Das FOM Frauen-Forum fand in diesem Jahr zum ersten Mal im virtuellen Raum statt. Am 4. Juni gaben ab 16.30 Uhr Impuls-Vorträge und Diskussionen via Zoom den 300 Teilnehmer*innen Anregungen für die persönliche Karriereplanung, das Selbstmarketing und das Netzwerken. Teilnehmer*innen zwischen 20 und 60 – aus allen Altersgruppen –  kamen hier zusammen, um über Innovational Leadership und Personal Brand Building zu sprechen. Prof. Dr. Anja Seng, Rektoratsbeauftragte für Diversity der FOM und FidAR-Mitglied moderierte das FOM Frauen-Forum und Regina Mehler hielt den Impuls-Vortrag. Dies ist der Nachbericht von Yasmin Lindner-Dehghan Manchadi M.A., Referentin Forschungskommunikation

Die Teilnehmerinnen waren durchweg begeistert. Die Rückmeldungen reichten von „Super Event, ganz toll!“ über „inspirierend“ bis zu „bereichernd“. Neben einem zentralen Vortrag gab es zwei Breakout-Sessions, in denen nach dem Zufallsprinzip jeweils drei Frauen zusammengebracht wurden, damit sie sich persönlich austauschen und netzwerken konnten. „Sehr wertvoll, dieser persönliche Austausch“, so das Feedback.

 

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Wer bin ich? Wofür stehe ich? Was sind meine Kernkompetenzen? – Wenn man das wisse, dann könne man seine Ziele und Botschaften formulieren, so die Referentin Regina Mehler. Die erfolgreiche Gründerin von zwei Unternehmen war davor in verschiedenen internationalen leitenden Positionen im Marketing tätig. Ihren virtuellen Vortrag hatte sie vorausschauend so ausgelegt, dass ihm auch mögliche technische Bildstörungen nichts anhaben können. So sprach sie absolut frei – und begeisternd – und ihre Folien dienten nur der optischen Untermalung. Jede Folie enthielt nur jeweils ein Wort, z. B. zum Thema Führung „Teambuilding“, „Netzwerken“ sowie „Kernkompetenzen“ und zur Markenbildung „Personal Brand Building“, „Erfolge“ und „Leidenschaft“.

Frauen, betreibt Selbstmarketing!

Als besonders wichtig stellte sie heraus, dass man eine Vision haben sollte, eine Positionierung, seine Kernkompetenzen definieren um sich darauf zu konzentrieren. Regina Mehler begann mit der Frage nach drei „Hashtags“, Schlagworte, für die man selbst stehe. So startete gleich die erste gemeinsame Übung: Die Teilnehmenden sollten ihre Hashtags in den Chat schreiben – und so las man Worte von #Netzwerkerin über #gründungsberaterin und #netzwerkenthusiast bis zu #DigitalLecturer.

Die Hashtags der Referentin waren #InnovationalLeadership, #Querdenkerin und #StandUpPaddling, das sie als ihren persönlichen Weg zur Entspannung bezeichnete: „Diese drei Themen zeigen, wofür ich stehen will!“

Wichtig sei, dass man Berufliches und Persönliches in Einklang bringe, das gelte auch für die eigenene Werte. Die privaten und beruflichen Werte sollten nicht unterschiedlich sein, so schaffe man Authentizität – ein wichtiges Merkmal für eine Führungspersönlichkeit. Persönliche Haltung solle man zeigen und mit Leidenschaft die eigenen Themen vertreten. Den Unique Selling Point (USP) solle man entsprechend entwickeln. Storytelling helfe dabei, die eigenen Themen wirkungsvoll und nachhaltig zu kommunizieren. Kommunikation sei ohnehin das A und O.

Innovatives Führen

Mit der Kommunikation leitete Regina Mehler das Thema zum innovativen Führen über. „Kommunikation ist zentral, in der aktuellen Situation vor allem auch online. Hilfreich sind 360-Grad-Feedbacks. Es wundert mich nicht, dass die Länder, die in der Corona-Situation am besten dastehen, weiblich geführt sind. Frauen sind die besseren Kommunikatorinnen“, so die Gründerin von 1ST ROW und der WOMEN SPEAKER FOUNDATION. Gemischte Teams aus Jung und Alt, aus allen Geschlechtern und verschiedenen Nationalitäten seien die erfolgreichsten. Durch den Mix der Perspektiven entstehe Neues. Innovative Leadership bedeute auch, ein möglichst gemischtes Team aufzubauen. Hier sei Teambuilding ein wichtiger Aspekt, den Führungskräfte berücksichtigen sollten. Ihren gesamten Vortrag untermalte und veranschaulichte sie mit persönlichen Erfahrungen – Storytelling par excellence.

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„Über die Jahre haben wir den Personal Brand Circle der 1ST ROW-Methodik immer weiter verfeinert. Aber die Herangehensweise ist im Prinzip gleich geblieben: Alles beginnt mit der Definition der Vision, der persönlichen Werte und Kernkompetenzen. Mit dieser strukturierten Vorgehensweise bekommt man eine umfassende Analyse des Status Quo.  Darauf aufbauend erarbeiten wir die individuelle Positionierung.“, so Regina Mehler.

Netzwerken bringt voran und spart Arbeit

Zum Schluss warb sie dafür, sich Netzwerken anzuschließen und ruhig verschiedene auszuprobieren, um das für sich geeignetste zu finden. Das Netzwerken helfe dabei, sich nicht alles Neue selbst erarbeiten zu müssen – wozu Frauen häufig neigen und was sie ausbremse –, sondern Expertinnen und Experten an der Hand zu haben, die einen gegebenenfalls mit den wichtigsten Informationen versorgen können.

Ein Großteil der Fragen im Chat bezogen sich genau auf dieses Thema: Wie finde ich das richtige Netzwerk? Wie baue ich mir ein Netzwerk auf? Wann ist ein Netzwerk belastbar? Einige Teilnehmerinnen haben bereits konkrete Netzwerk-Erfahrungen gemacht, die Sie über den Chat mit den anderen Teilnehmerinnen teilten. Dazu zählt auch das etablierte FOM Frauen-Forum, welches ab Herbst hoffentlich auch wieder in Präsenz an den vielen FOM Hochschulzentren stattfinden kann. „Dank der vielen lokalen Kooperationen haben Sie in diesem Format beste Möglichkeiten, gemeinsam mit anderen Teilnehmerinnen und verschiedenen Frauen-Netzwerken erste Kontaktversuche zu üben und sich auszuprobieren“, so die Rektoratsbeauftragte für Diversity der FOM Hochschule Prof. Anja Seng, die das FOM Frauen-Forum moderierte.

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Prof. Dr. Anja Seng, Rektoratsbeauftragte für Diversity der FOM, moderiert das FOM Frauen-Forum bereits seit über 15 Jahren, am Donnerstag zum ersten Mal virtuell (Foto: FOM/Tim Stender)

Die Teilnehmer*innen: von unter 20 bis über 60 Jahre

Etwa die Hälfte der Teilnehmenden kamen aus dem Umfeld der FOM – Studentinnen und Absolventinnen der Hochschule. Viele waren zum ersten Mal bei einem FOM Frauen-Forum. Sie kamen aus ganz Deutschland. Die Altersbandbreite der Teilnehmerinnen war groß – einige (wenige) unter 20-Jährige waren dabei, doch auch über 60-Jährige. Das Durchschnittsalter insgesamt lag bei etwa 30 Jahren.

Aufgrund technischer Beschränkungen konnten nur 300 Teilnehmende dabei sein. Wir hoffen, mit dieser Zusammenfassung einen guten Einblick geben zu können und wünschen uns für die Zukunft auch wieder Präsenz-Foren. Doch das insgesamt so positive Feedback führt dazu, dass aktuell schon für September 2020 das nächste virtuelle FOM Frauen-Forum geplant wird!

 

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Die Themen, die sich die Teilnehmenden zum Abschluss für weitere FOM Frauen-Foren wünschten, waren vielfältig. Für uns als FOM also eine wunderbare Aufgabe, weitere Angebote zu gestalten. „Role Models im Interview“, „Storytelling für Anfänger“, „Remote Führen“ und natürlich das Thema „Networking, aber wie?“ – das sind beispielhaft nur ein paar der vielen Vorschläge, die eingebracht wurden.

Die nächsten Termine für die FOM Frauen-Foren finden Sie stets auf der Website zum Diversity Management der FOM Hochschule.

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