Wie verändert sich Führung (gerade)?

„Neuer Schwung für agile Powerteams – das richtige Mindset für Führung 4.0“, so ist das Lunch&Learn Webinar mit Prof. Dr. Rappel am kommenden Freitag überschrieben. Bekommen Digitalisierung und Transformation der Unternehmen in der Pandemie Rückenwind? Wird die aktuelle Situation Wirtschaft und Gesellschaft schneller verändern und in die Zukunft katapultieren, als es ohne diese Krise der Fall gewesen wäre? Haben wir hier einen Steigbügelhalter für unsere Wettbewerbsfähigkeit und die Entwicklung von Verständnis und Skills für die Arbeitswelt von morgen? Wie verändert sich Führung, was sind die Herausforderungen? Dies ist ein Text von Professorin Simone Rappel zum aktuellen Bezug Ihres Webinars.

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Prof. Dr. Simone Rappel

Mitten in Coronazeiten erleben wir es live: Selbstorganisation ist gefragt. Sehr viele sind im Homeoffice. Technisch müssen wir dazulernen, viele haben die Aufgabe, ihre Familie neu zu organisieren. Wir erleben die Vernetzung der Mediziner weltweit, das Teilen von Rechnerkapazitäten, um in der Forschung schnell voranzukommen. Und wir erleben Nachbarschaftshilfe.

Es gibt die vielen Helden des Alltags. Da ist nicht einer der Superchef, der alles regelt. Wir erleben die Bündelung von Kompetenzen in crossfunktionalen Teams. Wir sind gemeinsam unterwegs, das Corona Virus zu bekämpfen. Das ist ein starkes Ziel, eine gemeinsame Vision und die bündelt die Kräfte.

Wenn Vizekanzler Scholz sagt: „Dafür gibt es kein Drehbuch!“ benennt er damit gleichzeitig den Rahmen der VUCA-Welt, die agile Formen der Zusammenarbeit hervorbringt. Kennzeichnend für diese Formen ist, dass sie auf selbstorganisierte Teams setzen. Hierarchie, lange Entscheidungswege, Silodenken gelten als Erfolgsverhinderung. „Unbossing“ ist hier ein provokantes Schlüsselwort. Die Heilsversprechen sind entsprechend groß: mehr Effizienz, größere Kundennähe und motiviertere Mitarbeitende. Klingt gut. Allerdings mögen nicht alle diese neue Form der Selbstorganisation und Freiheit: Studien sagen uns, dass nur 44% der Menschen überhaupt bereit, willens und fähig sind zu agilem Arbeiten.

Vielen macht die Autonomie Angst, sie vermissen die Zugehörigkeit, die ihnen Sicherheit gibt. Außerdem hängen die Chefs, groß geworden in der Hierarchie von Top down, immer noch in gewohnter Manier an ihren Privilegien der Macht.  Selbstorganisation ist kein Selbstläufer. Man muss vieles tun, damit wirklich die erhofften Ergebnisse kommen.

„Neuer Schwung für agile Powerteams – Das richtige Mindset für Führung 4.0“ mit Prof. Dr. Simone Rappel, am 3. April von 12 bis 13 Uhr

Aus der bisherigen Erfahrung wissen wir, dass agiles Arbeiten nur klappt, wenn das Mindset stimmt. In diesem Webinar erfahren Sie, was Sie als Führungskräfte ganz konkret tun können, um das Mindset auf agiles Arbeiten auszurichten und welche Werte und Haltungen dabei ganz besonders helfen.

 

Plötzlich Home-Office: Helfen agile Methoden?

Güldenberg
Lola Güldenberg

Lola Güldenberg hat gerade ihr Büro aus Berlin in eine Scheune im Hunsrück verlegt und leitet von dort aus mehrere Unternehmen und Mitarbeiter an verschiedenen Orten. Da fängt es schon mit der stabilen WLAN-Verbindung an – das sind ganz „diesseitige“ Herausforderungen für die deutschlandweit bekannte Trendforscherin, Innovationsberaterin und Unternehmerin, die mit ihrer Gründung CARLO auch digitale Konzepte zur Unterstützung Pflegebedürftiger und ihrer Angehörigen im ländlichen Raum entwickelt und implementiert. Am 27. März wird sie im Lunch&Learn Webinar um 12 Uhr ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit Ihnen teilen.

„Agil? Kenn‘ ich“ – das Webinar mit Lola Güldenberg

Nach dem Improvisieren in der vergangenen Woche stellen sich vielleicht auch bei vielen anderen schon erste (wohltuende) Routinen im Home-Office und im Shut-down-Modus ein. Das bietet wieder Raum für die Gestaltung der eigenen Abläufe: Wenn sich die Ereignisse überschlagen, die Arbeit als unüberwindbarer Berg erscheint und man sich nur noch fragt: Wie ist das alles überhaupt zu schaffen? Dann sind agile Arbeitsmethoden genau das Richtige, um Komplexität zu managen, Prioritäten zu erkennen und ein kleines bisschen die Kontrolle über das eigene Arbeitsleben zurück zu gewinnen.

Für wen eignen sich die unterschiedlichen Modelle?

Sie eignen sich gerade im Home-Office für Kleinstunternehmer und Soloselbständige, für Mittelstandsunternehmen, die jetzt ihre gemeinschaftlichen Arbeitsprozesse ins Digitale verlegen müssen und für Großunternehmen, die ganze Belegschaften zusammenschalten (und sowieso schon in vielen Bereichen „agil“ arbeiten).

Agile Arbeitsmethoden helfen, vor allem den Überblick zu wahren. Sie sind wie ein Katalysator, der schnellere, qualitativ bessere Ergebnisse hervorbringt. Mit Hilfe von agilen Arbeitsmethoden können Sie Wesentliches flexibler erkennen und schneller auf Probleme reagieren. Darüber hinaus motivieren agile Arbeitsmethoden Ihre Mitarbeiter und unterstützen das selbstständige Arbeiten. Aber die agilen Methoden haben auch ihre Tücken. So ist es hilfreich zu wissen, was „agil“ tatsächlich bedeutet.

Welche gibt es und wie wende ich sie sinnvoll an?

Zu Beginn des Webinars „Agil? Kenn ich“  führt Sie Lola Güldenberg in die grundlegenden Techniken agiler Arbeitsmethoden ein und verbindet dies mit klassischen Tipps, die sich auch im Home-Office umsetzen lassen. Wir können Methoden wie Service Design, Design Thinking, Design Sprint, Lean Startup, Scrum, Business Modell Canvas, Kanban etc. zwar nur streifen. Aber Sie lernen agile Methoden im Überblick kennen, können diese schneller einordnen und besser entscheiden, was Sie für Ihren Arbeitsalltag sinnvoll einsetzen möchten.

Panik oder das Bauchgefühl sind keine guten Ratgeber, um durch diese schwierigen, volatilen Zeiten zu manövrieren. Wenn alles ständig im Fluss ist und sich permanent ändert, machen klassische Kaskadenketten kaum Sinn. Deshalb – lernen Sie agile Methoden in diesem Webinar kennen und probieren Sie sie aus!

Hier geht’s zu weiteren Informationen über das Webinar und zur Buchung.


Titelfoto: Kaboompics auf Pexels