12 zukunftsweisende Macherinnen in Wirtschaft und Gesellschaft

Dies ist der zwölfte von 12 Blogbeiträgen über erfolgreiche und spannende Frauen in der deutschen „New Green Economy“. Freut Euch auf Insider-Beiträge über Gesellschafts- und Wirtschaftsthemen mit frischen Perspektiven von Frauen, die etwas bewegen. Die Blogserie „12 REMARKABLE WOMEN IN GREEN ECONOMY“ ist ein Kooperationsprojekt von WOMEN SPEAKER FOUNDATIONEcopreneur und UnternehmensGrün.

Dagmar Fritz-Kramer: #HowTo combine ecofriendly buildings with great design

Für mich ist es eine Lebensaufgabe, mit ökologisch wertvollen und nachhaltig gebauten und für die Bewohner wohngesunden Gebäuden, einen wichtigen Beitrag zum Schutz unserer Erde zu leisten. Jedes unserer aus nachwachsenden Rohstoffen und gesundheitsgeprüften Materialien realisierte Haus trägt mit einer langfristigen  Reduktion von mehr als 40 Tonnen CO2 aktiv zum Klimaschutz bei. Unsere Hausmanufaktur betreiben wir atomstromfrei mit 100 % Eigen-, und Naturstrom! Ich möchte mit meinen engagierten Mitarbeitern die Welt etwas gesünder bauen. Auch die gesunden Arbeitsplätze und die Zufriedenheit meiner Mitarbeiter*innen liegen mir sehr am Herzen.

Schon in meiner Kindheit wurde mein Bewusstsein für die Umwelt und das naturgesunde Wohnen durch den Krebstod meiner Mutter geprägt, verursacht durch Wohngifte in meinem Elternhaus. Als Konsequenz zogen wir aus diesem konventionell gebauten Haus aus und mein Vater Hubert Fritz baute für uns ein neues Ökohaus.  Gleichzeitig begann er in den 80er Jahren das gesamte Holzbauunternehmen zu einem nachhaltigen Ökohausbauunternehmen umzubauen. In der eigenen Forschungsabteilung entstanden bei Baufritz über 40 teilweise weltweite Patente für ökologisch wohngesundes Bauen.

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In der Baubranche und in der Öffentlichkeit finden auch heute noch gesundheitsgefährdende Emissionen aus Bau-, und Dämmstoffen, Klebern, Farben, etc. viel zu wenig Beachtung! Die Folge sind auch riesige Mengen an zu entsorgendem Sondermüll aus der Baubranche.

Bei meinem Eintritt 1999 ins Unternehmen und bei der späteren Übernahme der kaufmännischen Geschäftsführung  hatte ich ziemlich klare Vorstellungen davon, das Thema „Ökologisch Bauen“ aus seiner etwas verstaubten Nische heraus zu führen.  Es fehlte den Häusern einfach das Design und eine moderne Architektursprache um eine neue, jüngere und designorientierte Käuferschicht anzusprechen. Frisch und voller Tatendrang: Grünes und richtig gesundes Wohnen sollte vor allem auch stilvoll und formschön wirken. Es macht einfach keinen Sinn, immer etwas von Wohngesundheit zu erzählen, wenn das Produkt nicht auch optisch attraktiv wirkt. Pioniergeist ist super, aber Innovation muss auch gefallen.

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HLS (Himmer) Kent, UK, Summer 2015 Photographer Joakim Borén,

Saegespaene_kleinDiese Kombination aus wirklich individueller und hochwertiger Architektur mit einem möglichst kompromisslosen Anspruch an wohngesunde Baumaterialien ist bis heute das wesentliche Erkennungsmerkmal von Baufritz. Daran lassen wir uns gerne messen und der Erfolg gibt uns recht.

Ein weiteres Geheimnis unseres Erfolgs ist natürlich auch ein starker Fokus auf die Mitarbeitermotivation. Mir ist es wichtig, dass jeder Beschäftigte bei Baufritz seine Aufgabe mit Herzblut angeht. Ich will die Stärken jedes Einzelnen erkennen, die Mitarbeiter nach ihren Vorlieben einsetzen und entsprechend fördern. So entsteht idealerweise auch eine Motivation von innen heraus. Dieses Engagement kann ich dann auch einfordern – Mitarbeitermotivation beruht auf Gegenseitigkeit! Die Zahlen zeigen, wie gut das funktioniert: Wir haben ziemlich viele Mitarbeiter mit einer Betriebszugehörigkeit von 10 bis 45 Jahren und eine Fluktuationsrate von nur 3%. Das finde ich schon sensationell und darauf bin ich auch ein bisschen stolz.

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Wir beteiligen unsere Mitarbeiter auch ganz aktiv an Entscheidungen und haben dazu ein großes Führungsteam gebildet. Diese „Ritter der Tafelrunde“ sind für mich immer wieder ein Garant für vielfältige Lösungen. Dazu gibt es bei uns eine stetig gewachsene Ideenkultur, von denen die besten Ideen auch regelmäßig umgesetzt werden.

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Und für mich als Mutter ist natürlich das Allerwichtigste, dass wir eine eigene Kindertagesstätte geschaffen haben. Dieses Angebot einer permanenten Tagesbetreuung haben wir zusammen mit unseren Mitarbeitern entwickelt. Auch wenn das manchmal wirklich banal klingt: Kinder sind einfach unsere Zukunft. Für mich gibt es nichts Schöneres, als ihnen möglichst viel Zeit mit ihren Eltern zu geben und gleichzeitig mit ökologisch wirklich nachhaltigen Gebäuden dafür zu sorgen, dass der Planet, auf dem sie groß werden, gesund ist und erhalten bleibt.

 


Profil Dagmar Frtitz-Kramer

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Dagmar Fritz-Kramer studierte an der Fachoberschule Weiden und der Fachhochschule Rosenheim Innenarchitektur und schloss ihr Studium 1998 mit dem Diplom ab. Im Anschluss trat sie in den elterlichen Betrieb Bau-Fritz GmbH & Co. KG in Erkheim als Innenarchitektin und zugleich Gesellschafterin ein. Von 1999 bis 2002 vollzog Fritz-Kramer das berufsbegleitende Aufbaustudium Wirtschaftsingenieurwesen an der Hochschule Biberach. Von 2002 bis 2004 hatte sie die Bereichsleitung Planung bei Bau-Fritz inne. Im Jahr 2004 erfolgte Ihre Berufung zur geschäftsführenden Gesellschafterin der Bau-Fritz GmbH & Co. KG.

2008 wurde Frau Fritz-Kramer von Veuve Clicquot zur „Unternehmerin des Jahres 2008“ gekürt und zudem vom Handelsblatt mit der Auszeichnung „Karriere des Jahres 2008“ geehrt. Im Jahr 2015 erhielt Dagmar Fritz-Kramer den Bayerischen Verdienstorden für ihr herausragendes Engagement im ökologischen und sozialen Bereich von Ministerpräsident Horst Seehofer verliehen.

 


Diese Serie entsteht in Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern:
Ecopreneur und UnternehmensGrün.

 

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12 zukunftsweisende Macherinnen in Wirtschaft und Gesellschaft

Dies ist der elfte von 12 Blogbeiträgen über erfolgreiche und spannende Frauen in der deutschen „New Green Economy“. Freut Euch auf Insider-Beiträge über Gesellschafts- und Wirtschaftsthemen mit frischen Perspektiven von Frauen, die etwas bewegen. Die Blogserie „12 REMARKABLE WOMEN IN GREEN ECONOMY“ ist ein Kooperationsprojekt von WOMEN SPEAKER FOUNDATION, Ecopreneur und UnternehmensGrün.

Dr. Odette Deuber: #HowTo
Unternehmerischer Klimaschutz

Unternehmertum und Klimaschutz sind eng verknüpft: Beides erfordert mutige Visionen und davon konkret abgeleitete Ziele. In beiden Feldern geht es darum, loszugehen,  Erfahrungen zu sammeln und – so leidig es ist – immer wieder zu stolpern, das Knie aufzuschlagen oder sich eine blutige Nase zu holen, sich wieder aufzurappeln, neue Fragen zu stellen, zuzuhören, zu lernen und alte Gedanken und Muster über Bord werfen. Mit einer dankbaren Perspektive auf das Funktionierende. Mit einer sachlichen Analyse auf das noch nicht Funktionierende – um neue Weichen zu stellen.

Der Klimawandel ist zeitlich, räumlich und emotional weit weg, nicht fassbar – kein böser Ritter im schwarzen Gewand – und so unterschätzen wir ihn systematisch. Doch wenn wir ihn und die Gefahren und Auswirkungen auf unsere Welt ernst nehmen, überkommt uns Hilflosigkeit, Ohnmacht und Ratlosigkeit. Wenn wir ihn nur als Katastrophe wahrnehmen, wenn unser Handeln nicht mit unserem Wissen übereinstimmt, gehen wir auf Abwehr, ignorieren, reden das Problem klein und bleiben bei liebgewonnenen Gewohnheiten. Verständlich, menschlich, aber nicht die Lösung.

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Es ist auch die Aufgabe unternehmerischen Handels, das Begrenzen des Klimawandels als einen gesellschaftlichen Auftrag und als Chance zu verstehen, die Herausforderung anzunehmen und eine erfolgreiche Positivstrategie zu entwickeln.

Den Klimaschutz zur Chefsache erklären

Als UnternehmerIn kann ich meine Vision zur Chefsache erklären und sie nah, menschlich, persönlich und dringend machen. Ich kann einen wertschätzenden und kommunikativen Rahmen schaffen, in dem die Menschen dort abgeholt werden, wo sie sind. Ich kann Impulse zum Handeln setzen, indem ich neue Wege und Optionen aufzeige und mutig losgehe. Im Miteinander funktioniert dies am besten, wenn jeder auch das tut, was ihm Freude bereitet. Positive Veränderungen gründen sich nicht auf Angst, Gewohnheit, Pflicht oder Schuld sondern auf Mut, Freude, Zuversicht, Leidenschaft und gemeinsamen Handeln. Genau das können wir auch auf den Klimaschutz übertragen.

 

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Der CO2-Rechner zum Mitmachen

Mit unseren weitverbreiteten CO2-Rechner (z.B. uba.co2-rechner.de) sowie der passenden Broschüre (http://bit.ly/2IhDIsA) schaffen wir das Bewusstsein für Klimaschutz, werben für die Vision einer klimaneutralen Welt. Mit diesem Tool, mit dem bereits mehrere Millionen persönliche CO2-Bilanzen erstellt wurden, laden wir jeden ein, mitzumachen:

  • den eigenen CO2-Footprint zu berechnen (Wie viele CO2-Emissionen verursache ich?),
  • den Blick auf die Erfolge zu richten – auf den CO2-Handprint (Wo habe ich bereits zum Klimaschutz beigetragen?),
  • zielgerichtet ins Handeln zu kommen (Wo kann ich mit persönlichem Mehrwert substanziell beitragen?).

Im CO2-Szenario wird aufgezeigt:

  • Was die Klimaschutzziele von Paris kurz-, mittel und langfristig für den Bürger bedeuten,
  • was die Stellschrauben auf dem Weg sind (Konzentration auf Wesentliches) und
  • wie wir als Gesellschaft die Ziele gemeinsam erreichen können (soziale Bewegung).

Warum also zögern? Machen Sie mit!


Profil Dr. Odette Deuber

dr-odette-deuber_klein.jpgDr. Odette Deuber ist geschäftsführende Gesellschafterin der gemeinnützigen Gesellschaft KlimAktiv gGmbH und der KlimAktiv Consulting GmbH. Nach ihrem Ingenieursstudium war sie mehrjährig in der wissenschaftlichen Politikberatung im Bereich Klimaschutz tätig. Mit einer angewandten Promotion in Klimawissenschaften begleitet sie seit 2012 mittelständische Unternehmen und öffentliche Institutionen in Fragen des Klimaschutzes, insbesondere zur unternehmerischen CO2-Bilanz und Klimaschutzstrategie. Aktiv ist sie auch im Vorstand von UnternehmensGrün, dem Bundesverband nachhaltiger Unternehmen. Sie ist zertifizierte Trainerin und Mutter zweier Kinder.


 

Diese Serie entsteht in Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern:
Ecopreneur     und     UnternehmensGrün

 

12 zukunftsweisende Macherinnen in Wirtschaft und Gesellschaft

Dies ist der zehnte von 12 Blogbeiträgen über erfolgreiche und spannende Frauen in der deutschen „New Green Economy“. Freut Euch auf Insider-Beiträge über Gesellschafts- und Wirtschaftsthemen mit frischen Perspektiven von Frauen, die etwas bewegen. Die Blogserie „12 REMARKABLE WOMEN IN GREEN ECONOMY“ ist ein Kooperationsprojekt von WOMEN SPEAKER FOUNDATION, Ecopreneur und UnternehmensGrün.

Leni Nebel: #HowTo raise awareness on the importance of empowerment of people in connection with ending hunger and poverty

Visionen realisieren, Entschlossenheit generieren, Unternehmergeist initiieren, selbstverantwortliches Handeln stärken, Führungskompetenzen ausbilden – das sind nicht unbedingt Aktivitäten, die wir mit Menschen assoziieren, die in extremer Armut leben und unter chronischem Hunger leiden. Und doch ist es genau das, worum es uns in der globalen Initiative Das Hunger Projekt e.V. in unserer Arbeit mit 20 Millionen Menschen in 18.000 Dörfern in zwölf Entwicklungsländern geht.

Wenn wir von Hunger sprechen, denken wir an Katastrophen, Krisen, Dürren etc. Jedoch sterben 92% der Hungertoten aufgrund der Folge von chronischem Hunger, Mangel- und Fehlernährung! 8.200 Kinder unter fünf Jahren sterben täglich daran, ca. 815 Millionen Menschen weltweit leider darunter, obwohl die Weltgemeinschaft ausreichend Lebensmittel produziert. Deshalb liegt mir daran einen effektiven und erprobten Ansatz zu den Themen Ernährungssicherung, Überwindung von Armut und somit Vorbeugung von Fluchtursachen einem breiten Publikum nahezubringen. Das ist mein Mandat als Landesdirektorin der global arbeitenden Bewegung Das Hunger Projekt e.V. und auch für mich als Frau.

Uganda, Wakiso, Epizentrum Namayumba, Schulklasse
Das Alphabet im Chor für mich in einem Klassenzimmer, Epizentrum Namayumba, Bezirk Wakiso, Uganda

Eigenständigkeit und Gemeinschaft entwickeln

Die Förderung der Eigenständigkeit der betroffenen Menschen und die Verbesserung ihres politischen und sozialen Umfeldes ist unser Hauptanliegen. Die Menschen spielen dabei eine Schlüsselrolle für die Identifizierung, Planung und – ganz besonders – die Umsetzung nachhaltiger Projekte. Wir glauben an die Kreativität, Fähigkeiten, Ressourcen und Entscheidungskraft der Menschen vor Ort, wir wollen diese stärken und ihnen so die Grundlage geben, ihr Leben wieder selbst zu gestalten. Auf meinen Reisen erlebe ich immer wieder, dass in den Frauen und Männern die Kraft steckt, Veränderungen zu bewirken.

Arbeit in ländlichen Regionen

Wir arbeiten nur in ländlichen Regionen und nur mit Einheimischen, ein Fokus liegt auf der Geschlechtergerechtigkeit. D.h. wenn Frauen befähigt werden, ihr Recht auf Mitsprache in Anspruch zu nehmen, hat das immer direkte Auswirkungen auf die positive Entwicklung ihrer Familie und der gesamten Dorfgemeinschaft.

Ausgebildete, lokale Entwicklungstrainerinnen und -trainer motivieren die Dorfbevölkerung, selbst aktiv zu werden. Die von vielen Rückschlägen und lang währender Abhängigkeit geprägte, resignierte Grundeinstellung der Menschen wandelt sich hin zu Selbstverstrauen und Führungsstärke. Seit 2008 haben über 890.000 Menschen an unseren Leadership Workshops teilgenommen.

Der Schlüssel: Frauen stärken

Die Stärkung von Frauen ist eine Grundvoraussetzung zur Überwindung von Hunger und Armut, denn Frauen sind der Schlüssel für nachhaltige Entwicklung. Seit 2008 haben über 354.000 Frauen an speziellen Leadership Workshops für Frauen teilgenommen.

Indien, Madhya Pradesh, KrankenstationMeine zweite Reise nach Madhya Pradesh, Indien 2014 – die Krankenstation

Bis dato wurden allein in Indien über 175.000 Frauen in Führungsworkshops geschult und in ihrem Mandat als Panchayat-Mitglied (vergleichbar mit dem Gemeinderat) über fünf Jahre begleitet. Sie treffen maßgebliche Entscheidungen zur Entwicklung ihrer Dörfer u.a. zu den Themen Bildung, Vermeidung von Kinderehen, Abschaffung der Mitgiftpraxis, Gesundheitsförderung u.v.m.

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Der Stolz der Dorffrauen: Ein gesicherter Kindergarten mit stabilem Dach und trockenem Boden, Madhya Pradesh, Indien 2014

Die Strategie: „Epizentren“ aufbauen

In Afrika werden Menschen über die sog. Epizentren-Strategie in ihrem Entwicklungsprozess begleitet. In 121 dieser, von den Dorfbewohnern selbst errichteten, Gemeinschaftseinrichtungen erreichen wir 1,7 Millionen Menschen in 2.000 Dorfgemeinschaften. Etwa 10.000 bis 15.000 Menschen benachbarter Dörfer bilden einen Verbund, in dem ein Gemeinschaftsgebäude (Epizentrum) als dynamischer Mittelpunkt errichtet, verwaltet und weiterentwickelt wird. Das Zentrum dient der Sicherung der Grundbedürfnisse und ermöglicht selbständige Initiativen zur Verbesserung der Lebenssituation. Bereits 22 dieser Zentren haben ihre wirtschaftliche Eigenständigkeit erreicht, d.h. 327.000 Menschen (155.000 Frauen und 172.000 Männer) haben eine sichere Zukunft für sich und ihre Familien aufgebaut.

Kyempo Epizentrum in Ghana
Kyempo Epizentrum in Ghana

Die Reisen, insbesondere nach Indien, haben meine Lebenseinstellung neu geprägt. Die zahlreichen Gespräche mit den Menschen vor Ort, deren Lebensfreude und Zuversicht trotz widrigster Lebensumstände, haben meinen Blick auf das Leben verändert. Diese Erlebnisse sind die größten Geschenke in meinem Leben. Mein Beruf ist zu meiner Herzensangelegenheit geworden.


Profil Leni Nebel

München, 23.9.2010 / Foto: Robert Haas Leni Rieppel

Leni Nebel leitet seit 2011 das deutsche Büro der globalen Bewegung „Das Hunger Projekt – The Hunger Project“ als Landesdirektorin. In den Jahren 2012 und 2013 war sie Vertreterin der Bewegung beim Menschenrechtsrat der UN in Genf.

Geboren im oberen Isartal in Bayern in eine Geigenbauerfamilie, ist sie seit 35 Jahren selbständig als internationale Event Managerin tätig, davon 23 Jahre als Protokoll Beraterin für die Europäische Bank in London. Sie war viele Jahre für die Betreuung von Ehrengästen bei internationalen Kultur- und Sportveranstaltungen tätig. Heute begrenzt sich ihre Tätigkeit im Eventbereich auf Deutschland.

Die Neugierde auf andere Kulturen war schon sehr früh vorhanden und resultierte in vielen Reisen. Sie hat in Paris, zehn Jahre in London und sieben Jahre in Schottland gelebt. Sie glaubt nicht an Zufälle, das Leben hat ihr immer wieder unerwartet und ungeplant Türen geöffnet. So auch 2004 zur Initiative „Das Hunger Projekt – The Hunger Project“, wo sie begann sich als Aktivistin zu engagieren. Wieder war es die Neugierde, die sie veranlasste an einer Reise in den Bundesstaat Durango in Nordmexiko teilzunehmen, um die Arbeit vor Ort kennen zu lernen. Diese Reise hat ihr Leben verändert. Die Konfrontation mit chronischem Hunger, die Auswirkungen auf die Menschen und zugleich ihre Hoffnung und ihre Kraft zu erleben, hat sie tief bewegt und beeindruckt. 


Diese Serie entsteht in Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern:
Ecopreneur     und     UnternehmensGrün

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12 zukunftsweisende Macherinnen in Wirtschaft und Gesellschaft

Dies ist der neunte von 12 Blogbeiträgen von und über erfolgreiche und spannende Frauen in der deutschen „New Green Economy“. Freut Euch auf Insider-Beiträge über Gesellschafts- und Wirtschaftsthemen mit frischen Perspektiven von Frauen, die etwas bewegen. Die Blogserie „12 REMARKABLE WOMEN IN GREEN ECONOMY“ ist ein Kooperationsprojekt von Women Speaker Foundation, Ecopreneur und UnternehmensGrün.

Sabine Nallinger #Howto lead as a woman in a man’s world

“Seit ich denken kann, bin ich in Männerdomänen tätig: Als Verkehrs- und Stadtplanerin, als erste weibliche Kandidatin für das Amt der Münchner Oberbürgermeisterin (die Stadt wird seit 850 Jahren von Männern regiert) und jetzt in der Klimapolitik und in der Wirtschaft. Immer hat mich die Überzeugung angetrieben, dass wir so wichtige Bereiche, die unser aller Leben beeinflussen, nicht allein Männern überlassen dürfen. Dieser Wille, mitzureden, mitzugestalten – egal, ob es unser Leben in den Städten, unsere Regierung und Demokratie oder unsere Wirtschaft betrifft – treibt mich an.“ „12 zukunftsweisende Macherinnen in Wirtschaft und Gesellschaft“ weiterlesen

12 zukunftsweisende Macherinnen in Wirtschaft und Gesellschaft

Dies ist der achte von 12 Blogbeiträgen von und über erfolgreiche und spannende Frauen in der deutschen „New Green Economy“. Freut Euch auf Insider-Beiträge über Gesellschafts- und Wirtschaftsthemen mit frischen Perspektiven von Frauen, die etwas bewegen. Die Blogserie „12 REMARKABLE WOMEN IN GREEN ECONOMY“ ist ein Kooperationsprojekt von Women Speaker Foundation, Ecopreneur und UnternehmensGrün.

Tina Teucher: #HowTo Wow The Future

“Die Welt geht unter”, schreit es aus allen Kanälen. Dabei gibt es heute schon so viele geniale Ideen, Projekte und Lösungen für ein lebenswertes Morgen! Diese Ermutiger mache ich bekannt, bringe sie in Unternehmen und Organisationen, in die Köpfe und Herzen von Entscheidern.

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DRAMA, BABY!

Angst kann verändern. Wie kam es sonst zur Energiewende in Deutschland? Klar, es gab Pioniere, die Erneuerbare Energien und effiziente Technologien zu ihrem Business Modell gemacht haben. Es gab Klimakonferenzen. Es gab einen schwankenden Ölpreis. Aber die wahre Wende brachte die Atomkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011. Der Schock saß tief, die deutsche Bundesregierung beschloss den Ausstieg aus der Kernenergie. Zuvor hatte die „German Angst“ beim Reaktorunglück von Tschernobyl 1986 der grünen Bewegung den Weg geebnet. „12 zukunftsweisende Macherinnen in Wirtschaft und Gesellschaft“ weiterlesen

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Dies ist der siebte von 12 Blogbeiträgen über erfolgreiche und spannende Frauen in der deutschen „New Green Economy“. Freut Euch auf Insider-Beiträge über Gesellschafts- und Wirtschaftsthemen mit frischen Perspektiven von Frauen, die etwas bewegen. Die Blogserie „12 REMARKABLE WOMEN IN GREEN ECONOMY“ entsteht in Zusammenarbeit mit Ecopreneur und UnternehmensGrün.

Muhterem Aras #HowTo invest sustainably and ecologically

Es ist mir schon immer ein Anliegen, dass Ökologie und Ökonomie Hand in Hand gehen. Unternehmen und Politik müssen ökologisch und nachhaltig wirtschaften, um auch den kommenden Generationen eine intakte Welt zu hinterlassen. Dafür will ich mich einsetzen und wurde deshalb mit meinem Steuerberatungsbüro Mitglied bei UnternehmensGrün. Seit 2015 bin ich  im Vorstand des Bundesverbands.

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12 Zukunftsweisende Macherinnen in Wirtschaft und Gesellschaft

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Ursula Hudson #HowTo raise awareness about a more sustainable food system

Was mich täglich bewegt und umtreibt, ist Wege zu finden, um die Art und Weise, wie wir mit unserem Planeten und seinen Ressourcen umgehen, zukunftsfähiger zu machen und einen Systemwandel anzustoßen. Essen und Ernährung, Lebensmittelproduktion sind dabei Schlüsselaktivitäten, denn Essen müssen wir alle. 

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Ich möchte so viel wie möglich dazu beizutragen, Menschen für umfassend nachhaltige und zukunftsfähige Alternativen im Bereich Landwirtschaft, Fischereiwirtschaft und Lebensmittelproduktion zu sensibilisieren und die Wege zu den Alternativen zu einem Leben mit und aus einem industriellen Lebensmittelsystem aufzuzeigen. Dabei spielt der Genuss, das positive Erleben eine ganz wichtige Rolle. Dazu gehört es aber auch auf die Missstände des industriellen Lebensmittelsystems hinzuweisen. „12 Zukunftsweisende Macherinnen in Wirtschaft und Gesellschaft“ weiterlesen

12 zukunftsweisende Macherinnen in Wirtschaft und Gesellschaft

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Andrea Bury #HowTo make it fashionable to care

Ich glaube, dass wir mit Design und interkulturellem Austausch die Welt positiv verändern können. ABURY steht genau für diese Brückenbildung zwischen Nachhaltigkeit und Exklusivität bzw. Ethik und Luxus. Aber auch für die Brückenbildung zwischen Tradition und Innovation, zwischen Ost und West. Ich möchte zeigen, dass Nachhaltigkeit Spass macht und bunt ist und wir durch kulturelle Vielfalt unser Leben bereichern. Stil, Qualität und Moral schließen sich nicht aus. Vielmehr liegt die Magie in der Kombination. Die Geschichte hinter jedem handgemachten Produkt berührt unser Herz. Jede Naht und jede Falte erzählt ihre eigene Geschichte, spiegelt die Leidenschaft eines Handwerkers wider, und trägt eine eigene Seele.

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Ich bin nicht gerade als nachhaltige Aktivistin geboren. Ich bin als Kind zu McDonald’s und auch zu H&M gegangen, fand Plastiktüten praktisch und hatte ab 18 ein eigenes Auto. Dann wurde Wirtschaftswissenschaften studiert und ich bin im Marketing gelandet. Beginnend mit Al Gore’s Vortrag Anfang der 2000er, habe ich mich mit dem Thema Nachhaltigkeit intensiver beschäftigt. Aber erst als ich 2007 nach Marrakesch zog und direkt mit Situationen konfrontiert wurde, und Menschen, die mir ans Herz gewachsen sind, ungerecht behandelt fand, begann ich, wirklich aktiv zu werden und nicht nur zu reden. „12 zukunftsweisende Macherinnen in Wirtschaft und Gesellschaft“ weiterlesen

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Antje von Dewitz: #HowTo do business for a better world

Ich wollte schon immer etwas bewegen und die Welt ein Stück besser und lebenswerter machen. Als ich 2009 die Firmenführung des schon damals umweltfreundlich orientierten Bergsport-Ausrüsters VAUDE von meinem Vater übernommen habe, hatte ich die Vision eines durch und durch transparenten, fairen und umweltfreundlichen Unternehmens. Ich wollte zeigen, dass sich Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit nicht ausschließen. Viel mehr sogar: Dass sich beides ergänzt und zu einer stimmigen und erfolgreichen Firmenphilosophie werden kann.

Tatsächlich ist der Weg zu einem konsequent nachhaltigen Unternehmen lang und bringt immer neuen Hürden mit sich, die es zu meistern gilt. Anfangs hatten wir 65 Produzenten und ca. 200 Materiallieferanten, von denen viele zum Thema Nachhaltigkeit kaum Bezug hatten. Folglich fehlte auch die Motivation, Prozesse umweltverträglicher zu gestalten. Da standen wir mit unseren ambitionierten Zielen wie beispielsweise dem Aufbau einer ökologischen und fairen Lieferkette immer wieder vor Bergen, die auf den ersten Blick nicht machbar erschienen. Die Herausforderungen schienen nahezu unlösbar, sodass es am einfachsten gewesen wäre zu sagen: „Das geht sowieso nicht, lassen wir es beim Alten.“S17_L1Q6207m_VAUDE_Attenberger_r

Ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie

Auch firmenintern war die Skepsis erst mal groß. Richtig erfolgreich sind wir mit der Vision daher erst seitdem wir auch die Mitarbeiter von der Vision begeistern und überzeugen konnten. Denn solch komplexe Herausforderungen wie in der Lieferkette stemmt man nur, wenn der Glaube bei den Mitarbeitern fest verankert ist, dass das Unternehmen den nachhaltigen Weg wirklich ernst meint und er zum Erfolg führt. Erst dann sind der Wille und die Energie da, Lösungen tatsächlich zu entwickeln. Aus meiner Sicht war es daher am wichtigsten, das Vertrauen der Mitarbeiter zu gewinnen. „12 zukunftsweisende Macherinnen in Wirtschaft und Gesellschaft“ weiterlesen

12 zukunftsweisende Macherinnen in Wirtschaft und Gesellschaft

Dies ist der dritte von 12 Blogbeiträgen von und über erfolgreiche und spannende Frauen in der deutschen „New Green Economy“. Freut Euch auf Insider-Beiträge über Gesellschafts- und Wirtschaftsthemen mit frischen Perspektiven von Frauen, die etwas bewegen. Die Blogserie „12 REMARKABLE WOMEN IN GREEN ECONOMY“ entsteht in Zusammenarbeit mit Ecopreneur und UnternehmensGrün.

Martina Merz: #HowTo Design Eco Business 

„Meine Hauptaufgabe als Designerin und Beraterin für nachhaltige Unternehmen sehe ich im Ermutigen der Macher, im Herausschälen und Gestalten von Alleinstellungsmerkmalen und Markenbotschaften. Kommunikation und Design sind wirksame Hebel, Menschen zu nachhaltigerem (Konsum)-Verhalten zu bewegen. In Studien erforschen wir die genauen Wirkmechanismen von Design, um sie dann für unsere Kunden und deren Markendesign lustvoll einzusetzen. Das macht Social- und Ecopreneurs noch erfolgreicher und erhöht deutlich die Wirksamkeit für Nachhaltigkeit. Und: Macht Veränderung viel schöner!“

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  • Ein erfolgreiches EcoBusiness ist modern, effektiv, sieht gut aus und macht Spaß.
  • Ein erfolgreiches EcoBusiness betrachtet seine Entwicklung von unterschiedlichsten Blickwinkeln, denn es braucht beide Seiten: Funktionieren im Marktsystem und die Begeisterung des Konsumenten.
  • Gründer eines erfolgreichen EcoBusiness bringen Kompetenz, Professionalität und ein hohes Qualitätsverständnis mit. Sie wachsen interdisziplinär, Trend-, Markt- und Kunden-orientiert. Gleichzeitig bleiben sie ihren Werten und ihrer Mission selbstbewusst treu.

Was bedeutet es für Dich, EcoBusinesses erfolgreich zu machen?

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Packaging Workshop FH Augsburg

Ich liebe Menschen, die wirklich die Welt verändern. Engagierte Macher, Pioniere der ersten Stunde der Biobewegung, Startups, Socialentrepreneurs. Viele Pioniere (alte wie junge!) sind innovative Visionäre, suchen neue Wege. Sie handeln ohne Risikobewusstsein, machen einfach – und schaffen en passant neue Märkte. Aber dann kommen die Nachfolger, oft Marketingprofis, die weitaus konventioneller, professioneller und vor allem am Umsatz orientiert sind, und sammeln die Ernte ein. Dabei haben die Pioniere oft viel bessere und authentische Stories! Die kehren sie aber unter den Teppich, weil das Produkt für sich selber sprechen soll und sie nicht mit PR manipulieren wollen.

 

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