Ein Beitrag unserer Expertin Jenny von Podewils

Wir leben in einer Zeit in der sich der technologische Wandel beschleunigt. Anwendungen, die auf künstlicher Intelligenz (KI) basieren, entwickeln sich besonders schnell, denn sie entwickeln sich nicht linear sondern exponentiell.

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Die exponentielle Entwicklung von KI Anwendungen hat drei zentrale Treiber:

  1. Die globale Datenmenge verdoppelt sich ca. alle 18 Monate. Es stehen somit immer mehr Daten als Lerndaten für die Entwicklung neuer KI Anwendungen zur Verfügung.
  2. Wir sehen weiterhin eine exponentielle Verbesserung der Rechenkapazität moderner Computer. Diese immer höhere Rechenleistung ermöglicht neue kommerzielle KI Anwendungen.
  3. Immer mehr künstliche Intelligenz-Algorithmen stehen als Open Source zur Verfügung. Damit haben immer mehr Personen und Firmen Zugang zur Entwicklung von KI Anwendungen.

Diese Entwicklung betrifft uns alle

Dieser Wandel betrifft sämtliche Branchen, Organisationen und Berufsgruppen. Im Gegensatz zur Vergangenheit werden diesmal auch Tätigkeiten der Wissensarbeit automatisiert. Als Daumenregel gilt, Tätigkeiten die repetitiv sind und mit einer hohen Häufigkeit auftauchen, werden in der kommenden Dekade automatisierbar sein.

Damit verändern sich Jobprofile viel schneller als in der Vergangenheit. Die Halbwertszeit von Wissen sinkt. Es gibt aber auch weiterhin Tätigkeiten bei denen Menschen den Maschinen überlegen sind. Dazu gehören beispielsweise Kreativität, Intuition, soziale Fähigkeiten und Fingerspitzengefühl. Gleichzeitig entstehen neue Tätigkeiten und neue Jobprofile.

Kontinuierliches Lernen wird zur Notwendigkeit

Die große Herausforderung vor der wir als Individuen, Organisationen und Gesellschaft stehen ist, dass wir ein kontinuierliches Weiterbilden und Weiterlernen umsetzen müssen, um diesen Wandel zu gestalten und neue Chancen zu schaffen. Dieses intensivere und kontinuierlichere Weiterbilden und Weiterlernen muss jetzt starten.

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Für den Einzelnen geht es dabei nicht allein um die Sicherstellung eines Einkommens, sondern darüber hinaus um individuelle Chancen. Denn individuelle Chancen schaffen Identität, Selbstbewusstsein und Zufriedenheit.

Agile Führung: Erfolgsgeschichten bieten Orientierung

Traditionelle hierarchische Organisationsformen kommen in dieser neuen Zeit des beschleunigten Wandels und der zunehmenden Komplexität an ihre Grenzen.

ashley_small-whitlatch-459595-unsplashGleichzeitig entwickeln sich neue dezentrale Organisationsformen und agile Arbeitskulturen, die in diesem neuen Umfeld wettbewerbsfähiger sind.

Diese neuen agileren Organisationen zeichnen sich durch hohe Transparenz, Dezentralität und neue Führungswerte aus. Die neuen Organisationen sind zudem auf ein kontinuierliches Lernen und eine starke Lernkultur ausgerichtet. Es gibt nicht den einen Königsweg, wie eine Organisation sich dahin entwickelt. Dennoch gibt es Erfolgsmethoden und Erfolgsgeschichten aus anderen Unternehmen, die Orientierung bieten können.


Profil Jenny von Podewils 
Expertin für agilen Kulturwandel & die Veränderung der Arbeitswelt durch KI

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In ihrem Thema ist Frau von Podewils auf dem globalen Niveau der Singularity University – mit einem Corporate Background: Sie hat strategische Digitalisierungs- und Organisationsentwicklungsprojekte sowohl in der hiesigen Technologie- wie auch in der Medienbranche (Die Zeit) geleitet. Jenny von Podewils ist Mitglied der von Vint Cerf gegründeten „innovation4jobs“-Gruppe, eines globalen Expertennetzwerks zur Veränderung der Arbeitswelt. Ihr Netzwerk umfasst darüber hinaus Kontakte aus ihrer Studienzeit in Oxford, St. Gallen und die Alumni der Singularity University im Silicon Valley.

Frau von Podewils ist Unternehmerin: 2016 hat sie mit ihrer Vision und ihrer Business-Erfahrung ihr Tech-Startup Leapsome gemeinsam mit einem Co-Founder gegründet. Leapsome unterstützt Unternehmen mit einer intelligenten Software-Plattform, eine produktivitäts- und innovationsfördernde Feedback- und Lernkultur zu schaffen.

Credits Titelbild: Christian Burkert für WirtschaftsWoche

 

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