#rolemodel

„Das Aufbauteam bestand aus zwei Frauen und fünf Männern – fast alle Studenten, so wie ich. Es gab da allerdings einen Unterschied: Wir Frauen wurden fürs Putzen und Aufräumen eingeteilt, während die Männer Vitrinen aufbauten, sie einrichteten und die Kunst an die Wände hängten. Das habe ich mir genau zwei Tage mitangesehen – nennen wir es Kulturschock. Dann habe ich mir von einem der Kollegen zeigen lassen, wie das geht mit den Vitrinen. Ich habe am folgenden Tag – entgegen meiner Anweisungen – eine Vitrine aufgebaut, eingerichtet und nach getaner Arbeit dem Projektleiter gezeigt. Der fand das Ergebnis ok. Ich teilte ihm mit, dass es mein Werk sei und dass ich genau diese Arbeit von nun an auch machen werde. Daraufhin wurden aufräumen und putzen auf alle verteilt. Bei der nächsten Ausstellung war das dann kein Thema mehr. Ich erfuhr später, dass ich überhaupt die erste Frau im Unternehmen war, die Bilder aufhängen „durfte“.

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Das ist eine von vielen kleinen Geschichten, die wir so oder ähnlich wahrscheinlich alle schon erlebt haben. Geschichten, in denen wir uns für uns selbst oder andere einsetzen, um Vorurteile oder Ungerechtigkeiten zu verändern. Wir wollen diese Geschichten sammeln, weil sie Mut machen und weil sie zeigen, wie wir alle immer wieder etwas verändern und den Wandel vorantreiben. Wir bewegen etwas – jeden Tag!

#firstmover

Auch die Gründung der WOMEN SPEAKER FOUNDATION ist eine solche Geschichte. Regina Mehler fand sich immer wieder als einzige Frau auf der Bühne und auf Podien. Sie erlebte, was diese Sichtbarkeit für ihre Karriere und ihr Netzwerk bewirkte und fragte sich, warum andere Frauen diese Chance liegen lassen. „Wir finden keine Frauen, die zum Thema auf die Bühne gehen“, war die Ansage der Veranstalter. Die WOMEN SPEAKER FOUNDATION ist die erste Rednerinnen-Agentur in Europa. Heute haben wir über 600 Expertinnen in unserem Pool of Female Excellence und es gibt keine Ausreden mehr für All-male-panels.

passion_ian-schneider-66374-unsplash Kopie

 

Genau das, was Regina Mehler damals auch gern gehabt hätte, bieten wir heute für alle, die in Führung gehen wollen: Präsentationstrainings, Webinare und Strategie-Beratung. In unseren Social Media Kanälen, im Blog und über unsere Webseite wirsinddiebewegung.de bauen wir die Community auf – für die maximale Awareness für unser Thema. Übers Match Making nutzen wir unsere Corporate-Kontakte um Frauen, die auf der Suche nach neuen Herausforderungen sind, mit Unternehmen zusammen zu bringen.

#wirsinddiebewegung

Wir sind uns sicher, dass Ihr alle kleine und große Geschichten kennt, von anderen oder aus eigener Erfahrung. Teilt diese Geschichten in der Community – sie sind es wert, erzählt zu werden, machen Mut und zeigen unser aller Engagement in allen Bereichen und auf allen Ebenen. Wir alle übernehmen auf diese Weise Verantwortung, verändern und gestalten die Welt – jeden Tag.

#yourstory

Brunette business woman working as a freelancer from a cafe in summer terrace. She drinks tea and use gadgets as laptop and tablet and phone for her work. Space for text. Top view from above

Seid ihr dabei? Dann erzählt eure Geschichte – hier im Blog als Kommentar oder in unseren Social Media Channels. Wer zum Zeitpunkt der Verlosung, am 4. Oktober, für unseren Newsletter angemeldet ist, nimmt automatisch an der Verlosung von 20 Büchern teil: „War’s das schon?“ von Monique Siegel. Falls ihr noch keine Abonnent*innen seid, könnt ihr das hier erledigen: zur Newsletter-Anmeldung

Wir freuen uns schon sehr und sind total gespannt auf eure Geschichte!

7 Kommentare zu „War’s das schon? Share your Story!

  1. Danke an die Women Speaker Foundation, dass ihr Stories sammelt und teilt. Ich hoffe, ich kann andere inspirieren, sich nicht kleinreden zu lassen und warte auf Geschichten anderer 😉

    Ich baue gerade ein Einfamilienhaus in zwei Wohnungen um, habe einen Architekten und Baufirmen beauftragt, die allesamt aus männlichen Mitarbeitern bestehen. In einer Baubesprechung stand ich mit Architekt und vier männlichen Bauarbeitern im Hausanschlussraum. Meine Ansage war, dass die Arbeiten hier auf Eis liegen, bis der Wohnraum fertig sei. Wir stehen nun also dort, der Architekt schaut sich um und meint „Hier ist ja auch noch einiges zu tun.“ Darauf ich noch einmal: „Nicht jetzt. Erst muss der Rest oben in der Wohnung erledigt werden.“ Trotzdem entsteht eine angeregte Diskussion zwischen den fünf Männern, was noch im Hausanschlussraum verputzt, beplankt, gedämmt, gemalert oder gefliest werden soll. Ich habe mir das ein paar Minuten lang angehört. Dann habe ich ein lautes „HAAAALLOOOOO!“ in die Runde gerufen und als ich die Aufmerksamkeit aller hatte, erklärt, dass ich nach wie vor die Bauherrin sei, aller Anwesenden Rechnungen zahle und diese Arbeiten gerade nicht zur Diskussion stehen. Danach konnten wir endlich zur Tagesordnung übergehen.

    Als alleinstehende Frau, die ein Haus um-/ausbauen lässt, wurde ich immer wieder belächelt oder teilweise auch ignoriert. Mit einigen Baufirmen hat aber die Zusammenarbeit gut funktioniert, wenn sie gemerkt haben, dass ich durchaus weiß, wovon ich rede, Pläne lesen und Fachbegriffe verstehen kann: Ich habe 12 Jahre die Bautätigkeiten einer Immobilienfirma mit geleitet und damals auch schon eine Wohnung für mich umbauen/sanieren lassen. Wo das nicht ankam, habe ich aber auch gern meinen Bruder als meinen Mann und damit meine Entscheidungen als seine ausgegeben, um sinnlosen, langwierigen Diskussionen aus dem Weg zu gehen.

    Der Bau ist nun fast abgeschlossen, dem Architekten gekündigt, der Hausanschlussraum steht noch immer im Rohbau aber die eine Wohnung ist fertiggestellt und bezogen und der Rest läuft in Eigenregie und vor allem in Eigenleistung und ich freue mich auf den Einzug in fünf Wochen.

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    1. Ich liebe diese Story, Janine! Erinnert mich an eine Begebenheit in meiner Kindheit die mich nachhaltig geprägt hat: Unsere Garageneinfahrt wurde gepflastert. Meine Mutter lief nach draussen um etwas korrigieren zu lassen und wurde von einem der Handwerker abgebürstet: Von einer Frau lassen sie sich nichts sagen…. Die Stimme meiner Mutter wurde kalt, hart und laut. Sie sagte: Also, ihr Blödmänner (das sagte sie wirklich!), Ihr habt zwei Möglichkeiten: entweder ihr ändert das jetzt und seid heute abend fertig, oder ihr wartet bis heute abend mein Mann kommt, reißt morgen wieder alles raus und verliert einen Tag! Und wenn ihr glaubt, dass ihr für den Extratag bezahlt werdet, habt ihr euch geschnitten! Die Einfahrt war in einem Tag fertig!

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      1. Sehr gut. Ich wünsche mir ja immer öfter so klar und deutlich meine Meinung äußern zu können, meistens schaffe ich das nicht, halten mich irgendwelche, vermutlich anerzogenen Gründe wohl davon ab. Aber ich arbeite an mir 😉

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  2. Janine und Ute – danke fürs Teilen – da fällt mir auch etwas ein.
    ich war damals 19 oder 20 Jahre und gerade dabei mit meinem damaligen Freund unsere gemeinsame Wohnung einzurichten und es galt die bestellte Couch vom Möbelhaus abzuholen. Wir hatten uns für die Abholung auch ein Lieferauto im Möbelhaus reserviert.
    Da stand ich nun mit Freund auf der einen Seite und Bruder (16 Jahre) auf der anderen Seite als mir der betreffende Lagermitarbeiter meinen beiden Begleitern erklärte, wie das mit der Beladung und Rückgabe des Autos funktionierte. Als es dann darum ging, die Papier auszufüllen und ICH meinen Führerschein auf den Tisch legte, schaute er mich entgeistert an und sagte in breitem Wiener Dialekt „Wos se foan (Was, sie fahren?)“. Dabei blickte er ungläubig von einem meiner Begleiter zum anderen (beide hatten aber keinen Führerschein). Ich musste innerlich lachen, nickte kokett und antwortete „Ja, wenn sie nicht wollen, dass jemand ohne Schein das Fahrzeug lenkt, dann schon“
    „Na san se sicha, das se des kena (Sind sie sicher, dass sie das können)“
    „Ja bin ich – aber wenn sie zweifel haben, können SIE uns gerne fahren“
    Meinem Gegenüber blieb der Mund offen, er schüttelte den Kopf und füllte die Papiere aus.

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