Ich misch‘ mich ein: Für mehr Frauen in der Politik

Bettina Praetorius hat gemeinsam mit sieben Mitstreiterinnen im Januar 2019 den Verein „Frauen aufs Podium“ gegründet – die Diplom-Politologin ist Vorstand des Vereins. „Frauen aufs Podium“ entwickelt Programme für eine praktische Unterstützung von Frauen in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst und Kultur. Im ersten Förderprogramm wird es ganz konkret: Es geht darum, Frauen zu unterstützen, die in der politischen Landschaft sichtbarer werden wollen und damit mehr Einfluss auf Kommunal- und Landesebene anstreben.

image003WOMEN SPEAKER FOUNDATION: Frau Praetorius, die ersten Seminare von „Frauen aufs Podium“ richten sich an Frauen, die sich in der Kommunal- und Landespolitik in Brandenburg engagieren. An wen richtet sich Ihr Angebot – muss man Politikerin sein, um davon zu profitieren? „Ich misch‘ mich ein: Für mehr Frauen in der Politik“ weiterlesen

„Reden? Sicher. Wirken!“

Mit ihrem Buch „Reden? Sicher. Wirken!“ hat Esther Schweizer ihre Erfahrungen als Schauspielerin, Rednerin und Beraterin so aufbereitet, dass jede*r sofort einsteigen und loslegen kann: Herausgekommen ist ein „Arbeitsbuch“ für alle, die ihren nächsten oder auch ihren ersten Vortrag planen. Es ist leicht verständlich und überaus humorvoll geschrieben. Die Gestaltung ist sehr übersichtlich, der rote Faden folgt der zeitlichen Abfolge von der Initialzündung über die Vorbereitung bis zu Nacharbeiten und Manöverkritik eines Auftritts. So wird es einfach, immer wieder Technik und Inspiration genau an dem Punkt zu finden, an dem man es gerade braucht. Vor allem aber macht dieses Buch Mut, nimmt Zweifel und Ängste: Es macht den Schritt in die Sichtbarkeit beherrschbar und (noch) erfolgreich(er).

Unser Interview ist zu einem richtigen White Paper geworden: Mit ausführlichen Tipps und Tricks für die Vorbereitung und gegen Lampenfieber.  „„Reden? Sicher. Wirken!““ weiterlesen

Abschied von Dr. Monique R. Siegel | 1939 – 2019

Sie war kontrovers, sie war fordernd und sie hat Klartext geredet: Dr. Monique R. Siegel hat uns und viele andere als Role Model inspiriert – mit ihrem Mut und ihrer Willenskraft. Sie hat Generationen von Frauen zu neuem Denken angeregt. In tiefer Trauer nehmen wir Abschied von einer Freundin.

Vive la Différence oder Diversity ist der bessere Manager

Siegel+Franken
mit Robert Franken

„Frauen werden nie wie Männer sein, es ist die Verschiedenheit, die zu neuen Lösungen führt.“ Angesichts der „größten Dichte und Gleichzeitigkeit von Problemen in der Geschichte der Menschheit“ ist also „nicht Gleichschaltung, sondern Anerkennung und Respekt gegenüber der Verschiedenartigkeit“ das Gebot der Zukunft. Monique Siegel forderte auch von den Frauen, in die Verantwortung zu gehen und ihre gute Ausbildung und die Tatsache, dass sie auf dem Arbeitsmarkt in einer starken Position sind, zu nutzen, um in der Wirtschaft etwas zu verändern: Es gibt keine Innovation ohne Diversity. „Abschied von Dr. Monique R. Siegel | 1939 – 2019“ weiterlesen

Art des Netzwerks ist entscheidend für die Karriere von Frauen

Eine Studie der University of Notre Dame und der Northwestern University hat den Zusammenhang zwischen dem Erfolg beim Berufseinstieg von Frauen in Führungspositionen mit der Struktur ihres Netzwerks untersucht. Spannendes Ergebnis: Frauen, die ein ähnliches Netzwerk hatten wie ihre männlichen Kommilitonen, kamen eher in niedrigere Positionen. Weibliche Führungskräfte mit einem ausgeprägtem inneren Kreis von hochrangigen Frauen auf Augenhöhe hatten mit Abstand den größeren beruflichen Erfolg: 75% der Absolventinnen, die sofort für hochrangige Positionen gecastet wurden, hatten starke Bindungen in einen weiblich dominierten „Inner Circle“. „Art des Netzwerks ist entscheidend für die Karriere von Frauen“ weiterlesen

Rednerinnen-Agentur – ganz ohne Sternchen*

Es gibt keinen Grund mehr dafür, dass Veranstaltungen – wie aus der Zeit gefallen – mit all-male Line-ups oder ebensolchen Panels ihr Publikum irritieren: Wir haben zu jedem Thema und für jedes Level eine weibliche Spitzen-Besetzung. Wir bekommen Anfragen von Event-Agenturen, Veranstaltern und Unternehmen zu allen aktuellen Themen und schlagen Rednerinnen aus unserem „Pool of Female Excellence“ vor. Die WOMEN SPEAKER FOUNDATION ist eine Rednerinnen-Agentur. Wir vermitteln Expertinnen auf die Bühne – gegen Vermittlungsprovision.

Falls Ihnen also ein solches „traditionelles“ Panel auffällt und Sie nicht selbst Ihre Verwunderung darüber mit den Veranstaltern teilen möchten, würden wir gern einspringen und auf die Vorteile von Diversity und das Potential weiblicher Perspektiven hinweisen: Wie gesagt, es gibt da keine Ausrede mehr á la „Wir würden ja gern, aber wir finden keine Frau, die zu diesem Thema auf die Bühne geht.“

Unsere „Hotline“. Wir freuen uns auf Ihre Mail!

Plan W Podcast mit Regina Mehler

Frauen auf die Podien und an die Micros!

Manels oder auch all-male-panels sind Wörter für die „Thomas-Monotonie“ im Line-up von Veranstaltungen auf denen Männer miteinander über den Zustand der Welt reden. Probates Gegenmittel ist die WOMEN SPEAKER FOUNDATION, „eine Künstleragentur für Wirtschaftsfrauen“ nennt uns Susanne Klingner im SZ-Podcast von Plan W.

Hier geht’s zum Plan W Podcast mit Regina Mehler: „Frauen auf die Podien und an die Mikros!“ 

 

Must-Read: „Kleine Philosophie der Macht für Female Leaders“

In diesem Essay, einem Must-read unserer Rednerin Dr. Rebekka Reinhard, geht es um Macht im Leadership-Kontext. Sie unterscheidet zwei Formen der Macht: Einen männlich-militärisch assoziierten Machtbegriff unter dem man ein Bündel autoritärer Maßnahmen versteht und einen, der sich problemlos mit weiblich konnotierten Normen und Tugenden verbindet. Dessen wortgeschichtliche Wurzel liegen im „magan“, machen und können. Dr. Rebekka Reinhard gibt eine „Anleitung zum Mächtigsein“.

„Macht“ ist ein eindrucksvolles Wort, das eine geheimnisvoll diffuse Aura verströmt. Es eignet sich daher hervorragend, jeglicher Diskussion darüber, was Führung in Unternehmen bedeutet und bedeuten sollte, Gewicht zu verleihen. Die grundsätzlich unreflektierte Rede von der Macht im leadership-Kontext gibt es in zwei unterschiedlichen Versionen.“, schreibt Dr. Reinhard im Intro zum Text.

Hier geht es zum Essay (8 Minuten Lesezeit)

Und hier zur Seite über ihr Buch: „Kleine Philosophie der Macht*
*nur für Frauen“

Mit Fakten gegen Floskeln

„Es gibt doch gar kein Problem.“ Doch, gibt es. 93% der Vorstände deutscher Börsenunternehmen sind Männer. Das „Anders-Problem“ in Schweden heißt in Deutschland „Thomas-Kreislauf“ und bezieht sich auf die Anzahl männlicher Vorstandsmitglieder allein dieses Vornamens, welche die Gesamtzahl aller Vorstandsfrauen im Land übertrifft. Die deutsche Quote für Aufsichtsrät*innen hält Sven Hagströmer, Gründer der schwedischen AllBright-Stiftung, für „Eine politische Symbolfrage ohne Breitenwirkung“. Denn in den Vorständen werden die Geschäfte gemacht und die Entscheidungen getroffen.

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Die AllBright-Stiftung versendet seit 2016 auch in Deutschland schwarze Umschläge an diejenigen börsennotierten Unternehmen, die keine Frau im Vorstand haben. Die weiße Liste der Unternehmen, die mindestens 40% Frauen im Vorstand haben, hatte bei 160 untersuchten Firmen 2018 genau drei Einträge. „Mit Fakten gegen Floskeln“ weiterlesen

Brutal Mental

Unsere Rednerin Daniela Dihsmaier hat ihr Buch „Brutal Mental – Mentale Stärke ist mehr als nur Siegerdenken“ veröffentlicht. Als Spitzensportlerin und Unternehmerin überträgt sie ihre Erfahrungen und Learnings aus dem Leistungssport in den Business-Alltag. Im Interview spricht sie auch darüber, wie ihre persönliche Geschichte ihre Haltung und ihre Arbeit geprägt haben. 

WOMEN SPEAKER FOUNDATION: „BRUTAL MENTAL – Mentale Stärke ist mehr als nur Siegerdenken“ ist der Titel Ihres neuen Buches. Warum „BRUTAL“, was meinen Sie damit? 

Daniela Dihsmaier: Brutal Mental – mir ist bewusst, dass dieser Titel sehr hart klingt. Aber das ist absichtlich so gesetzt: Wenn du etwas ändern willst in deinem Leben, dann musst du deine Komfortzone verlassen. Und ich wollte mich von Esoterik Ratgebern  absetzen. Es gibt bei echten Herausforderungen keinen hürdenlosen, leichten Weg. Positives Denken reicht eben nicht. Ich muss mich vielmehr darauf vorbereiten, dass mein Ziel mich fordern wird.

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„Brutal Mental“ weiterlesen

KI – was hat das mit Corporate Leadership zu tun?

Wir starten eine Serie zum Thema Künstliche Intelligenz – nein, eigentlich sind wir schon mittendrin. Es geht darum, unterschiedliche Aspekte, Entwicklungen und Positionen darzustellen. Künstliche Intelligenz wird unser Leben bestimmen – immer mehr: Wir brauchen als Gesellschaft dazu nicht weniger als ein kollektives Narrativ. Dazu wollen wir in dieser Serie mit Sichtweisen von Expertinnen beitragen.

Der Winter ist vorbei, gemeint ist der sogenannte KI-Winter. Aber was hat das mit Corporate Leadership zu tun? Einiges. Mit Winter ist wohl der Winterschlaf gemeint, der seit einigen Jahren beendet ist, weil die Entwicklung der grundsätzlichen Algorithmen nun durch Daten befeuert wird und KI-Anwendungen rasant an Beweglichkeit und Relevanz zulegen. Denn wir alle sind inzwischen Datenproduzenten. Hinzu kommen die Daten aus der Industrie 4.0, in der bestenfalls alle Objekte, ja ganze Produktionsanlagen vernetzt sind und permanent in ihren virtuellen Abbildern Daten generieren – im „Digital Flow“ mit allen anderen Unternehmensdaten.

Weil wir’s können – Werte auf dem Prüfstand

Stellen Sie sich vor, jeder von knapp 250.000 Mitarbeitern in einem Unternehmen hat eine App, mit der er permanent alle anderen, Kollegen, Mitarbeiter und Chefs, bewerten muss. Dafür stehen 100 Kategorien zur Verfügung – ständiges Feedback und Kritik. Diese App ist mit dem Vergütungssystem verbunden: Aus Rating wird Ranking und das wiederum steuert Hire-and-Fire. „KI – was hat das mit Corporate Leadership zu tun?“ weiterlesen