auch die Motivation, Prozesse umweltverträglicher zu gestalten. Da standen wir mit unseren ambitionierten Zielen wie beispielsweise dem Aufbau einer ökologischen und fairen Lieferkette immer wieder vor Bergen, die auf den ersten Blick nicht machbar erschienen. Die Herausforderungen schienen nahezu unlösbar, sodass es am einfachsten gewesen wäre zu sagen: „Das geht sowieso nicht, lassen wir es beim Alten.“S17_L1Q6207m_VAUDE_Attenberger_r

Ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie

Auch firmenintern war die Skepsis erst mal groß. Richtig erfolgreich sind wir mit der Vision daher erst seitdem wir auch die Mitarbeiter von der Vision begeistern und überzeugen konnten. Denn solch komplexe Herausforderungen wie in der Lieferkette stemmt man nur, wenn der Glaube bei den Mitarbeitern fest verankert ist, dass das Unternehmen den nachhaltigen Weg wirklich ernst meint und er zum Erfolg führt. Erst dann sind der Wille und die Energie da, Lösungen tatsächlich zu entwickeln. Aus meiner Sicht war es daher am wichtigsten, das Vertrauen der Mitarbeiter zu gewinnen. „12 zukunftsweisende Macherinnen in Wirtschaft und Gesellschaft“ weiterlesen

12 zukunftsweisende Macherinnen in Wirtschaft und Gesellschaft

Dies ist der dritte von 12 Blogbeiträgen von und über erfolgreiche und spannende Frauen in der deutschen „New Green Economy“. Freut Euch auf Insider-Beiträge über Gesellschafts- und Wirtschaftsthemen mit frischen Perspektiven von Frauen, die etwas bewegen. Die Blogserie „12 REMARKABLE WOMEN IN GREEN ECONOMY“ entsteht in Zusammenarbeit mit Ecopreneur und UnternehmensGrün.

Martina Merz: #HowTo Design Eco Business 

„Meine Hauptaufgabe als Designerin und Beraterin für nachhaltige Unternehmen sehe ich im Ermutigen der Macher, im Herausschälen und Gestalten von Alleinstellungsmerkmalen und Markenbotschaften. Kommunikation und Design sind wirksame Hebel, Menschen zu nachhaltigerem (Konsum)-Verhalten zu bewegen. In Studien erforschen wir die genauen Wirkmechanismen von Design, um sie dann für unsere Kunden und deren Markendesign lustvoll einzusetzen. Das macht Social- und Ecopreneurs noch erfolgreicher und erhöht deutlich die Wirksamkeit für Nachhaltigkeit. Und: Macht Veränderung viel schöner!“

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  • Ein erfolgreiches EcoBusiness ist modern, effektiv, sieht gut aus und macht Spaß.
  • Ein erfolgreiches EcoBusiness betrachtet seine Entwicklung von unterschiedlichsten Blickwinkeln, denn es braucht beide Seiten: Funktionieren im Marktsystem und die Begeisterung des Konsumenten.
  • Gründer eines erfolgreichen EcoBusiness bringen Kompetenz, Professionalität und ein hohes Qualitätsverständnis mit. Sie wachsen interdisziplinär, Trend-, Markt- und Kunden-orientiert. Gleichzeitig bleiben sie ihren Werten und ihrer Mission selbstbewusst treu.

Was bedeutet es für Dich, EcoBusinesses erfolgreich zu machen?

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Packaging Workshop FH Augsburg

Ich liebe Menschen, die wirklich die Welt verändern. Engagierte Macher, Pioniere der ersten Stunde der Biobewegung, Startups, Socialentrepreneurs. Viele Pioniere (alte wie junge!) sind innovative Visionäre, suchen neue Wege. Sie handeln ohne Risikobewusstsein, machen einfach – und schaffen en passant neue Märkte. Aber dann kommen die Nachfolger, oft Marketingprofis, die weitaus konventioneller, professioneller und vor allem am Umsatz orientiert sind, und sammeln die Ernte ein. Dabei haben die Pioniere oft viel bessere und authentische Stories! Die kehren sie aber unter den Teppich, weil das Produkt für sich selber sprechen soll und sie nicht mit PR manipulieren wollen.

 

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Das gemeinsame Ziel: Mehr Awareness für tolle Frauen

Morgen findet der PANDA Automotive Contest in Regensburg statt. Im Gespräch mit Regina Mehler und der PANDA Co-Gründerin Isabelle Hoyer geht es um ihre Kooperation für das gemeinsame Ziel, Frauen in die Sichtbarkeit zu bringen. Der PANDA-Tag bietet Frauen die Möglichkeit, ihre Führungsqualitäten in verschiedenen Gruppen-Situationen zu erproben. Der persönliche Mehrwert ist vielfältig: Networking, Erfahrungsaustausch, Peer-Feedback. Zugang zum PANDA-Netzwerk und die Chance auf Prämierung, Kontakte zu Unternehmen und Jobs.

 

Die WOMEN SPEAKER FOUNDATION und PANDA kooperieren bei vielen Veranstaltungen – wie kam es dazu?

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Isabelle Hoyer, Co-Gründerin von PANDA

ISABELLE HOYER: Wir kennen uns seit dem ersten PANDA Event. Ich bin auf Dich zugekommen, weil ich Dir vorstellen wollte, was wir mit PANDA planen, und um mit Dir zu überlegen, wie wir kooperieren könnten. Das war 2013 im Vorfeld der Veranstaltung im September. Wir haben ein Thema und ein Ziel und haben andere Akteure und Verbündete gesucht, gezielt Kontakte geknüpft und angestoßen. Die WOMEN SPEAKER FOUNDATION war mit dem Thema schon bekannt. Wir waren da sozusagen die Newbies.

REGINA MEHLER: Uns beiden war sehr klar, dass für Frauen vor allem das Awareness-Thema wichtig ist. Wir hatten gerade die Generalprobe als Format entwickelt und ich habe es auf dem PANDA-Event in einem Workshop vorgestellt – das kam bei den Teilnehmerinnen sehr gut an.

Was ist die Idee hinter Eurer Kooperation?

REGINA MEHLER: Gemeinsam können wir einfach mehr bewegen: Wir wollen ja nicht nur einfach Business aufbauen, wir wollen wirklich ein gutes Teil dazu beitragen, dass sich etwas verändert. Da muss es maximale Synergien geben. Was wir beide wollen mit der Kooperation, ist Dinge neu denken. Wenn wir etwas tun – so schätze ich uns beide ein – dann wollen wir es aktiv leben und mit neuen Ideen bestücken.

PandaISABELLE HOYER: Wir haben immer kooperiert. Regina ist seit vielen Jahren zum Beispiel Prämien-Sponsor von PANDA: Die GENERALPROBE ist ein tolles Format für uns und wir können dazu beitragen, das Format noch bekannter zu machen. Regina war im ersten Jahr auch als Speaker dabei und ich hatte einen Workshop auf dem Innovation Summit. Wir wollen unter dem Aspekt der Awareness, der Sichtbarkeit für tolle Frauen, gemeinsam noch mehr herausholen.

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12 zukunftsweisende Macherinnen in Wirtschaft und Gesellschaft

Dies ist der zweite von 12 Blogbeiträgen von und über erfolgreiche und spannende Frauen in der deutschen „New Green Economy“. Freut Euch auf Insider-Beiträge über Gesellschafts- und Wirtschaftsthemen mit frischen Perspektiven von Frauen, die etwas bewegen. Die Blogserie „12 REMARKABLE WOMEN IN GREEN ECONOMY“ entsteht in Zusammenarbeit mit Ecopreneur und UnternehmensGrün.

Alyssa Jade McDonald-Bärtl: #HowTo Bring positive impact to work 

„Ich bin überzeugt, dass es möglich ist, gleichzeitig pro-Mensch und pro-Business zu sein. Diese beiden Ideen schließen sich nicht gegenseitig aus – im Gegenteil.“ Alyssa Jade McDonald-Bärtl ist Social Entrepreneur. Ihr Ziel ist es Standards für Ernährungssouveränität und Agrarökologie zu beeinflussen. Sie ist Gründerin von BLYSS GmbH, einem Unternehmen, das den Anbau, die Zertifizierung und den Handel von natürlichem Kakao mit Lebensmittelindustrien fördert. Dabei steht BLYSS GmbH in Kooperation mit über 1000 landwirtschaftlichen Familienbetrieben in Ecuador, den Philippinen und Papua Neuguinea.

Pro-People UND Pro-Business

Aus meiner Arbeit in ethischen Green-Business-Verbänden und aus meiner eigenen sozialen Unternehmenserfahrung weiß ich, dass wir die Aspekte „pro-Mensch“ und „pro-Business“ nicht getrennt betrachten dürfen. Unser Anliegen ist es, eine positive soziale Wirkung zu erzielen, indem wir die Werkzeuge, die uns zur Verfügung stehen, für ein Projekt oder eine Unternehmung nutzen, um dann alle gemeinsam voranzubringen, ohne der Erde Schaden zuzufügen.

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Ich habe festgestellt, dass ich den Aufbau und das Management unserer Projekte strukturell anpassen musste, weil der gewöhnliche Standard-Kapitalismus nicht meinen ethischen Vorstellungen oder den Zielsetzungen unserer Projekte entsprach. Es dauerte eine Weile, herauszuarbeiten, was ich tatsächlich erreichen wollte und auf welche Weise. Ich habe dabei Lebenstandards und Lebensweise als KPIs (Key Performance Indicator) bei der Umsetzung unserer Projekte berücksichtigt. Dies beinhaltete beispielsweise die Unterstützung der Bildung für Kinder durch recycelte Laptops mit vorinstallierten Lehrprogrammen, oder, dass die Frauen der Kakao-Familien lernten, Dünger herzustellen, damit sie zum Haushaltseinkommen beitragen und gleichberechtigte Partner in der Gemeinschaft werden konnten.  „12 zukunftsweisende Macherinnen in Wirtschaft und Gesellschaft“ weiterlesen

„Frauen bringen Skills mit, von denen Männer nur träumen können“

Die Wirtschaftsethikerin und ThinkTank-Gründerin Monique R. Siegel kämpft für die Karrierechancen von Frauen. Ein Gespräch über Frauen in der Wirtschaft, falsche Ansätze – und zu viel Gleichheit.

Das vollständige Interview finden Sie online im Handelsblatt.

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Monique R. Siegel:
„Es geht nicht mehr nur um die einzelne Karriere einer Frau, es ist eine volkswirtschaftliche Angelegenheit.“
(Foto: Privat)

Mehr über Dr. Siegel erfahren Sie hier.

12 zukunftsweisende Macherinnen in Wirtschaft und Gesellschaft

Dies ist der erste von 12 Blogbeiträgen von und über erfolgreiche und spannende Frauen in der deutschen „New Green Economy“. Freut Euch auf Insider-Beiträge über Gesellschafts- und Wirtschaftsthemen mit frischen Perspektiven von Frauen, die etwas bewegen. Die Blogserie „12 REMARKABLE WOMEN IN GREEN ECONOMY“ entsteht in Zusammenarbeit mit Ecopreneur und UnternehmensGrün.

Dr. Katharina Reuter: #HowTo politics

 „Wir machen politische Lobbyarbeit – wenn ich diesen Satz ausspreche, zucken die Leute oft zusammen. Pfui, Lobbyarbeit.“, sagt Katharina Reuter. Kann es überhaupt Lobbyarbeit für das Gute geben? Bei wikiHow gibt es Anleitungen für „Wie werde ich erfolgreiche Politikerin“ oder „Wie werde ich Lobbyistin“. Aber was muss frau eigentlich können, um erfolgreich Politik für die Green Economy zu machen? Dieser Blogbeitrag von Katharina Reuter mixt ihre persönlichen Erfahrungen mit den Eigenschaften des ökologisch orientierten Unternehmensverbandes UnternehmensGrün, der seit 1992 für eine nachhaltige Wirtschaftspolitik kämpft.

Hallo, hier spricht die unternehmerische Wirklichkeit!

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Jahreskonferenz: Essen & Trinken ist politisch

„Wir sind die politische Stimme der nachhaltigen Wirtschaft“ – das geht schon besser. Um diesen Satz mit Leben zu füllen, kommt es auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit echten Unternehmen an. Die Unternehmerinnen und Unternehmer wissen, was sie wollen und was sie brauchen. Sie sind pragmatisch. Zupackend.  Es geht darum, mit diesen Menschen gemeinsam zu erarbeiten, was sich in der Politik ändern muss. Gemeinsam mit den grünen Pionier-Unternehmen, die mit ihren Ideen zu einer Zeit auf Nachhaltigkeit gesetzt haben, als das Thema nicht omnipräsent und sexy war, sondern ein knochenharter Job, der viel Energie und vor allem viel Überzeugungskraft brauchte. Gemeinsam mit den jungen Macherinnen und Machern, bei denen die ökologische und soziale Nachhaltigkeit Teil ihrer DNA und ihrer Gründungen ist. Die Politikerinnen und Politiker schätzen genau das: Kein bullshit, kein blabla – sondern unternehmerisch unterfütterte Vorschläge aus der Wirklichkeit.
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