Das gemeinsame Ziel: Mehr Awareness für tolle Frauen

Morgen findet der PANDA Automotive Contest in Regensburg statt. Im Gespräch mit Regina Mehler und der PANDA Co-Gründerin Isabelle Hoyer geht es um ihre Kooperation für das gemeinsame Ziel, Frauen in die Sichtbarkeit zu bringen. Der PANDA-Tag bietet Frauen die Möglichkeit, ihre Führungsqualitäten in verschiedenen Gruppen-Situationen zu erproben. Der persönliche Mehrwert ist vielfältig: Networking, Erfahrungsaustausch, Peer-Feedback. Zugang zum PANDA-Netzwerk und die Chance auf Prämierung, Kontakte zu Unternehmen und Jobs.

 

Die WOMEN SPEAKER FOUNDATION und PANDA kooperieren bei vielen Veranstaltungen – wie kam es dazu?

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Isabelle Hoyer, Co-Gründerin von PANDA

ISABELLE HOYER: Wir kennen uns seit dem ersten PANDA Event. Ich bin auf Dich zugekommen, weil ich Dir vorstellen wollte, was wir mit PANDA planen, und um mit Dir zu überlegen, wie wir kooperieren könnten. Das war 2013 im Vorfeld der Veranstaltung im September. Wir haben ein Thema und ein Ziel und haben andere Akteure und Verbündete gesucht, gezielt Kontakte geknüpft und angestoßen. Die WOMEN SPEAKER FOUNDATION war mit dem Thema schon bekannt. Wir waren da sozusagen die Newbies.

REGINA MEHLER: Uns beiden war sehr klar, dass für Frauen vor allem das Awareness-Thema wichtig ist. Wir hatten gerade die Generalprobe als Format entwickelt und ich habe es auf dem PANDA-Event in einem Workshop vorgestellt – das kam bei den Teilnehmerinnen sehr gut an.

Was ist die Idee hinter Eurer Kooperation?

REGINA MEHLER: Gemeinsam können wir einfach mehr bewegen: Wir wollen ja nicht nur einfach Business aufbauen, wir wollen wirklich ein gutes Teil dazu beitragen, dass sich etwas verändert. Da muss es maximale Synergien geben. Was wir beide wollen mit der Kooperation, ist Dinge neu denken. Wenn wir etwas tun – so schätze ich uns beide ein – dann wollen wir es aktiv leben und mit neuen Ideen bestücken.

PandaISABELLE HOYER: Wir haben immer kooperiert. Regina ist seit vielen Jahren zum Beispiel Prämien-Sponsor von PANDA: Die GENERALPROBE ist ein tolles Format für uns und wir können dazu beitragen, das Format noch bekannter zu machen. Regina war im ersten Jahr auch als Speaker dabei und ich hatte einen Workshop auf dem Innovation Summit. Wir wollen unter dem Aspekt der Awareness, der Sichtbarkeit für tolle Frauen, gemeinsam noch mehr herausholen.

REGINA MEHLER: Daran glaube ich absolut auch. Die Idee ist grundsätzlich, dass wir alles an Bord haben, um aus eins und eins vier zu machen: Wir arbeiten beide mit der gleichen Zielgruppe und wenn wir uns die Bälle zuspielen, tun wir uns so viel leichter. Ich wünsche mir eine richtig große, aktive Kooperation.

Ihr habt die gleichen Ziele, geht aber unterschiedliche Wege – wie ergänzt sich das?

ISABELLE HOYER: Wir haben beide große Netzwerke und große Reichweiten und wollen Frauen nach vorn bringen, aber auch in Unternehmen Kulturen, Prozesse und Sichtweisen verändern. Das ist unser gemeinsames Ziel. Wir haben natürlich unterschiedliche Wege: PANDA konzentriert sich ganz stark auf Events, Regina geht auch in die Unternehmen.

REGINA MEHLER: Ja, das ist genau der Unterschied. Wir bringen Frauen auf die Bühne und die Awareness. Wir gehen auch in die Unternehmen. Das ist der Flow zwischen 1ST ROW und der WOMEN SPEAKER FOUNDATION: Wir wollen aus Experten Marken machen. Wir arbeiten sehr individuell und mit den Führungsebenen. Wir wollen den Einfluss im Management haben und auf dieser Ebene mit unserer Arbeit beitragen. Da ergänzen wir uns: Alles was PANDA toll macht, wollen wir nicht mehr sein. Wir wollen nicht der Event-Veranstalter sein – ganz im Gegenteil, wir schieben mit an, sind Ideen-Geber, aber wir werden neue Summits nicht allein veranstalten. Und deshalb ist das wirklich eine Win-Win Situation: Wir kommen von unterschiedlichen Perspektiven, die sich ergänzen.

PANDA_Automotive_MotivISABELLE HOYER: Ein wichtiger Aspekt für mich ist, das Ganze nachhaltiger zu machen: PANDA hat eine Veranstaltungsreihe. Frauen kommen zu unseren Veranstaltungen: Das ist ein Tag mit intensivem Netzwerken, ein Tag, an dem man für sich selbst und für seine persönliche Entwicklung in Form von Feedback, Diskussion und Austausch sehr viele Impulse bekommt. Es ist natürlich sehr komprimiert und punktuell – es ist ein Tag. Durch die Kooperation, wie wir sie jetzt leben, haben einige den Next Step gemacht und sind zur GENERALPROBE gegangen. Sie waren total begeistert von der Möglichkeit, so ihre eigene Entwicklung weiterzuführen. Wenn sie dann in den Unternehmen weiterarbeiten können, gestaltet sich das Ganze wesentlich nachhaltiger: Hier gibt es einen Impuls und da sind Formate, mit denen du weitermachen kannst. Das greift sehr gut ineinander, weil hier eine Fortsetzung stattfindet, die wir nicht leisten können und im Moment nicht leisten wollen, weil wir uns auf dieses tolle und gut funktionierende Event-Format fokussieren möchten.

REGINA MEHLER: Nothing to add on – sehe ich genauso, wenn wir das hinkriegen, haben wir echt was bewegt.

Warum sind Euch Kooperationen so wichtig?

REGINA MEHLER: In diesem Bereich gibt es viele, die eine tolle Arbeit leisten. Aber jeder arbeitet für sich und parallel und bringt viel Energie auf die Straße. Ich bin – auch nach diesen fünf Jahren – immer mehr ein Fan davon, zu fragen, wer passt zu uns, von der Einstellung, vom Energie-Level, vom ergänzenden Offering, um es größer werden zu lassen. Tatsächlich bewegen kann ich etwas – wie im wirtschaftlichen Umfeld auch – wenn ich einen großen Bekanntheitsgrad habe und einen breiteren Hebel. Den erreichen wir gemeinsam schneller.

ISABELLE HOYER: Der Meinung bin ich auch, und was ich als Kompliment an Dich, Regina, noch ergänzen möchte: Das ist genau das, was ich erlebt habe. Wir alle sind in der Szene, die sich mit Frauen, Gender, Diversity und Quality beschäftigt, richtig gut vernetzt und kennen viele Akteure. Da gibt es das Phänomen, dass alle auf das gleiche Ziel zu rennen – aber wie auf einer Aschebahn, manchmal auch gegeneinander, in Konkurrenz um Kontakte, um Budgets etc. Weil ich genau das nicht möchte, haben wir von Anfang an mit PANDA einen sehr offenen Ansatz gefahren.

PandaTShirtEin Beispiel: Ich saß im Publikum einer Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung zum Thema Quote. Im Panel auf der Bühne gelang es nicht, dass alle am gleichen Strang ziehen, weil man sich nicht einigen konnte, ob man nun für eine 30% oder für eine 40% Quote eintreten sollte. Wenn man aber die Kräfte nicht bündelt, weil man sich an Details aufreibt, kommt man nie voran. Ähnliches haben wir oft erlebt, wenn wir mit offenen Armen auf Kooperationspartner zugegangen sind. Da kam dann der Satz: Wir haben aufgehört, andere zu promoten, weil wir selbst zu wenig davon haben. Wir haben aber einen anderen Ansatz, wir unterstützen gern andere Initiativen. Wir haben gemeinsame Ziele und sollten gemeinsam vorangehen – nicht wie auf der Aschebahn. Und dass Du das genauso siehst, finde ich sehr erfrischend. Gerade weil ich ein wenig desillusioniert davon bin, dass es an vielen Stellen nicht so ist. Wir haben bei PANDA das Ziel, uns mit starken Partnern zusammenzuschließen.

REGINA MEHLER: Wir müssen gemeinsam anschieben und dürfen kein Tempo rausnehmen. Das Thema kriegt gerade einen neuen Schwung, weil Trump uns sehr geholfen hat: Frauen gehen auf die Barrikaden – und das brauchen wir, wir brauchen mehr Radikalität unter den Frauen. Die Power der Frauen ist enorm, aber wir sind uns dessen zum Teil gar nicht bewusst. Ich wiederhole mein Statement von vor fünf Jahren: „In 10 Jahren müssen wir einfach überflüssig sein.“, und jetzt sind es nur mehr fünf Jahre, sonst haben wir das Thema verfehlt.

ISABELLE HOYER: Ja, das kann ich auch unterschreiben.

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