12 zukunftsweisende Macherinnen in Wirtschaft und Gesellschaft

Dies ist der zehnte von 12 Blogbeiträgen über erfolgreiche und spannende Frauen in der deutschen „New Green Economy“. Freut Euch auf Insider-Beiträge über Gesellschafts- und Wirtschaftsthemen mit frischen Perspektiven von Frauen, die etwas bewegen. Die Blogserie „12 REMARKABLE WOMEN IN GREEN ECONOMY“ ist ein Kooperationsprojekt von WOMEN SPEAKER FOUNDATION, Ecopreneur und UnternehmensGrün.

Leni Nebel: #HowTo raise awareness on the importance of empowerment of people in connection with ending hunger and poverty

Visionen realisieren, Entschlossenheit generieren, Unternehmergeist initiieren, selbstverantwortliches Handeln stärken, Führungskompetenzen ausbilden – das sind nicht unbedingt Aktivitäten, die wir mit Menschen assoziieren, die in extremer Armut leben und unter chronischem Hunger leiden. Und doch ist es genau das, worum es uns in der globalen Initiative Das Hunger Projekt e.V. in unserer Arbeit mit 20 Millionen Menschen in 18.000 Dörfern in zwölf Entwicklungsländern geht.

Wenn wir von Hunger sprechen, denken wir an Katastrophen, Krisen, Dürren etc. Jedoch sterben 92% der Hungertoten aufgrund der Folge von chronischem Hunger, Mangel- und Fehlernährung! 8.200 Kinder unter fünf Jahren sterben täglich daran, ca. 815 Millionen Menschen weltweit leider darunter, obwohl die Weltgemeinschaft ausreichend Lebensmittel produziert. Deshalb liegt mir daran einen effektiven und erprobten Ansatz zu den Themen Ernährungssicherung, Überwindung von Armut und somit Vorbeugung von Fluchtursachen einem breiten Publikum nahezubringen. Das ist mein Mandat als Landesdirektorin der global arbeitenden Bewegung Das Hunger Projekt e.V. und auch für mich als Frau.

Uganda, Wakiso, Epizentrum Namayumba, Schulklasse
Das Alphabet im Chor für mich in einem Klassenzimmer, Epizentrum Namayumba, Bezirk Wakiso, Uganda

Eigenständigkeit und Gemeinschaft entwickeln

Die Förderung der Eigenständigkeit der betroffenen Menschen und die Verbesserung ihres politischen und sozialen Umfeldes ist unser Hauptanliegen. Die Menschen spielen dabei eine Schlüsselrolle für die Identifizierung, Planung und – ganz besonders – die Umsetzung nachhaltiger Projekte. Wir glauben an die Kreativität, Fähigkeiten, Ressourcen und Entscheidungskraft der Menschen vor Ort, wir wollen diese stärken und ihnen so die Grundlage geben, ihr Leben wieder selbst zu gestalten. Auf meinen Reisen erlebe ich immer wieder, dass in den Frauen und Männern die Kraft steckt, Veränderungen zu bewirken.

Arbeit in ländlichen Regionen

Wir arbeiten nur in ländlichen Regionen und nur mit Einheimischen, ein Fokus liegt auf der Geschlechtergerechtigkeit. D.h. wenn Frauen befähigt werden, ihr Recht auf Mitsprache in Anspruch zu nehmen, hat das immer direkte Auswirkungen auf die positive Entwicklung ihrer Familie und der gesamten Dorfgemeinschaft.

Ausgebildete, lokale Entwicklungstrainerinnen und -trainer motivieren die Dorfbevölkerung, selbst aktiv zu werden. Die von vielen Rückschlägen und lang währender Abhängigkeit geprägte, resignierte Grundeinstellung der Menschen wandelt sich hin zu Selbstverstrauen und Führungsstärke. Seit 2008 haben über 890.000 Menschen an unseren Leadership Workshops teilgenommen.

Der Schlüssel: Frauen stärken

Die Stärkung von Frauen ist eine Grundvoraussetzung zur Überwindung von Hunger und Armut, denn Frauen sind der Schlüssel für nachhaltige Entwicklung. Seit 2008 haben über 354.000 Frauen an speziellen Leadership Workshops für Frauen teilgenommen.

Indien, Madhya Pradesh, KrankenstationMeine zweite Reise nach Madhya Pradesh, Indien 2014 – die Krankenstation

Bis dato wurden allein in Indien über 175.000 Frauen in Führungsworkshops geschult und in ihrem Mandat als Panchayat-Mitglied (vergleichbar mit dem Gemeinderat) über fünf Jahre begleitet. Sie treffen maßgebliche Entscheidungen zur Entwicklung ihrer Dörfer u.a. zu den Themen Bildung, Vermeidung von Kinderehen, Abschaffung der Mitgiftpraxis, Gesundheitsförderung u.v.m.

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Der Stolz der Dorffrauen: Ein gesicherter Kindergarten mit stabilem Dach und trockenem Boden, Madhya Pradesh, Indien 2014

Die Strategie: „Epizentren“ aufbauen

In Afrika werden Menschen über die sog. Epizentren-Strategie in ihrem Entwicklungsprozess begleitet. In 121 dieser, von den Dorfbewohnern selbst errichteten, Gemeinschaftseinrichtungen erreichen wir 1,7 Millionen Menschen in 2.000 Dorfgemeinschaften. Etwa 10.000 bis 15.000 Menschen benachbarter Dörfer bilden einen Verbund, in dem ein Gemeinschaftsgebäude (Epizentrum) als dynamischer Mittelpunkt errichtet, verwaltet und weiterentwickelt wird. Das Zentrum dient der Sicherung der Grundbedürfnisse und ermöglicht selbständige Initiativen zur Verbesserung der Lebenssituation. Bereits 22 dieser Zentren haben ihre wirtschaftliche Eigenständigkeit erreicht, d.h. 327.000 Menschen (155.000 Frauen und 172.000 Männer) haben eine sichere Zukunft für sich und ihre Familien aufgebaut.

Kyempo Epizentrum in Ghana
Kyempo Epizentrum in Ghana

Die Reisen, insbesondere nach Indien, haben meine Lebenseinstellung neu geprägt. Die zahlreichen Gespräche mit den Menschen vor Ort, deren Lebensfreude und Zuversicht trotz widrigster Lebensumstände, haben meinen Blick auf das Leben verändert. Diese Erlebnisse sind die größten Geschenke in meinem Leben. Mein Beruf ist zu meiner Herzensangelegenheit geworden.


Profil Leni Nebel

München, 23.9.2010 / Foto: Robert Haas Leni Rieppel

Leni Nebel leitet seit 2011 das deutsche Büro der globalen Bewegung „Das Hunger Projekt – The Hunger Project“ als Landesdirektorin. In den Jahren 2012 und 2013 war sie Vertreterin der Bewegung beim Menschenrechtsrat der UN in Genf.

Geboren im oberen Isartal in Bayern in eine Geigenbauerfamilie, ist sie seit 35 Jahren selbständig als internationale Event Managerin tätig, davon 23 Jahre als Protokoll Beraterin für die Europäische Bank in London. Sie war viele Jahre für die Betreuung von Ehrengästen bei internationalen Kultur- und Sportveranstaltungen tätig. Heute begrenzt sich ihre Tätigkeit im Eventbereich auf Deutschland.

Die Neugierde auf andere Kulturen war schon sehr früh vorhanden und resultierte in vielen Reisen. Sie hat in Paris, zehn Jahre in London und sieben Jahre in Schottland gelebt. Sie glaubt nicht an Zufälle, das Leben hat ihr immer wieder unerwartet und ungeplant Türen geöffnet. So auch 2004 zur Initiative „Das Hunger Projekt – The Hunger Project“, wo sie begann sich als Aktivistin zu engagieren. Wieder war es die Neugierde, die sie veranlasste an einer Reise in den Bundesstaat Durango in Nordmexiko teilzunehmen, um die Arbeit vor Ort kennen zu lernen. Diese Reise hat ihr Leben verändert. Die Konfrontation mit chronischem Hunger, die Auswirkungen auf die Menschen und zugleich ihre Hoffnung und ihre Kraft zu erleben, hat sie tief bewegt und beeindruckt. 


Diese Serie entsteht in Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern:
Ecopreneur     und     UnternehmensGrün

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12 zukunftsweisende Macherinnen in Wirtschaft und Gesellschaft

Dies ist der neunte von 12 Blogbeiträgen von und über erfolgreiche und spannende Frauen in der deutschen „New Green Economy“. Freut Euch auf Insider-Beiträge über Gesellschafts- und Wirtschaftsthemen mit frischen Perspektiven von Frauen, die etwas bewegen. Die Blogserie „12 REMARKABLE WOMEN IN GREEN ECONOMY“ ist ein Kooperationsprojekt von Women Speaker Foundation, Ecopreneur und UnternehmensGrün.

Sabine Nallinger #Howto lead as a woman in a man’s world

“Seit ich denken kann, bin ich in Männerdomänen tätig: Als Verkehrs- und Stadtplanerin, als erste weibliche Kandidatin für das Amt der Münchner Oberbürgermeisterin (die Stadt wird seit 850 Jahren von Männern regiert) und jetzt in der Klimapolitik und in der Wirtschaft. Immer hat mich die Überzeugung angetrieben, dass wir so wichtige Bereiche, die unser aller Leben beeinflussen, nicht allein Männern überlassen dürfen. Dieser Wille, mitzureden, mitzugestalten – egal, ob es unser Leben in den Städten, unsere Regierung und Demokratie oder unsere Wirtschaft betrifft – treibt mich an.“ „12 zukunftsweisende Macherinnen in Wirtschaft und Gesellschaft“ weiterlesen

12 zukunftsweisende Macherinnen in Wirtschaft und Gesellschaft

Dies ist der achte von 12 Blogbeiträgen von und über erfolgreiche und spannende Frauen in der deutschen „New Green Economy“. Freut Euch auf Insider-Beiträge über Gesellschafts- und Wirtschaftsthemen mit frischen Perspektiven von Frauen, die etwas bewegen. Die Blogserie „12 REMARKABLE WOMEN IN GREEN ECONOMY“ ist ein Kooperationsprojekt von Women Speaker Foundation, Ecopreneur und UnternehmensGrün.

Tina Teucher: #HowTo Wow The Future

“Die Welt geht unter”, schreit es aus allen Kanälen. Dabei gibt es heute schon so viele geniale Ideen, Projekte und Lösungen für ein lebenswertes Morgen! Diese Ermutiger mache ich bekannt, bringe sie in Unternehmen und Organisationen, in die Köpfe und Herzen von Entscheidern.

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DRAMA, BABY!

Angst kann verändern. Wie kam es sonst zur Energiewende in Deutschland? Klar, es gab Pioniere, die Erneuerbare Energien und effiziente Technologien zu ihrem Business Modell gemacht haben. Es gab Klimakonferenzen. Es gab einen schwankenden Ölpreis. Aber die wahre Wende brachte die Atomkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011. Der Schock saß tief, die deutsche Bundesregierung beschloss den Ausstieg aus der Kernenergie. Zuvor hatte die „German Angst“ beim Reaktorunglück von Tschernobyl 1986 der grünen Bewegung den Weg geebnet. „12 zukunftsweisende Macherinnen in Wirtschaft und Gesellschaft“ weiterlesen

12 Zukunftsweisende Macherinnen in Wirtschaft und Gesellschaft

Dies ist der siebte von 12 Blogbeiträgen über erfolgreiche und spannende Frauen in der deutschen „New Green Economy“. Freut Euch auf Insider-Beiträge über Gesellschafts- und Wirtschaftsthemen mit frischen Perspektiven von Frauen, die etwas bewegen. Die Blogserie „12 REMARKABLE WOMEN IN GREEN ECONOMY“ entsteht in Zusammenarbeit mit Ecopreneur und UnternehmensGrün.

Muhterem Aras #HowTo invest sustainably and ecologically

Es ist mir schon immer ein Anliegen, dass Ökologie und Ökonomie Hand in Hand gehen. Unternehmen und Politik müssen ökologisch und nachhaltig wirtschaften, um auch den kommenden Generationen eine intakte Welt zu hinterlassen. Dafür will ich mich einsetzen und wurde deshalb mit meinem Steuerberatungsbüro Mitglied bei UnternehmensGrün. Seit 2015 bin ich  im Vorstand des Bundesverbands.

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12 Zukunftsweisende Macherinnen in Wirtschaft und Gesellschaft

Dies ist der sechste von 12 Blogbeiträgen über erfolgreiche und spannende Frauen in der deutschen „New Green Economy“. Freut Euch auf Insider-Beiträge über Gesellschafts- und Wirtschaftsthemen mit frischen Perspektiven von Frauen, die etwas bewegen. Die Blogserie „12 REMARKABLE WOMEN IN GREEN ECONOMY“ entsteht in Zusammenarbeit mit Ecopreneur und UnternehmensGrün.

Ursula Hudson #HowTo raise awareness about a more sustainable food system

Was mich täglich bewegt und umtreibt, ist Wege zu finden, um die Art und Weise, wie wir mit unserem Planeten und seinen Ressourcen umgehen, zukunftsfähiger zu machen und einen Systemwandel anzustoßen. Essen und Ernährung, Lebensmittelproduktion sind dabei Schlüsselaktivitäten, denn Essen müssen wir alle. 

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Ich möchte so viel wie möglich dazu beizutragen, Menschen für umfassend nachhaltige und zukunftsfähige Alternativen im Bereich Landwirtschaft, Fischereiwirtschaft und Lebensmittelproduktion zu sensibilisieren und die Wege zu den Alternativen zu einem Leben mit und aus einem industriellen Lebensmittelsystem aufzuzeigen. Dabei spielt der Genuss, das positive Erleben eine ganz wichtige Rolle. Dazu gehört es aber auch auf die Missstände des industriellen Lebensmittelsystems hinzuweisen. „12 Zukunftsweisende Macherinnen in Wirtschaft und Gesellschaft“ weiterlesen

12 zukunftsweisende Macherinnen in Wirtschaft und Gesellschaft

Dies ist der fünfte von 12 Blogbeiträgen über erfolgreiche und spannende Frauen in der deutschen „New Green Economy“. Freut Euch auf Insider-Beiträge über Gesellschafts- und Wirtschaftsthemen mit frischen Perspektiven von Frauen, die etwas bewegen. Die Blogserie „12 REMARKABLE WOMEN IN GREEN ECONOMY“ entsteht in Zusammenarbeit mit Ecopreneur und UnternehmensGrün.

Andrea Bury #HowTo make it fashionable to care

Ich glaube, dass wir mit Design und interkulturellem Austausch die Welt positiv verändern können. ABURY steht genau für diese Brückenbildung zwischen Nachhaltigkeit und Exklusivität bzw. Ethik und Luxus. Aber auch für die Brückenbildung zwischen Tradition und Innovation, zwischen Ost und West. Ich möchte zeigen, dass Nachhaltigkeit Spass macht und bunt ist und wir durch kulturelle Vielfalt unser Leben bereichern. Stil, Qualität und Moral schließen sich nicht aus. Vielmehr liegt die Magie in der Kombination. Die Geschichte hinter jedem handgemachten Produkt berührt unser Herz. Jede Naht und jede Falte erzählt ihre eigene Geschichte, spiegelt die Leidenschaft eines Handwerkers wider, und trägt eine eigene Seele.

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Ich bin nicht gerade als nachhaltige Aktivistin geboren. Ich bin als Kind zu McDonald’s und auch zu H&M gegangen, fand Plastiktüten praktisch und hatte ab 18 ein eigenes Auto. Dann wurde Wirtschaftswissenschaften studiert und ich bin im Marketing gelandet. Beginnend mit Al Gore’s Vortrag Anfang der 2000er, habe ich mich mit dem Thema Nachhaltigkeit intensiver beschäftigt. Aber erst als ich 2007 nach Marrakesch zog und direkt mit Situationen konfrontiert wurde, und Menschen, die mir ans Herz gewachsen sind, ungerecht behandelt fand, begann ich, wirklich aktiv zu werden und nicht nur zu reden. „12 zukunftsweisende Macherinnen in Wirtschaft und Gesellschaft“ weiterlesen

12 zukunftsweisende Macherinnen in Wirtschaft und Gesellschaft

Dies ist der vierte von 12 Blogbeiträgen über erfolgreiche und spannende Frauen in der deutschen „New Green Economy“. Freut Euch auf Insider-Beiträge über Gesellschafts- und Wirtschaftsthemen mit frischen Perspektiven von Frauen, die etwas bewegen. Die Blogserie „12 REMARKABLE WOMEN IN GREEN ECONOMY“ entsteht in Zusammenarbeit mit Ecopreneur und UnternehmensGrün.

Antje von Dewitz: #HowTo do business for a better world

Ich wollte schon immer etwas bewegen und die Welt ein Stück besser und lebenswerter machen. Als ich 2009 die Firmenführung des schon damals umweltfreundlich orientierten Bergsport-Ausrüsters VAUDE von meinem Vater übernommen habe, hatte ich die Vision eines durch und durch transparenten, fairen und umweltfreundlichen Unternehmens. Ich wollte zeigen, dass sich Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit nicht ausschließen. Viel mehr sogar: Dass sich beides ergänzt und zu einer stimmigen und erfolgreichen Firmenphilosophie werden kann.

Tatsächlich ist der Weg zu einem konsequent nachhaltigen Unternehmen lang und bringt immer neuen Hürden mit sich, die es zu meistern gilt. Anfangs hatten wir 65 Produzenten und ca. 200 Materiallieferanten, von denen viele zum Thema Nachhaltigkeit kaum Bezug hatten. Folglich fehlte auch die Motivation, Prozesse umweltverträglicher zu gestalten. Da standen wir mit unseren ambitionierten Zielen wie beispielsweise dem Aufbau einer ökologischen und fairen Lieferkette immer wieder vor Bergen, die auf den ersten Blick nicht machbar erschienen. Die Herausforderungen schienen nahezu unlösbar, sodass es am einfachsten gewesen wäre zu sagen: „Das geht sowieso nicht, lassen wir es beim Alten.“S17_L1Q6207m_VAUDE_Attenberger_r

Ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie

Auch firmenintern war die Skepsis erst mal groß. Richtig erfolgreich sind wir mit der Vision daher erst seitdem wir auch die Mitarbeiter von der Vision begeistern und überzeugen konnten. Denn solch komplexe Herausforderungen wie in der Lieferkette stemmt man nur, wenn der Glaube bei den Mitarbeitern fest verankert ist, dass das Unternehmen den nachhaltigen Weg wirklich ernst meint und er zum Erfolg führt. Erst dann sind der Wille und die Energie da, Lösungen tatsächlich zu entwickeln. Aus meiner Sicht war es daher am wichtigsten, das Vertrauen der Mitarbeiter zu gewinnen. „12 zukunftsweisende Macherinnen in Wirtschaft und Gesellschaft“ weiterlesen

12 zukunftsweisende Macherinnen in Wirtschaft und Gesellschaft

Dies ist der dritte von 12 Blogbeiträgen von und über erfolgreiche und spannende Frauen in der deutschen „New Green Economy“. Freut Euch auf Insider-Beiträge über Gesellschafts- und Wirtschaftsthemen mit frischen Perspektiven von Frauen, die etwas bewegen. Die Blogserie „12 REMARKABLE WOMEN IN GREEN ECONOMY“ entsteht in Zusammenarbeit mit Ecopreneur und UnternehmensGrün.

Martina Merz: #HowTo Design Eco Business 

„Meine Hauptaufgabe als Designerin und Beraterin für nachhaltige Unternehmen sehe ich im Ermutigen der Macher, im Herausschälen und Gestalten von Alleinstellungsmerkmalen und Markenbotschaften. Kommunikation und Design sind wirksame Hebel, Menschen zu nachhaltigerem (Konsum)-Verhalten zu bewegen. In Studien erforschen wir die genauen Wirkmechanismen von Design, um sie dann für unsere Kunden und deren Markendesign lustvoll einzusetzen. Das macht Social- und Ecopreneurs noch erfolgreicher und erhöht deutlich die Wirksamkeit für Nachhaltigkeit. Und: Macht Veränderung viel schöner!“

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  • Ein erfolgreiches EcoBusiness ist modern, effektiv, sieht gut aus und macht Spaß.
  • Ein erfolgreiches EcoBusiness betrachtet seine Entwicklung von unterschiedlichsten Blickwinkeln, denn es braucht beide Seiten: Funktionieren im Marktsystem und die Begeisterung des Konsumenten.
  • Gründer eines erfolgreichen EcoBusiness bringen Kompetenz, Professionalität und ein hohes Qualitätsverständnis mit. Sie wachsen interdisziplinär, Trend-, Markt- und Kunden-orientiert. Gleichzeitig bleiben sie ihren Werten und ihrer Mission selbstbewusst treu.

Was bedeutet es für Dich, EcoBusinesses erfolgreich zu machen?

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Packaging Workshop FH Augsburg

Ich liebe Menschen, die wirklich die Welt verändern. Engagierte Macher, Pioniere der ersten Stunde der Biobewegung, Startups, Socialentrepreneurs. Viele Pioniere (alte wie junge!) sind innovative Visionäre, suchen neue Wege. Sie handeln ohne Risikobewusstsein, machen einfach – und schaffen en passant neue Märkte. Aber dann kommen die Nachfolger, oft Marketingprofis, die weitaus konventioneller, professioneller und vor allem am Umsatz orientiert sind, und sammeln die Ernte ein. Dabei haben die Pioniere oft viel bessere und authentische Stories! Die kehren sie aber unter den Teppich, weil das Produkt für sich selber sprechen soll und sie nicht mit PR manipulieren wollen.

 

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12 zukunftsweisende Macherinnen in Wirtschaft und Gesellschaft

Dies ist der zweite von 12 Blogbeiträgen von und über erfolgreiche und spannende Frauen in der deutschen „New Green Economy“. Freut Euch auf Insider-Beiträge über Gesellschafts- und Wirtschaftsthemen mit frischen Perspektiven von Frauen, die etwas bewegen. Die Blogserie „12 REMARKABLE WOMEN IN GREEN ECONOMY“ entsteht in Zusammenarbeit mit Ecopreneur und UnternehmensGrün.

Alyssa Jade McDonald-Bärtl: #HowTo Bring positive impact to work 

„Ich bin überzeugt, dass es möglich ist, gleichzeitig pro-Mensch und pro-Business zu sein. Diese beiden Ideen schließen sich nicht gegenseitig aus – im Gegenteil.“ Alyssa Jade McDonald-Bärtl ist Social Entrepreneur. Ihr Ziel ist es Standards für Ernährungssouveränität und Agrarökologie zu beeinflussen. Sie ist Gründerin von BLYSS GmbH, einem Unternehmen, das den Anbau, die Zertifizierung und den Handel von natürlichem Kakao mit Lebensmittelindustrien fördert. Dabei steht BLYSS GmbH in Kooperation mit über 1000 landwirtschaftlichen Familienbetrieben in Ecuador, den Philippinen und Papua Neuguinea.

Pro-People UND Pro-Business

Aus meiner Arbeit in ethischen Green-Business-Verbänden und aus meiner eigenen sozialen Unternehmenserfahrung weiß ich, dass wir die Aspekte „pro-Mensch“ und „pro-Business“ nicht getrennt betrachten dürfen. Unser Anliegen ist es, eine positive soziale Wirkung zu erzielen, indem wir die Werkzeuge, die uns zur Verfügung stehen, für ein Projekt oder eine Unternehmung nutzen, um dann alle gemeinsam voranzubringen, ohne der Erde Schaden zuzufügen.

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Ich habe festgestellt, dass ich den Aufbau und das Management unserer Projekte strukturell anpassen musste, weil der gewöhnliche Standard-Kapitalismus nicht meinen ethischen Vorstellungen oder den Zielsetzungen unserer Projekte entsprach. Es dauerte eine Weile, herauszuarbeiten, was ich tatsächlich erreichen wollte und auf welche Weise. Ich habe dabei Lebenstandards und Lebensweise als KPIs (Key Performance Indicator) bei der Umsetzung unserer Projekte berücksichtigt. Dies beinhaltete beispielsweise die Unterstützung der Bildung für Kinder durch recycelte Laptops mit vorinstallierten Lehrprogrammen, oder, dass die Frauen der Kakao-Familien lernten, Dünger herzustellen, damit sie zum Haushaltseinkommen beitragen und gleichberechtigte Partner in der Gemeinschaft werden konnten.  „12 zukunftsweisende Macherinnen in Wirtschaft und Gesellschaft“ weiterlesen

12 zukunftsweisende Macherinnen in Wirtschaft und Gesellschaft

Dies ist der erste von 12 Blogbeiträgen von und über erfolgreiche und spannende Frauen in der deutschen „New Green Economy“. Freut Euch auf Insider-Beiträge über Gesellschafts- und Wirtschaftsthemen mit frischen Perspektiven von Frauen, die etwas bewegen. Die Blogserie „12 REMARKABLE WOMEN IN GREEN ECONOMY“ entsteht in Zusammenarbeit mit Ecopreneur und UnternehmensGrün.

Dr. Katharina Reuter: #HowTo politics

 „Wir machen politische Lobbyarbeit – wenn ich diesen Satz ausspreche, zucken die Leute oft zusammen. Pfui, Lobbyarbeit.“, sagt Katharina Reuter. Kann es überhaupt Lobbyarbeit für das Gute geben? Bei wikiHow gibt es Anleitungen für „Wie werde ich erfolgreiche Politikerin“ oder „Wie werde ich Lobbyistin“. Aber was muss frau eigentlich können, um erfolgreich Politik für die Green Economy zu machen? Dieser Blogbeitrag von Katharina Reuter mixt ihre persönlichen Erfahrungen mit den Eigenschaften des ökologisch orientierten Unternehmensverbandes UnternehmensGrün, der seit 1992 für eine nachhaltige Wirtschaftspolitik kämpft.

Hallo, hier spricht die unternehmerische Wirklichkeit!

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Jahreskonferenz: Essen & Trinken ist politisch

„Wir sind die politische Stimme der nachhaltigen Wirtschaft“ – das geht schon besser. Um diesen Satz mit Leben zu füllen, kommt es auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit echten Unternehmen an. Die Unternehmerinnen und Unternehmer wissen, was sie wollen und was sie brauchen. Sie sind pragmatisch. Zupackend.  Es geht darum, mit diesen Menschen gemeinsam zu erarbeiten, was sich in der Politik ändern muss. Gemeinsam mit den grünen Pionier-Unternehmen, die mit ihren Ideen zu einer Zeit auf Nachhaltigkeit gesetzt haben, als das Thema nicht omnipräsent und sexy war, sondern ein knochenharter Job, der viel Energie und vor allem viel Überzeugungskraft brauchte. Gemeinsam mit den jungen Macherinnen und Machern, bei denen die ökologische und soziale Nachhaltigkeit Teil ihrer DNA und ihrer Gründungen ist. Die Politikerinnen und Politiker schätzen genau das: Kein bullshit, kein blabla – sondern unternehmerisch unterfütterte Vorschläge aus der Wirklichkeit.
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