scale11: Europas größte Plattform für Start-ups

Geboren aus der Idee, im Rahmen der CEBIT eine Leuchtturmveranstaltung für Start-ups zu initiieren wurde aus scale11 in drei Jahren die Blaupause für die radikalen Veränderungen, mit denen sich die CEBIT 2018 erstmals als Digital Business Festival präsentiert. scale11 bietet in diesem Jahr einen spannenden Mix aus erprobten und innovativen Formaten für Start-ups. Angekündigt sind u.a.: eine Startup-Stage für Live-Pitches und Panel-Diskussionen, Community-Areas und Aktivitäten wie Business-Speeddatings oder ein Barcamp. Im Interview: Jutta Jakobi, Global Director ICT & Digital Business bei der Deutschen Messe AG und verantwortlich für scale11.

Frau Jakobi, was ist scale11 und was macht diese Plattform für Start-ups interessant?

Auf der CEBIT treffen Start-ups mit ihren B2B-Lösungen auf einen unglaublich großen Schatz. Jeder der 3.000 Aussteller aus der Digitalbranche ist ein potenzieller Partner, jeder Besucher ein potenzieller Kunde. Ausgangspunkt der Schatzsuche ist die Plattform scale11. Wir stellen das Netzwerken, den wichtigsten Faktor für alle Teilnehmer, in den Mittelpunkt.

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Bei der Entwicklung der Formate arbeiten wir eng mit den Kollegen vom Bundesverband Deutsche Startups zusammen und holen uns von dort immer Feedback. Auch bei der Umsetzung des Bühnenprogramms spielt der Verband eine aktive Rolle. Wir stellen den enormen Nutzen für die Start-ups in den Vordergrund. Wir nehmen den jungen Unternehmen im Prinzip die komplette Marketingarbeit, den Standbau und die -planung ab und halten ihnen den Rücken frei.

Dabei ist scale11 für die CEBIT ein Investitionsprojekt. Wir refinanzieren einen Teil der Kosten über die Sponsorships und Flächenbeteiligungen der etablierten Firmen. Der Beitrag, den die Start-ups für die Beteiligung leisten, ist kostendeckend. Das war uns von Anfang an wichtig, und das erklären wir jedem Start-up. Wenn man sich das Ergebnis anschaut, ist der Aufwand das einfach wert.

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Wen trifft man in diesem ganz besonderen Ecosystem – wie würden Sie die Dynamik beschreiben?

Das Beispiel unserer Corporate Pitches beschreibt die Dynamik ganz gut: Ein Konzern – egal ob Automobilhersteller, Energieversorger, Medienkonzern oder Versicherung, teilt uns im Vorfeld der CEBIT mit, zu welchen konkreten Lösungen und Ansätzen momentan Partner für Kooperationen gesucht werden. Wir laden alle Start-ups, die sich als Aussteller bei scale11 angemeldet haben, ein, sich für diesen Pitch zu bewerben. Die ganze Administration und Logistik erledigen wir. Der Corporate nimmt aus den Anmeldungen zehn bis zwölf Start-ups in die engere Auswahl, für die wir im Rahmen der CEBIT an einem Tag einen Pitch mit dem Konzern organisieren. Im Schnitt nutzen pro Jahr vier bis fünf Corporates dieses Format.

Jedes Start-up, das bei scale11 teilnimmt, erhält in der Halle seine eigene Workstation, da unterscheiden wir uns nicht von anderen Veranstaltungen. Den Unterschied machen eben die Formate, die wir für die Startups um diesen klassischen Teil herum kreieren, um den Unternehmen den Zugang zu den potenziellen Kunden, Partnern und Investoren zu erleichtern.

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Wir haben sowohl von den Start-ups, als auch von den Coporates sehr positives Feedback bekommen. Die Corporates sagen uns, dass sie wider Erwarten Start-ups dort treffen, die sie nicht schon vorher bei zehn anderen Pitches gesehen haben. Das liegt sicher auch an der Internationalität – eine Folge der Vielzahl von geförderten Gemeinschaftsständen, die ihre Start-ups zur CEBIT bringen. Auf der anderen Seite profitieren die Start-ups davon, dass sie nicht durch halb Europa reisen müssen, um die verschiedenen Firmen – manchmal nur für einen Fünf-Minuten-Pitch – treffen zu können.

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Welches sind die erfolgreichsten Formate und welche neuen Formate gibt es in diesem Jahr?

Es gibt nicht das eine Highlight, sondern es ist die Kombination aus der Vielfalt des Programms, sodass für jedes Start-up etwas dabei ist. Wir haben ein eigenes Bühnenprogramm, an dem sich jedes Start-up nach den eigenen Stärken, nach den eigenen Interessen, nach der eigenen Ausrichtung mit einem eigenen Content-Format beteiligen kann. Das sind Formate wie One-on-one-Pitches, Industry Panels, Einzelvorträge oder Founders Fight Club, bei dem zwei Start-ups ihre Geschäftsidee gegeneinander verteidigen. Außerdem veranstalten wir ein Speeddating mit den CIOs und anderen Topentscheidern. Diese Kombination aus der Vielzahl und der Vielfalt der Formate macht den Unterschied.

Was wir erstmalig durchführen werden, ist Meet-a-Media. Der Zugang zu Medien und Journalisten war aus unserer Sicht das noch letzte fehlende Element, mit dem wir Start-ups unterstützend unter die Arme greifen können.

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Wie bewerten Sie scale11 im Vergleich zu ähnlichen internationalen Veranstaltungen im Start-up Kontext?

Wir gehen jetzt in das vierte Jahr, das heißt, wir haben drei Veranstaltungen hinter uns. Angefangen haben wir mit 150 Start-ups und einem überschaubaren Rahmenprogramm. Dann waren es schon 250 Teilnehmer und im Jahr 2017 350 Start-ups.

Unser Ziel ist es, 2018 moderat zu wachsen. Warum nur moderat, werden sich einige fragen. Weil es dann für alle noch gut darstellbar ist. Das gilt für die Investoren, die sich die Start-ups an einem Tag anschauen können, genauso wie für die Start-ups selbst. Andere Veranstaltungen haben solche Dimensionen angenommen, dass weder Matchmaking-Apps noch andere Tools dabei helfen, die Start-ups mit Investoren oder untereinander sinnstiftend in den Austausch zu bringen. Deswegen wollen wir bei dieser Marke bleiben: um die Qualität in den Angeboten halten zu können. Wir glauben, dass wir ab einer zu großen Menge an Start-ups diese nicht mehr in unseren Rahmen-Formaten unterbringen können. Was uns besonders freut: Mit scale11 waren wir ein Stück weit Vorreiter und ein Modell für die komplette Neuausrichtung der CEBIT. Vieles von dem, was wir an Konzept und Kommunikation bei scale11 in den letzten drei Jahren entwickelt und erprobt haben, wenden wir nun für die gesamte CEBIT an.

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In Deutschland sind lediglich 14% der Gründerinnen Frauen – sehen Sie da einen Trend?

Ich sehe da ehrlich gesagt mittelfristig zumindest keine Trendwende. In unserem deutschen Schul- und Ausbildungssystem lernen wir es einfach nicht, unternehmerisch zu denken. Bekäme das einen größeren Stellenwert, hätten wir eine gute Voraussetzung, mehr Frauen zum Gründen zu bewegen. Hinzu kommt, dass man in Deutschland einfach beruflich nicht scheitert. Solange unsere Unternehmenskulturen so bleiben, wie sie sind, gehen eher Männer als Frauen das Risiko des Scheiterns ein. Darin liegt m.E. die größte Hürde beim Gründen, das ist einfach ein Stück weit Teil unserer DNA. Dies zu verändern wird nicht über Girlsdays oder vergleichbare Einzelaktionen gelingen. Dazu braucht es eine gesellschaftliche Veränderung, bei der Politik und Wirtschaft eine wichtige Rolle spielen.


Profil Jutta Jakobi

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Jutta Jakobi ist Global Director ICT & Digital Business bei der Deutschen Messe AG. Sie beschäftigt sich seit Beginn ihrer beruflichen Laufbahn mit Marketing- und Business Development Aufgaben, in internationalen Unternehmen der verschiedensten Branchen. Ihr Motto: Nicht glänzen, wirken, und die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten dabei fest im Blick behalten. Als Netzwerkerin bringt sie die digitalen Start-ups, die etablierten Unternehmen und Investoren, die ihren Weg kreuzen, immer wieder zusammen – nicht nur während der fünf Tage CEBIT, sondern zu jeder sich bietenden Gelegenheit.

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15 Jahre WoMenPower!

Zum 15. Mal wird die WoMenPower am 27. April 2018 im Convention Center auf der MESSE HANNOVER ihre Tore öffnen. Wir sprachen mit der verantwortlichen PowerWoman Maria Christina Mihm vom Kongress Management der Deutschen Messe AG. Über den Call for Papers sind wir mit 16 Expertinnen auf der Bühne und in Workshops dabei. Die WOMEN SPEAKER FOUNDATION engagiert sich als Kooperationspartner für die WoMenPower – Kongress, Karrieremesse und Netzwerkplattform auf der HANNOVER MESSE.

WOMEN SPEAKER FOUNDATION: Wie hat alles angefangen – warum gibt es die WoMenPower?

Foto Tina3_smallMaria Christina Mihm: Angefangen hat alles 2004, als der damalige Vorstand der Deutschen Messe die seinerzeit visionäre Idee hatte, im Rahmen der HANNOVER MESSE Industrie, also in einem absolut männlich geprägten Umfeld, einen Kongress zum Thema „Frauen und Karriere“ zu machen. Dabei ging es zunächst vor allem darum, dem Thema „Fachkräftemangel“, insbesondere in den Ingenieursberufen, zu begegnen. Das war ja zu einer Zeit als nicht nur für den damaligen Kanzler Gerhard Schröder „Frauen und Gedöns“ noch überhaupt keine wichtige Rolle auf der Agenda spielten. Der erste Kongress war auch wirklich ganz klein, mit 80 Teilnehmerinnen und nur einer Hand voll Workshops.

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Leadership braucht Empathie: Warum Unternehmen heute auf Diversität setzen

Das Gespräch zwischen Annette Maier, Vice President & General Manager Germany VMware, und Regina Mehler erschien am 1. Februar im VMware-Blog

In der Schwanthalerstraße in München geht es geschäftig zu. Autos fahren vorbei, Menschen zu Rad oder zu Fuß eilen ihren Terminen nach – genauso wie ich. Bei der Hausnummer 100 hat die Women Speaker Foundation ihren Sitz. Regina Mehler hat sie 2010 gegründet, um für mehr Vielfalt in den Führungsetagen von Unternehmen zu sorgen. Ein Ziel, das auch mir am Herzen liegt: Unternehmen könnten erfolgreicher agieren, wenn allen Mitarbeitern – egal welcher Herkunft und welchen Geschlechts –mehr Entwicklungschancen eingeräumt werden. Über dieses zukunftsweisende Thema geht es bei meinem Treffen mit Regina Mehler.

Annette Maier: Frau Mehler, mit der Women Speaker Foundation möchten Sie für mehr Diversität in Unternehmen sorgen. Ein schönes Ziel, an dem uns bei VMware auch viel liegt – und zwar nicht allein als Selbstzweck. Sondern weil auch die Unternehmen ungemein davon profitieren. Welche Belege gibt es dafür?

Regina Mehler: Studien von Mc Kinsey und anderen Unternehmensberatungen haben überzeugend belegt, dass insbesondere Gender Diversity einen signifikanten Einfluss auf den Unternehmenserfolg hat. Das war vor fünf Jahren: Damals haben wir uns mit der Women Speaker Foundation das Ziel gesetzt, mehr Frauen in die Sichtbarkeit, auf die Bühne und in Führungspositionen zu bringen. Es geht dabei auch um Führung: Innovational Leadership ist Voraussetzung für den New Way of Work und damit für den kulturellen Wandel in Unternehmen. Ein wesentlicher Aspekt dabei ist die Wertschätzung der unterschiedlichen und individuellen Werte, Kompetenzen und Bedürfnisse jedes Mitarbeiters.

Wir übernehmen die Rolle des Change Agent. „Leadership braucht Empathie: Warum Unternehmen heute auf Diversität setzen“ weiterlesen

Im Interview: Tilman Schaich, Projektleiter MCBW START UP

Der Anteil der Gründerinnen in der deutschen Start-up Szene stieg im letzten Jahr auf gerade einmal 13,9 % an. Damit liegen wir noch unter dem europäischen Durchschnitt von 14,7 %. Venture Capital – ja oder nein? Für Start-ups ist es existentiell, den überzeugenden Pitch abzuliefern. Deshalb kooperiert die WOMEN SPEAKER FOUNDATION mit der Munich Creative Business Week (MCBW) und bietet die GENERALPROBE im Rahmen der MCBW START UP – Creative Demo Night für GründerInnen an. Die professionelle Präsentation ist Content-Marketing pur für den Erfolg des Unternehmens und den Aufbau eines Business-Netzwerks. Demnächst ist Anmeldeschluss für die Creative Demo Night im kommenden Jahr und wir möchten die Gründerinnen in unserem Netzwerk über dieses spannende Format informieren: Im Interview Tilman Schaich, Projektleiter von MCBW START UP.

WOMEN SPEAKER FOUNDATION: Was ist das Inspirierende an der Creative Demo Night?

Tilman Schaich: Im Wesentlichen die große Bandbreite an Ideen und Geschäftskonzepten, die präsentiert werden, faszinierend. Allen gemein ist, dass sie sich durch ihre Designstrategie – also Stringenz in Produkt- und Markengestaltung – besonders hervorheben.

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Interview mit Kerstin Wagner, Chefin der Personalgewinnung der DB

Die Deutsche Bahn (DB) veranstaltet von 5. bis 11. November das größte Bewerbungsgespräch Deutschlands. Von Sonntag bis Samstag werden in sieben Städten insgesamt 3.000 Interviews angeboten. In Hamburg, München, Nürnberg, Köln, Berlin, Mannheim und Frankfurt (Main) haben Interessierte täglich von 6 bis 22 Uhr die Möglichkeit, sich zu informieren und persönlich vorzustellen. Rund 250 DB-Mitarbeiter sind im Einsatz. Die Entscheidung, ob die Bewerbung erfolgreich war, fällt direkt vor Ort.

WOMEN SPEAKER FOUNDATION: Die Bahn plant Deutschlands größtes Bewerbungsgespräch: 3.000 Interviews an 7 Tagen in 7 Städten. Frau Wagner, ist Ihr Personalbedarf so hoch?

Kerstin Wagner: Die Deutsche Bahn stellt allein dieses Jahr über 12.000 neue Mitarbeiter ein, wir sind auf Wachstumskurs. Weil sich Bewerber inzwischen oft aussuchen können, wo sie arbeiten wollen, müssen Arbeitgeber mit innovativen Formaten um neue Mitarbeiter werben. Das liegt etwa am Arbeitsmarkt, der in bestimmten Bereichen oder Regionen enger geworden ist, vor allem im Süden des Landes. „Interview mit Kerstin Wagner, Chefin der Personalgewinnung der DB“ weiterlesen

Das gemeinsame Ziel: Mehr Awareness für tolle Frauen

Morgen findet der PANDA Automotive Contest in Regensburg statt. Im Gespräch mit Regina Mehler und der PANDA Co-Gründerin Isabelle Hoyer geht es um ihre Kooperation für das gemeinsame Ziel, Frauen in die Sichtbarkeit zu bringen. Der PANDA-Tag bietet Frauen die Möglichkeit, ihre Führungsqualitäten in verschiedenen Gruppen-Situationen zu erproben. Der persönliche Mehrwert ist vielfältig: Networking, Erfahrungsaustausch, Peer-Feedback. Zugang zum PANDA-Netzwerk und die Chance auf Prämierung, Kontakte zu Unternehmen und Jobs.

 

Die WOMEN SPEAKER FOUNDATION und PANDA kooperieren bei vielen Veranstaltungen – wie kam es dazu?

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Isabelle Hoyer, Co-Gründerin von PANDA

ISABELLE HOYER: Wir kennen uns seit dem ersten PANDA Event. Ich bin auf Dich zugekommen, weil ich Dir vorstellen wollte, was wir mit PANDA planen, und um mit Dir zu überlegen, wie wir kooperieren könnten. Das war 2013 im Vorfeld der Veranstaltung im September. Wir haben ein Thema und ein Ziel und haben andere Akteure und Verbündete gesucht, gezielt Kontakte geknüpft und angestoßen. Die WOMEN SPEAKER FOUNDATION war mit dem Thema schon bekannt. Wir waren da sozusagen die Newbies.

REGINA MEHLER: Uns beiden war sehr klar, dass für Frauen vor allem das Awareness-Thema wichtig ist. Wir hatten gerade die Generalprobe als Format entwickelt und ich habe es auf dem PANDA-Event in einem Workshop vorgestellt – das kam bei den Teilnehmerinnen sehr gut an.

Was ist die Idee hinter Eurer Kooperation?

REGINA MEHLER: Gemeinsam können wir einfach mehr bewegen: Wir wollen ja nicht nur einfach Business aufbauen, wir wollen wirklich ein gutes Teil dazu beitragen, dass sich etwas verändert. Da muss es maximale Synergien geben. Was wir beide wollen mit der Kooperation, ist Dinge neu denken. Wenn wir etwas tun – so schätze ich uns beide ein – dann wollen wir es aktiv leben und mit neuen Ideen bestücken.

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